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News, 29.06.2011
Einfuhrpreisindex
Teuerung deutscher Importe verlangsamt sich weiter
Erstmals seit über einem halben Jahr sind die deutschen Einfuhrpreise im Durchschnitt wieder leicht auf Monatssicht gesunken. Gleichzeitig sank die Jahresteuerung deutscher Importe auf den niedrigsten Stand seit einem Jahr.
Im Mai hat sich die Jahresteuerung der deutschen Importe zum dritten Mal in Folge verringert. Gleiches galt bei den Exporten.
Im Mai hat sich die Jahresteuerung der deutschen Importe zum dritten Mal in Folge verringert. Gleiches galt bei den Exporten.
Der Preisauftrieb im deutschen Außenhandel schwächt sich weiter ab. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte, ist der Index der deutschen Einfuhrpreise im Mai gegenüber April um 0,6 Prozent gesunken. Das ist der erste Rückgang binnen Monatsfrist seit Oktober 2010 (-0,2%). Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhten sich die deutschen Einfuhrpreise im Mai um 8,1 Prozent. Eine niedrigere Jahresveränderungsrate hatte es zuletzt mit 7,8 Prozent im Mai 2010 gegeben. Im Vormonat April waren die Einfuhrpreise noch 9,4 Prozent und im März  sogar 11,3 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen.

Grund für den Rückgang der Jahresteuerungsrate waren unter anderem sinkende Preise für Energieimporte, die sich im Mai auf Monatssicht im Schnitt um 2,9 Prozent verbilligten, allerdings immer noch 30,9 Prozent mehr kosteten als im Mai 2010. Am stärksten legten die Preise für importiertes Rohöl zu, das sich auf Jahressicht um 35,2 Prozent verteuerte (-4,9% gegenüber April). Für Erdgas mussten Importeure  29,7 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat (+3,2% gegenüber April). Die Preise für Mineralölerzeugnisse erhöhten sich im Mai auf Jahressicht um 26,6 Prozent (-5,0% gegenüber April).

Im Bereich der Metalle und ihrer Rohstoffe verteuerte sich am stärksten Eisenerz, das im Mai  49,1 Prozent mehr kostete als im Mai 2010 und 0,7 Prozent mehr als im April. Die Preise für Nicht-Eisen-Metallerze lagen im Mai 9,9 Prozent über dem Vorjahresniveau, sanken aber gegenüber April um 3,6 Prozent. Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen kosteten 8,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, verbilligten sich aber ebenfalls auf Monatssicht um 0,5 Prozent. Importe von Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug waren im Mai 2,0 Prozent günstiger als Vormonat und kosteten 11,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Rohaluminium verteuerte sich dagegen auf Monatssicht um 0,8 Prozent und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14,8 Prozent. Für Rohkupfer mussten Importeure 13,5 Prozent mehr zahlen als vor einem Jahr. Gegenüber April ging hier jedoch das Preisniveau um 4,9 Prozent zurück.

Im Bereich der chemischen Erzeugnisse legten vor allem die Preise für Düngemittel kräftig zu, die trotz Preisrückgängen gegenüber April um 5,2 Prozent eine Jahresteuerung von 31,7 Prozent aufwiesen. Im April war hier die Jahresteuerungsrate allerdings noch bei 36,0 Prozent gelegen. Für Kunststoffe in Primärformen mussten Importeure ebenfalls deutlich mehr bezahlen als vor einem Jahr. Sie verteuerten sich im Mai um 0,9 Prozent und binnen Jahresfrist um 15,5 Prozent.

Im Nahrungsmittelsektor mussten insbesondere Importeure von Getreide mehr bezahlen, das sich auf Monatssicht erneut um 1,1 Prozent verteuerte und 69,2 Prozent mehr kostete als im Vergleichszeitraum 2010. Die Preise für importierten Rohkaffee erhöhten sich im Mai auf Jahressicht um 60,5 Prozent, gaben allerdings auf Monatssicht leicht nach (-2,2% gegenüber April). Importiertes Geflügelfleisch verteuerte sich im Mai auf Jahressicht um 19,0 Prozent und gegenüber April um 2,2 Prozent. Für Milch und Milcherzeugnisse mussten Importeure 12,3 Prozent mehr zahlen als im Mai 2010 (+0,6 % gegenüber April). Die Preise für Rindfleisch stiegen auf Jahressicht um 6,5 Prozent (-3,6% gegenüber April), die Preise für Schweinefleisch um 6,2 Prozent (+0,1% gegenüber April 2011).

Das Preisniveau der deutschen Exporte erhöhte sich im Mai auf Monatssicht nur leicht um 0,1 Prozent und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,8 Prozent. Das war die niedrigste Jahresteuerung seit Mai 2010 (+3,6%). Im April war der Index der Ausfuhrpreise noch 4,2 Prozent und im März 4,9 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen.
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