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News, 04.02.2014
Teure EEG-Umlage
Geplante EEG-Reform setzt IW Köln nach falschen Schwerpunkt
Die geplante EEG-Reform bremst aus Sicht des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln nicht die Kostenexplosion im Energiebereich, sondern schürt stattdessen den Verteilungskampf – zu Lasten der deutschen Industrie.
Mit den aktuellen Plänen der Regierung werden die Probleme, insbesondere die Kostenexplosion bei Strom, dem IW Köln zufolge nicht gelöst.
Mit den aktuellen Plänen der Regierung werden die Probleme, insbesondere die Kostenexplosion bei Strom, dem IW Köln zufolge nicht gelöst.
Die EEG-Umlage ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen und schlägt inzwischen bei Verbrauchern mit 6,24 Cent je Kilowattstunde zu Buche. Wie das IW Köln berichtet, sollen insgesamt im Jahr 2013 gut 23,5 Milliarden Euro eingesammelt werden, um die Kosten der erneuerbaren Energien zu decken. Der Beitrag der Industrie fällt jedoch in der öffentlichen Diskussion oft unter den Tisch. Stattdessen konzentriert sich alles auf die reduzierten EEG-Umlagesätze für besonders energieintensive Unternehmen. Dem Institut nach hat die deutsche Industrie im letzten Jahr jedoch knapp 30 Prozent der EEG-Umlage getragen. Von daher könne keine Rede davon sein, dass nur Privathaushalte zahlen müssten.

Dennoch sehe ein aktueller Vorschlag des Öko-Instituts dem IW Köln nach vor, die EEG-Umlage für industrielle Großverbraucher deutlich anzuheben und zudem auf Strom, der selbst erzeugt und dann verbraucht wird, auszuweiten. „So, das rechnet das Öko-Institut vor, würde die Umlage um rund 1,2 Cent pro Kilowattstunde sinken, was einen typischen Privathaushalt mit einem Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden um etwa 45 Euro im Jahr entlasten würde“, berichtet das Kölner Wirtschaftsforschungsinstitut.

Wie das IW Köln errechnete, würde allerdings eine solcher Vorschlag dazu führen, dass  Kosten für die energieintensive Industrie um etwa vier Milliarden Euro steigen würden. „Dies würde für zahlreiche Unternehmen der Grundstoffproduktion wie der Metallerzeugung oder der Chemieindustrie die Fertigung in Deutschland erheblich erschweren“, so das Institut. Auch würden durch ein Vorgehen nach dem Plan des Öko-Instituts die Kosten für die Förderung erneuerbarer Energien nicht verringert. „Statt sich auf Verteilungsfragen zu stürzen, müssen die Weichen in der Förderlogik neu gestellt werden“, resümiert das Wirtschaftsforschungsinstitut.
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