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News, 10.07.2013
Geringere Erzeugung
Deutsche Produktion schraubt einen Gang zurück
Die Produktion hat sich im Mai in Deutschland deutlich abgeschwächt. Vor allem im Baugewerbe und in der Investitionsgüterindustrie nahm die Erzeugungsleistung spürbar ab.
Das Produzierende Gewerbe hat nach der Produktionsausweitung im April die Bremse gedrückt. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) auf Basis vorläufigen Zahlen bekannt gab, ging die Produktion im Mai in Deutschland preis-, kalender- und saisonbereinigt um 1,0 Prozent zurück. Von Reuters befragte Analysten hatten lediglich mit einer halb so starken Drosselung der Produktion gerechnet. Im April hatte sich die Produktion der deutschen Wirtschaft noch auf Monatssicht leicht aufwärts revidiert um 2,0 Prozent erhöht (Erstprognose: 1,8 %).

Besonders deutlich schwächte sich die Produktion im Baugewerbe ab. Hier verringerte sich im Mai der Ausstoß binnen Monatsfrist um 2,6 Prozent. „Der Rückgang der Erzeugung im Bau stellt eine moderate Gegenbewegung auf den durch witterungsbedingte Nachholeffekte außergewöhnlich starken Produktionsanstieg im April dar“, erklärte das Ministerium. In der Industrie verlor die Produktion zwar ebenfalls an Fahrt, jedoch nur leicht um 0,7 Prozent. Verantwortlich für die insgesamt leicht rückläufige Industrieproduktion waren deutliche Produktionseinschränkungen der Investitionsgüterproduzenten, während die Hersteller von Vorleistungsgütern ihre Produktion  um 1,0 Prozent nach oben fuhren. Der Ausstoß von Konsumgütern blieb auf Monatssicht dagegen nahezu konstant (-0,1 %).

In der Zweimonatsbetrachtung zeigt die Produktion in Deutschland jedoch weiterhin nach oben. So lag der Ausstoß des Produzierenden Gewerbes im Zeitraum April bis Mai 2,0 Prozent über dem Produktionsniveau von Februar und März, wobei die Industrieproduktion ein Plus von 1,9 Prozent ausweist und sich die Bauerzeugung sogar um 4,2 Prozent erhöhte. Haupttreiber der Produktionsausweitung in der Industrie waren die Investitionsgüterproduzenten, die im April und Mai 3,5 Prozent mehr produzierten als im Februar und März. Die Produktion von Vorleistungsgütern erhöhte sich im selben Zeitraum um 0,6 Prozent, Konsumgüter wurden 0,7 Prozent mehr produziert.

Auf Jahressicht betrachtet blieb die Produktion in der Zweimonatsbetrachtung April bis Mai fast unverändert (-0,1 %). Die Industrieproduktion lag arbeitstäglich bereinigt in diesem Zeitraum sogar 0,6 Prozent über dem Vorjahresniveau, während das Baugewerbe 2,3 Prozent weniger erzeugte als im Vergleichszeitraum 2012. Die weitere Entwicklung der Produktion betreffend zeigt sich das Bundeswirtschaftsministerium jedoch verhalten optimistisch: „Die Erholung im Produzierenden Gewerbe dürfte sich im weiteren Verlauf leicht gedämpft fortsetzen. Darauf deutet auch die Entwicklung der vorlaufenden Stimmungsindikatoren hin.“
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