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News, 16.11.2012
Deutsche Wirtschaft kämpft
Wirtschaftswachstum schwächt sich weiter ab
Trotz Eurokrise und weltweiter Konjunkturabkühlung hat die deutsche Wirtschaftsleistung im dritten Quartal erneut leicht zugelegt. Getragen wurde das Wachstum vor allem vom Export und dem robusten privaten Konsum. Rückläufige Investitionen im Inland und sinkende Auftragseingänge aus dem Ausland würgen der deutschen Wirtschaft aber immer mehr die Luft ab.
Die See wird für die deutsch Wirtschaft immer rauher, vor allem für die Industrie: Im September schränkte sie die Produktion den zweiten Monat in Folge ein.
Die See wird für die deutsch Wirtschaft immer rauher, vor allem für die Industrie: Im September schränkte sie die Produktion den zweiten Monat in Folge ein.

Die deutsche Wirtschaft wächst zwar noch, der Konjunktur geht jedoch mehr und mehr die Puste aus. So stieg die deutsche Wirtschaftsleistung, das so genannte Bruttoinlandsprodukt (BIP), also der Wert der in Deutschland produzierten Waren und Dienstleistungen, im dritten Quartal saison- und kalenderbereinigt um nurmehr  0,2 Prozent. Zu Beginn des Jahres war die deutsche Wirtschaft noch um 0,5 Prozent gewachsen, im zweiten Vierteljahr um 0,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich das BIP im dritten Quartal saisonbereinigt um 0,4 Prozent und kalenderbereinigt um 0,9 Prozent. Auch hier hat sich das Wachstum kalender- und saisonbereinigt weiter abgeschwächt (Q1: +1,2%; Q2: +1,0%).

Positive Impulse kamen dem Statistikamt zufolge unter anderem aus dem Ausland. „Nach vorläufigen Berechnungen stiegen die Exporte von Waren und Dienstleistungen etwas stärker als die Importe“, so die Statistikbehörde. Die Entwicklung der Inlandsnachfrage betreffend zeigt sich im dritten Quartal ein zweigeteiltes Bild. So setzte sich der Rückgang der Ausrüstungsinvestitionen  (bspw. Maschinen, technische Ausstattungen und Fahrzeuge) fort. Die privaten und staatlichen Konsumausgaben legten dagegen weiter zu. Daneben wurde dem Statistikamt zufolge mehr in Bauten investiert. „Dadurch konnte der erneute Rückgang der Ausrüstungsinvestitionen sowie der Vorratsabbau in etwa kompensiert werden“, so die Behörde.

Wie das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-Böckler-Stiftung allerdings berichtet, sei die Gefahr, dass die deutsche Wirtschaft in nächster Zeit in eine Rezession abgleitet, allerdings rapide gestiegen. Dies signalisierten die Daten des IMK-Konjunkturindikators im November. „Erstmals in diesem Jahr kommt die vom Indikator ausgewiesene Rezessionsgefahr dem "roten Bereich" des Instruments nahe, der bei einer Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent beginnt“, so das Wirtschaftsforschungsinstitut.

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