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News, 05.07.2016
Einfuhrpreise
Deutsche Importpreise weiter rückläufig
Deutsche Importe haben sich im Mai erneut auf Jahressicht verbilligt. Insbesondere die Energie- und Rohstoffpreise setzen ihren Sinkflug fort.
Die Entwicklung der deutschen Einfuhr- und Ausfuhrpreise seit Januar 2010 (Quelle: Destatis).
Die Entwicklung der deutschen Einfuhr- und Ausfuhrpreise seit Januar 2010 (Quelle: Destatis).

Der Index der deutschen Einfuhrpreise bleibt auf Talfahrt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) ermittelt hat, mussten deutsche Unternehmen für Importe im Mai 2016 durchschnittlich 5,5 Prozent weniger zahlen als im Vorjahresmonat. Im April waren die Einfuhrpreise sogar um 6,6 Prozent auf Jahressicht zurückgegangen und damit so stark gesunken wie seit Oktober 2009 nicht mehr. Höhere Importpreise als im Vorjahresmonat verzeichnete der deutsche Außenhandel letztmals im Dezember 2012 (+ 0,3 %). Auf Monatssicht zog der allerdings Preisniveau der deutschen Einfuhren etwas. Gegenüber April erhöhten sich die Einfuhrpreise insgesamt im Schnitt um 0,9 Prozent.

Den größten Einfluss auf die Einfuhrpreisentwicklung im Vergleich zum Vorjahresmonat hat weiterhin die Preisentwicklung bei Energie. Hierfür mussten Importeure im Mai durchschnittlich mehr als ein Viertel weniger zahlen als im Vorjahresmonat (- 26,5 %). Am stärksten sanken die Importpreise für Mineralölerzeugnisse (– 29,8 %) und Rohöl (– 28,6 %). Aber auch Steinkohle (– 22,0 %) und Erdgas (– 21,9 %) waren gegenüber dem Vorjahr erheblich günstiger.

Gegenüber April verteuerten sich Energieimporte allerdings um 7,0 Prozent. Die Preise für importiertes Rohöl erhöhten sich auf Monatssicht sogar 14,2 Prozent, die für Mineralölerzeugnisse um 7,5 Prozent. Importiertes Erdgas verbilligte sich dagegen um 1,2 Prozent, elektrischer Strom auf Monatssicht um 1,0 Prozent.

Der Einfuhrpreisindex ohne Energie war um 2,7 Prozent niedriger als im Mai 2015, gegenüber April 2016 erhöhte er sich um 0,2 Prozent. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Einfuhrpreisindex im Mai 3,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau und 0,2 Prozent über dem April-Niveau.

Rohstoffpreise weiter im Sinkflug

Weiter abwärts bei den Einfuhrpreisen ging es auch bei den Rohstoffen. Sie verbilligten sich im Mai auf Jahressicht im Schnitt um 23,1 Prozent. Für Metalle mussten Importeure durchschnittlich 12,1 Prozent weniger zahlen als im Mai 2015, Nichteisen-Metalle in Rohform verbilligten sich im Schnitt sogar um 24,1 Prozent. Nickel kostete im Mai sogar ein Drittel weniger als im Vorjahresmonat (- 32,3 %), bei Rohaluminium und Rohkupfer lagen die Preise rund ein Viertel unter dem Niveau von Mai 2015 (– 25,5 % bzw. – 24,4 %).

Importierte Vorleistungsgüter verbilligten sich im Schnitt auf Jahressicht um 5,0 Prozent, die Preise für Investitionsgüter lagen durchschnittlich 0,8 Prozent unter dem Vorjahresstand, Konsumgüter waren 0,9 Prozent günstiger als im Mai 2015. Gebrauchs- und Verbrauchsgüter verbilligten sich ebenfalls, und zwar auf Jahressicht im Schnitt um 0,5 Prozent beziehungsweise 0,7 Prozent.

Auch Nahrungsmittel wurden günstiger. Hier verbilligten sich Importe im Schnitt um 1,1 Prozent, wobei die Preisentwicklung hier sehr unterschiedlich ausfiel. So lagen die Preise für importiertes Fleisch im Durchschnitt 3,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau, während Obst und Gemüse durchschnittlich 0,8 Prozent teuer waren als im Mai 2015. Importe von Rohkaffee sowie von Milch und Milcherzeugnissen verbilligten sich im Schnitt sogar um 10,1 Prozent.

cs/Destatis

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