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News, 14.11.2011
Sinkender Preisdruck
Deutsche Großhandelspreise geben kräftig nach
Die Großhandelspreise in Deutschland sind im Oktober so stark auf Monatssicht gesunken wie seit dem Jahr 2008 nicht mehr. Die stärksten Preisrückgänge gegenüber September verzeichnete der Großhandel mit Kaffee, Tee, Kakao und Gewürzen.
Die rückläufige Preisentwicklung im deutschen Großhandel dürfte auch den Anstieg der Verbraucherpreise dämpfen.
Die rückläufige Preisentwicklung im deutschen Großhandel dürfte auch den Anstieg der Verbraucherpreise dämpfen.
Gute Nachricht von Inflationsfront: Wie das Statistische Bundesamt berichtet, sind die deutschen Großhandelspreise im Oktober gegenüber September im Schnitt um 3,2 Prozent gesunken. Das ist der stärkste Rückgang der Großhandelspreise binnen Monatsfrist seit Dezember 2008 (-3,2%). Die Jahresteuerungsrate ging ebenfalls zurück. Sie sank im Oktober den siebten Monat in Folge und notierte bei 5,0 Prozent. Im September waren Großhandelspreise noch leicht auf Monatssicht gestiegen (+0,1%) und 5,7 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen.

Deutliche Preisrückgänge gab es auf Großhandelsebene unter anderem bei Erzen, Metallen und Metallhalbzeug, die sich im Oktober im Schnitt erneut um 2,2 Prozent auf Monatssicht verbilligten und nurmehr eine Jahresteuerungsrate von 2,1 Prozent auswiesen. Im September waren die Preise für Erze, Metalle und Metallhalbzeug noch auf Jahressicht um 4,7 Prozent und im August sogar um 7,1 Prozent gestiegen.

Im Großhandel mit festen Brennstoffen und Mineralölerzeugnissen zeigte die Preisentwicklung ebenfalls nach unten. Sie kosteten im Oktober 1,1 Prozent weniger als im September, allerdings immer noch 15,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat (September: +17,4%). Auch Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze waren erheblich teurer als im Oktober 2010 (+22,3%), wenn auch deutlich günstiger als im September (-9,1%). Im September war die Jahresteuerungsrate allerdings noch bei 25,4 Prozent und im August sogar bei 32,3 Prozent gelegen.

Auch im Großhandel mit Getreide, Saatgut und Futtermittel schwächte sich der Preisdruck weiter ab. Hier sank das Preisniveau auf Monatssicht um 5,1 Prozent und die Jahresteuerung auf 4,1 Prozent. Im September hatten sich die Preise noch um 5,9 Prozent, im August um 19,0 Prozent und im Juli sogar um 43,3 Prozent auf Jahressicht erhöht.

Bei Milch, Milcherzeugnissen, Eiern, Speiseölen und Nahrungsfetten hat sich der Preisauftrieb dagegen wieder leicht verstärkt. Sie kosteten im Oktober auf Großhandelsebene durchschnittlich 7,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat (-0,2% gegenüber September). Im September hatte die Jahresveränderungsrate noch 6,4 Prozent betragen.  Anders bei Obst, Gemüse und Kartoffeln. Sie verbilligten sich auf Jahressicht im Durchschnitt um 4,8 Prozent (-2,6% gegenüber September).
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