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News, 02.05.2012
Einfuhrpreise März
Jahresteuerung deutscher Importe sinkt auf Zweijahrestief
Deutsche Importe haben sich im März auf Jahressicht so gering verteuert wie seit zwei Jahren nicht mehr. Dämpfend auf den Index der deutschen Einfuhrpreise wirkte vor allem die weiter abwärts gerichtete Preisentwicklung bei Metallen, Roheisen und Stahl.
Vor einem Jahr, im März 2011, hatten sich die deutsche Importe binnen Jahresfrist noch um das Dreifache so stark verteuert (+11,3%).
Vor einem Jahr, im März 2011, hatten sich die deutsche Importe binnen Jahresfrist noch um das Dreifache so stark verteuert (+11,3%).

Der Inflationsdruck bei den deutschen Einfuhren schwächt sich weiter ab. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, mussten deutsche Importeure im März für eingeführte Güter im Durchschnitt 3,1 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat. Damit verringerte sich die Jahresveränderungsrate der deutschen Einfuhrpreise den sechsten Monat in Folge auf den niedrigsten Stand seit Februar 2010 (-2,6%). Gegenüber Februar erhöhte sich der Index der deutschen Einfuhrpreise um 0,7 Prozent. Von Down Jones Newswires befragte Ökonomen hatten eigentlich auf Monatssicht mit einem Anstieg der deutschen Einfuhrpreise um 0,9 Prozent und einer Jahresteuerungsrate von 3,3 Prozent gerechnet. Im Februar hatten sich deutsche Importe noch um 3,5 Prozent auf Jahressicht verteuertet (+1,0 gegenüber Januar).

Deutlich höhere Preise mussten vor allem Importeure von Energie bezahlen. Hier lagen die Einfuhrpreise im Schnitt um 13,1 Prozent über dem Stand von März 2011. Im Vormonat hatte die Jahresveränderungsrate sogar noch 17,0 Prozent betragen. Gegenüber Februar verteuerte sich importierte Energie um 3,1 Prozent. Für Erdgas mussten deutschen Importeuer sogar 20,0 Prozent mehr zahlen als im Vorjahresmonat (+0,9% gegenüber Februar). Importierte Mineralölerzeugnisse verteuerten sich auf Jahressicht um 14,3 Prozent (+3,3% gegenüber Februar). Erdöl kostet im März im Durchschnitt 12,9 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und 5,4 Prozent mehr als Februar. Ohne die Preiserhöhungen bei Energie wäre der Index der deutschen Einfuhrpreise dem Statistikamt zufolge lediglich auf Jahressicht um 1,4 Prozent gestiegen und gegenüber Februar konstant geblieben.

Deutliche Preisrückgänge verzeichneten dagegen unter anderem Importeure von Eisenerz,  das sich im März auf Jahressicht um 5,8 Prozent verbilligte (+1,0% gegenüber Februar). Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen kosteten im März sogar 8,0 Prozent weniger als im Vorjahresmonat  (+0,2% gegenüber Februar). Die Preise für importierte Nichteisen-Metallerze lagen im März 2,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Nichteisen-Metalle und entsprechendes Halbzeug verbilligten sich auf Jahressicht um durchschnittlich 3,2 Prozent. Besonders starke Preisrückgänge wies hier Nickel aus, das sich gegenüber März 2011 um 24,7 Prozent verbilligte. Aluminium kostete ebenfalls weniger als vor einem Jahr (-5,2%). Gleiches galt für importiertes Kupfer (-2,8%). Im Nahrungsmittelsektor verbilligten sich auf Jahressicht vor allem Rohkaffee-Importe (-17,2%), während unter anderem Geflügelfleisch und Schweinefleisch erheblich teurer waren als im März 2011 (+9,9% bzw. +7,8%).

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