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News, 26.10.2010
Einfuhrpreisindex
Deutsche Importe verteuern sich erneut
Die Preise für Importe haben im September weiter zulegt. Vor allem Rohstoffe verteuerten sich sowohl auf Jahres- als auch Monatssicht erneut.
Die Außenhandelspreise ziehen weiter an. Am stärksten verteuerten sich auf Jahressicht Importe von Eisenerz
Die Außenhandelspreise ziehen weiter an. Am stärksten verteuerten sich auf Jahressicht Importe von Eisenerz
Der Preisauftrieb im Außenhandel hat sich im September erneut beschleunigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag mitteilte, lag der Index der Einfuhrpreise im September 2010 um 9,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Gegenüber dem Vormonat erhöhten sich die Preise für Importe insgesamt um 0,3 Prozent. Im August waren die Einfuhrpreise noch auf Jahressicht um 8,6 Prozent und im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent gestiegen. „Die Preissteigerung gegenüber September 2009 ist vor allem auf höhere Preise für Energie, Rohstoffe und Metalle zurückzuführen“, erklärte das Statistikamt. Auch die deutschen Ausfuhrpreise legten weiter zu. Sie stiegen im September binnen Jahresfrist um 4,6 Prozent und gegenüber August um 0,3 Prozent. Dem Statistikamt zufolge war das die höchste Jahresteuerungsrate seit Mai 1982 (+4,7%). Im Vormonat war die Jahresteuerung noch bei 4,2 Prozent und im Juli um 4,1 Prozent gelegen.

Eisenerz fast doppelt so teuer wie im Vorjahr


Bei den Rohstoffen gab es den stärksten Preisauftrieb bei Eisenerz, das sich auf Monatssicht um 4,0 Prozent und binnen Jahresfrist um 90,1 Prozent verteuerte. Für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen mussten deutsche Importeure im September 26,7 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat und 0,9 Prozent mehr als im August. Die Preise für Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug erhöhten sich auf Jahressicht um 28,6 Prozent und gegenüber August um 2,8 Prozent. Die Importpreise für Nicht-Eisen-Metallerze lagen im September um 33,7 Prozent über dem Vorjahresniveau und stiegen binnen Monatsfrist um 3,7 Prozent.  Das zur Stahlerzeugung verwendete Nickel verteuerte sich für deutsche Importeure auf Jahressicht um 44,8 Prozent und im Vergleich zum Vormonat um 4,0 Prozent. Die Einfuhrpreise für Rohkupfer stiegen im September binnen Jahresfrist um 36,8 Prozent (+3,4% gegenüber August) und die für Rohaluminium um 16,8 Prozent (+2,9% gegenüber August).

Energie verteuerte sich im September gegenüber dem Vorjahresmonat um 27,9 Prozent, war allerdings zum zweiten Mal in Folge billiger als im Vormonat (-0,7%). Die Preise für Rohöl stiegen im September binnen Jahresfrist um 28,1 Prozent und sanken gegenüber August um 0,7 Prozent. Mineralölerzeugnisse wie Heizöl und Kraftstoffe verteuerten sich auf Jahressicht um 28,3 Prozent und binnen Monatsfrist um 1,1 Prozent. Für Erdgas mussten Importeure im September 30,4 Prozent mehr zahlen als im Vorjahr, allerdings 2,8 Prozent weniger als im August. Dem Statistikamt zufolge war das der erste Preisrückgang auf Monatssicht seit November 2009. Ohne Berücksichtigung der Preise für Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag der Index der Einfuhrpreise um 8,0 Prozent über dem Vorjahresniveau (+0,4% gegenüber August).

Im Nahrungsmittelsektor gab es den stärksten Preisanstieg bei Getreide, das sich für deutsche Importeure im September binnen Jahresfrist um 49,7 Prozent und gegenüber August um 2,1 Prozent verteuerte. Die Preise für Weizen stiegen im Vergleich zum Vorjahr sogar um 52,9 Prozent (+1,4% gegenüber August). Der Preis für Rohkaffee erhöhte sich auf Jahressicht um 47,2 Prozent und gegenüber August um 1,2 Prozent. Importierte Milch und Milcherzeugnisse verteuerten sich gegenüber September 2009 um 13,6 Prozent, waren allerdings erstmals seit Februar 2010 wieder günstiger als im Monat davor (-0,4%).
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