VOLLTEXTSUCHE
News, 01.02.2012
Aushandelspreise 2011
Deutsche Importe 2011 mit stärkster Teuerung seit 11 Jahren
Deutsche Importe haben sich 2011 so stark verteuert wie seit der Jahrtausendwende nicht mehr. Die Jahresteuerungsrate der deutschen Exporte erreichte im vergangenen Jahr sogar ein 30-Jahreshoch. Im Dezember hat sich der Anstieg der Ein- und Ausfuhrpreise allerdings auf rund die Hälfte verlangsamt.
Die Preise im deutschen Außenhandel sind 2011 so stark gestiegen wie seit langem nicht mehr. Dem Statistischen Bundesamt (Destatis) zufolge stieg der Index der Einfuhrpreise 2011 im Jahresdurchschnitt um 8,0 Prozent. Wie das Statistikamt berichtet,  war das der stärkste Anstieg gegenüber einem Vorjahr seit dem Jahr 2000 (+10,2%).  Im Vorjahr hatten sich deutsche Importe im Schnitt um 7,8 Prozent auf Jahressicht verteuert. Ihren Höchststand erreichte die Jahresteuerungsrate der deutschen Einfuhrpreise im Februar mit 11,9 Prozent. Im Verlauf des Jahres schwächte sich die Teuerung der deutschen Einfuhren jedoch stetig ab. Im Dezember lag die Jahresteuerungsrate der deutschen Einfuhrpreise schließlich mit 3,9 Prozent nurmehr ein Drittel so hoch wie im Jahresdurchschnitt und zugleich so niedrig wie seit fast zwei Jahren nicht mehr (Februar: +2,6%). Gegenüber November verteuerten sich Importe im Dezember allerdings um 0,3 Prozent.

Deutsche Exporte verteuerten sich im Jahr 2011 im Durchschnitt um 3,7 Prozent und damit sogar so stark  wie seit 1982 nicht mehr, als der Index der Ausfuhrpreise um 4,3 Prozent gestiegen war. Am höchsten lag die  Jahresveränderungsrate im Februar und März mit jeweils 5,4 Prozent. Auch hier ließ allerdings der Preisdruck im Verlauf des Jahres deutlich nach. Im Dezember betrug die Jahresveränderungsrate der deutschen Ausfuhrpreise schließlich nurmehr 2,1 Prozent. Gegenüber November erhöhte sich der Index der deutschen Ausfuhrpreise im Dezember um 0,1 Prozent.

Preisexplosion bei Rohstoffen und Halbwaren

Verantwortlich für den starken Anstieg des Einfuhrpreisindex im Jahr 2011 war dem Statistikamt zufolge insbesondere die Preisentwicklung bei Rohstoffen wie Erdöl, Erdgas und Erzen sowie bei Halbwaren wie Mineralölerzeugnissen und Metallen. So stiegen etwa die Preise für importiertes Rohöl 2011 auf Jahressicht im Schnitt um 31,7 Prozent. Importiertes Mineralöl kostete im Durchschnitt 28,0 Prozent mehr als im Jahr 2010. Im Jahresmittel überstiegen hier die Preise dem Statistikamt zufolge sogar das Rekordniveau des Jahres 2008. Ohne die Preiserhöhungen bei Erdöl und Mineralölerzeugnissen wäre die Jahresveränderungsrate der deutschen Einfuhrpreise 2011 nur 5,1 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen.

Auch für Erze mussten Importeure 2011 erheblich mehr bezahlen als im Jahr zuvor. Hier verteuerten sich Importe im Schnitt auf Jahressicht um 23,3 Prozent. Die Preise für importiertes Eisenerz stiegen binnen Jahresfrist sogar um 34,6 Prozent. Importierte Nicht-Eisen-Metallerze kosteten 2011 im Jahresmittel 10,0 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Einfuhrpreisindex für Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen lag 8,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Nicht-Eisen-Metalle und Halbzeug verteuerten sich 2011 im Durchschnitt sogar um 12,2 Prozent.

Die Preise für Baumwolle schossen ebenfalls nach oben. Sie überstiegen das Vorjahresniveau im Jahresmittel sogar um 40,9 Prozent. Rohkaffee verteuerte sich 2011 im Jahresschnitt um 39,2 Prozent. Für Getreide mussten Importeure im vergangenen Jahr im Durchschnitt 33,7 Prozent mehr zahlen als 2010.
WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG