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News, 12.08.2016
Produktionsausweitung
Deutsche Industrieproduktion legt im Juni zu
Die deutsche Produktion hat sich zum Ende des zweiten Quartals, nachdem sie im Mai zurückgegangen war, erholt. Motor der Produktion in Deutschland war die Industrie. Vor allem Investitionsgüter wurden deutlich mehr produziert. Im Baugewerbe nahm dagegen die Erzeugung insgesamt leicht ab.
Die Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe seit Juni 2006 (Bild: BMWi)
Die Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe seit Juni 2006 (Bild: BMWi)
Die Produktion im Produzierenden Gewerbe hat nach den Produktionseinschränkungen im Mai im Juni wieder Fahrt aufgenommen. Wie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) auf Basis aktueller Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) mitteilte, erhöhte sich die deutsche Produktion im Juni preis-, kalender- und arbeitstäglich bereinigt gegenüber Mai um 0,8 Prozent. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich im Median mit Produktionszuwachs um 0,7 Prozent gerechnet. Im Vormonat hatte sich die deutsche Produktion bedingt durch deutliche Produktionseinschränkungen in der Industrie insgesamt um 0,9 Prozent auf Monatssicht verringert. Von Reuters befragte Ökonomen hatten lediglich im Median mit Produktionszuwachs um 0,7 Prozent gerechnet.

Geschuldet war der höhere Ausstoß im Juni insbesondere einer wieder anziehenden Industrieproduktion. Nachdem sich die Erzeugung hier im Mai noch insgesamt um 1,6 Prozent verringert hatte, zog die Produktion im Juni wieder um 1,5 Prozent an, wobei die Investitionsgüterindustrie 3,5 Prozent mehr produzierte als im Mai und die Konsumgüterproduzenten ihren Ausstoß um 1,2 Prozent nach oben schraubten. Vorleistungsgüter wurden dagegen den zweiten Monat in Folge weniger produziert (- 0,7 %). Die Energieerzeugung lag im Juni  2,7 Prozent unter dem Niveau von Mai. Auch im Baugewerbe ging die Produktion zurück. Hier schwächte sich die Produktionsdynamik im Ausbaugewerbe den fünften Monat in Folge ab (- 2,5 %), was auch durch deutliche Produktionszuwächse im Bauhauptgewerbe (+ 1,4 %) nicht kompensiert werden konnte.

Auf Quartalssicht fiel die Produktion im Produzierenden Gewerbe insgesamt im zweiten Quartal um 1,0 Prozent hinter dem Niveau des Vorquartals zurück, wobei die Industrieproduktion um 0,7 Prozent und die Bauproduktion um 4,3 Prozent an Fahrt verlor. „Die schwache Entwicklung des Produzierenden Gewerbes im zweiten Quartal ist maßgeblich auf witterungsbedingte Produktionsverschiebungen im Baugewerbe zurückzuführen. Dies war aufgrund des milden Winters erwartet worden“, so das Ministerium. „Die Rahmenbedingungen für das Baugewerbe sind allerdings nach wie vor positiv.“

Grund für den rückläufigen Industrieausstoß im zweiten Quartal waren Produktionseinschränkungen der Investitions- und Vorleistungsgüterproduzenten, die ihre Erzeugung jeweils auf Dreimonatssicht um 0,9 Prozent zurückfuhren. Die Produktion von Konsumgütern legte dagegen auf Quartalssicht etwas zu (+ 0,5 %). „Angesichts einer verhaltenen Entwicklung der Auftragseingänge in der Industrie dürfte in den kommenden Monaten eine eher moderate Aufwärtsentwicklung zu erwarten sein. Die Lageeinschätzung der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe ist nach wie vor gut“, so das Ministerium.

cs/BMWi 
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