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News, 24.04.2014
Preistalfahrt in der Industrie hält an
Rückgang der Erzeugerpreise in Deutschland setzt sich fort
Die Preise für gewerbliche Produkte sind im März auf Produzentenebene in Deutschland den achten Monat in Folge unter dem Vorjahresniveau geblieben. Besonders bei Energie und Vorleistungsgütern gaben die Erzeugerpreise weiter nach.
Fleisch kostete im März in Deutschland auf Erzeugerebene deutlich weniger als noch ein Jahr zuvor.
Fleisch kostete im März in Deutschland auf Erzeugerebene deutlich weniger als noch ein Jahr zuvor.

Nach Auskunft des Statistischen Bundesamtes lagen die Erzeugerpreise in Deutschland im März 2014 durchschnittlich 0,9 Prozent unter dem Niveau von März 2013. Damit gaben die Erzeugerpreise den achten Monat in Folge im Vergleich zum Vorjahresmonat nach. Ökonomen hatten Medienberichten zufolge zwar mit weiter fallenden Preisen in der Industrie gerechnet, allerdings im Mittel nur einen Rückgang um 0,7 Prozent prognostiziert. Gegenüber Februar verbilligten sich gewerbliche Produkte auf Erzeugerebene in Deutschland, entgegen den Erwartungen der Ökonomen, die im Monatsvergleich mit insgesamt stabilen Preisen gerechnet hatten, im Schnitt um 0,3 Prozent.

Preise für Mineralölerzeugnissen weiter auf Talfahrt


Geschuldet war Rückgang des Erzeugerpreisniveaus vor allem den weiter rückläufigen Preisen für Energie. Sie verbilligte sich im Jahresvergleich im Schnitt um 2,6 Prozent und machte zwei Drittel des gesamten Rückgangs des Erzeugerpreisindex aus. Kräftige Preisrückgänge gab es vor allem bei Mineralölerzeugnissen. Hier unterschritten die Preise das Vorjahresniveau im Schnitt um 4,6 Prozent (darunter Bitumen, ein Gemisch aus Erdöl: - 9,1 %); Benzin und Diesel: jeweils – 3,9 %; leichtes Heizöl: - 7,8 %).  Aber auch Strom und Erdgas waren im Durchschnitt deutlich günstiger als im Vorjahresmonat (- 3,2 % bzw. – 3,3 %), ausgenommen für Privathaushalte: Sie mussten für Strom und Erdgas durchschnittlich 1,0 bzw. 0,5 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor.

Ohne die Preisrückgänge bei Energie verbilligten sich Industrieerzeugnisse auf Produzentenebene gegenüber März 2013 lediglich im Schnitt um 0,3 Prozent (+/- 0,0 % gegenüber Februar). Auf Monatssicht verbilligte sich Energie im März über alle Energiebereiche hinweg um 0,8 Prozent.

Starke Preisrückgänge auch bei Metallen, Futtermitteln und Getreidemehl


Auch bei den Vorleistungsgütern - Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden -  hielt die Talfahrt der Erzeugerpreise an. Hier lagen die Preise im März durchschnittlich 1,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats und 0,1 Prozent unter dem Niveau von Februar. Weniger bezahlen mussten unter anderem Bezieher von Metallen. Sie verbilligten sich im März auf Jahressicht im Schnitt um 6,1 Prozent und gegenüber Februar um 0,6 Prozent. Nichteisenmetalle kosteten im Durchschnitt sogar 11,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Preise für Walzstahl unterschritten das Vorjahresniveau im Schnitt um 5,8 Prozent, die für Betonstahl um 6,1 Prozent, wobei sich letzteres allein gegenüber Februar um 4,8 Prozent verbilligte. Besonders starke Preisrückgänge verzeichneten zudem auf Jahressicht Bezieher von Getreidemehl (- 12,9 %) sowie von Futtermitteln für Nutzertiere (- 9,2 %). Holz und Holzwaren kosteten dagegen 3,2 Prozent mehr als im März 2013.

Investitionsgüter kosteten im März etwas mehr als im Vorjahresmonat. Sie verteuerten sich im Schnitt auf Jahressicht um 0,5 Prozent (+/- 0,0 % gegenüber Februar). Die Erzeugerpreise für Gebrauchsgüter zogen deutlich stärker an. Sie lagen durchschnittlich 1,3 Prozent über dem Niveau von März 2013 (+ 0,1 % gegenüber Februar).

Milch erheblich teurer, Zucker deutlich günstiger

Verbrauchsgüter kosteten im März durchschnittlich 1,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat (+/- 0,0 % auf Monatssicht). Die Preise für Nahrungsmittel legten dagegen auf Erzeugerebene lediglich um 1,1 Prozent gegenüber März 2013 zu (+/- 0,0 % gegenüber Februar.) Starke Preisanstiege gab es hier auf Jahressicht vor allem bei Milch (+ 14,1 %) und Butter (+ 9,5 %). Gegenüber Februar gaben die Preise für Butter allerdings um 5,7 Prozent nach. Auch verarbeitete Kartoffeln waren deutlich teurer als im Vorjahresmonat (+ 6,6 %), Süßwaren kosteten ebenfalls mehr (+ 2,1  %). Kaffee und Fleisch (ohne Geflügel) waren dagegen deutlich günstiger als im März 2013 (- 4,5 % bzw. – 4,6 %). Zucker verbilligte sich im Jahresvergleich sogar rund doppelt so stark (- 8,2 %).

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