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News, 21.11.2008
Employer Branding
Arbeitgeber oft noch nicht genügend konsequent
­­Angesichts des in vielen Branchen bestehenden Fachkräftemangels wird der Aufbau einer starken Arbeitgebermarke (Employer Branding) für Unternehmen unverzichtbar. Gerade diesbezüglich aber zeigen viele Firmen weiter große Schwächen, so das Ergebnis einer aktuellen Studie.
Im Wettstreit um die besten Köpfe haben nur noch solche Arbeitgeber gute Chancen, die mit einer attraktiven Arbeitgebermarke überzeugen. Hewitt Associates zufolge liegt jedoch in dieser Hinsicht nach wie vor bei vielen Unternehmen manches noch im Argen. Demnach verfügt nur jedes zweite Unternehmen über eine klare Arbeitgebermarke. So stimmen zwar 59 Prozent der Firmen ihre Arbeitgebermarke auf die Unternehmensmarke ab, ergreifen jedoch nur mangelhaft und inkonsequent entsprechende Maßnahmen zur Umsetzung. Das geht aus der aktuellen Studie „Talent Supply und Employer Branding 2008“ hervor, für die Hewitt 118 Unternehmen im deutschsprachigen Raum – vom Mittelständler bis zum global agierenden Konzern – analysiert hat.

„Entscheidend bei der Konzeption einer Arbeitgebermarke ist, dass sie konsequent das verspricht, was sie auch halten kann. Sie sollte attraktiv und dennoch glaubwürdig sein und vor allem von internen und externen Zielgruppen verstanden werden“, erläutert Nicole Dornhöfer, Leiterin Talent & Leadership Consulting bei Hewitt Associates. Der Studie zufolge ist das den Firmen zwar durchaus mehrheitlich bewusst. Allein was hierfür nötig ist, zu tun bzw. die Konzepte umzusetzen, scheint einen Großteil der Befragten derzeit noch zu überfordern:

  • Dürftige Personalplanung: Nur ein Drittel der Unternehmen evaluiert die benötigten Fähigkeiten und den zu erwartenden Personalbedarf für zwei Jahre im Voraus (31%). Ein weiteres Drittel verfügt zwar über eine strategische unternehmensweite und zukunftsorientierte Personalplanung, jedoch führen nur 19 Prozent regelmäßig externe Analysen zur Verfügbarkeit zukünftiger Talente durch.
  • Wenig innovative Personalbeschaffung: Zum Recruiting neuer High Potentials setzt Mehrzahl der Unternehmen am liebsten auf altbewährte Instrumente, allen voran das Hochschulmarketing (49%) und die Förderung der Unternehmensreputation (49%). Neuere Methoden wie beispielsweise Weblogs, Netzwerkseiten und Talentscouts kommen im Recruiting-Alltag bislang lediglich bei 12 Prozent zum Einsatz.
  • Unzureichende strategische Verankerung: Nur vier von zehn befragten Unternehmen verfügen speziell für das Employer Branding über ein Budget (43%). Zudem haben 19 Prozent der Unternehmen die Verantwortlichkeit für das strategische Employer Branding nicht in der Unternehmensorganisation verankert.
  • Fehlende Erfolgskontrolle:  In mehr als drei Viertel der Unternehmen wird die Effizienz der Employer Branding- Maßnahmen nicht gemessen. Beliebteste Kennzahlen zur Kontrolle sind die Anzahl der Bewerbungen (79%), gefolgt von der Fähigkeit, Talente zu gewinnen (64%) und den Rekrutierungskosten (57%). Nur 14 Prozent der Unternehmen messen hingegen auch den ROI des Employer Brandings.

„Um Rekrutierungsmaßnahmen optimieren zu können, muss der Effizienzprüfung eine deutlich größere Bedeutung beigemessen werden“, mahnt Dornhöfer, zumal laut Studie 92 Prozent die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität als den wichtigsten Vorteil des Employer Branding ansehen. Darüber hinaus sind jeweils rund zwei Drittel der Befragten davon überzeugt, dass das Employer Branding zu einer erhöhten Mitarbeiterbindung (69%) und steigenden Anzahl an Initiativbewerbungen (68%) führt.

Quelle: Hewitt Associates

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