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News, 21.07.2016
Heizöl rund ein Fünftel billiger
Energiepreisverfall bremst weiter Inflation in Deutschland
Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Juni binnen Jahresfrist erneut nur leicht erhöht. Lässt man Energieerzeugnisse jedoch außen vor, zeigt die Preisstatistik eine deutlich höhere Inflation in Deutschland.
Für Waren mussten Verbraucher im Schnitt im Juni deutlich weniger zahlen als im Vorjahresmonat (Bild: panthermedia.net / jenoche).
Für Waren mussten Verbraucher im Schnitt im Juni deutlich weniger zahlen als im Vorjahresmonat (Bild: panthermedia.net / jenoche).
Die Inflation in Deutschland ist auch im Juni weit unter dem von der Europäischen Zentralbank (EZB) für Preisstabilität definierten Schwellenwert geblieben. Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge verteuerten sich Waren und Dienstleistungen im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat lediglich im Schnitt um 0,3 Prozent. Damit hat sich der Preisauftrieb zwar den zweiten Monat in Folge (April: - 0,1 %; Mai: + 0,1 %) beschleunigt, von stabilen Preise spricht die EZB allerdings erst bei Jahresteuerungsrate von knapp unter zwei Prozent.

Stark beeinflusst wird der Index der Verbraucherpreise allerdings vom Preisverfall bei Energie. Hierfür mussten Verbraucher im Juni durchschnittlich 6,4 Prozent weniger zahlen als im Vorjahresmonat. Kraftstoffe verbilligten sich im Schnitt auf Jahressicht um 9,4 Prozent, bei leichtem Heizöl war es sogar fast ein Fünftel (- 19,0 %), was Verbraucher gegenüber Juni letzten Jahres sparten. Rechnet man die Entwicklung der Kraftstoffpreise und die von Haushaltsenergie im Juni allerdings heraus, verteuerte sich das Leben in Deutschland gegenüber Juni 2015 im Schnitt um 1,1 Prozent. Eine ähnliche Entwicklung zeigte sich im Mai, wo die Inflationsrate 0,1 Prozent betragen hatte, die Verbraucherpreise ohne Energie dagegen im Schnitt um 1,2 Prozent auf Jahressicht gestiegen waren.

Dass die durchschnittliche Jahresteuerungsrate nur bedingte Aussagekraft über die Entwicklung der Verbraucherpreise hat, zeigt auch die starke Gegenläufigkeit der Preisentwicklung von Waren einerseits und Dienstleistungen andererseits. Während sich Waren nämlich gegenüber Juni 2015 im Schnitt um 0,8 Prozent verbilligten, lagen die Dienstleistungspreise durchschnittlich 1,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Damit hat sich der Preisauftrieb bei Dienstleistungen den zweiten Monat in Folge beschleunigt (April: + 0,8 %; Mai: + 1,2 %). Preistreiber waren hier im Juni vor allem Dienstleistungen im Hotel- und Gastronomiebereich (+ 1,9 %), Freizeit- und Unterhaltungsangebote (+ 1,5 %; darunter Pauschalreisen: + 1,2 %), aber die Wohnungsmieten (+ 1,1 %). Die Nahrungsmittelpreise blieben insgesamt auf Jahressicht dagegen nahezu konstant (+ 0,1 % gegenüber Juni 2015).

cs/Destatis
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