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News, 01.12.2015
Einfuhrpreise weiter unter Vorjahresniveau
Energie- und Rohstoffimporte immer günstiger
Die Preistalfahrt bei Energie- und Rohstoffimporten hat sich im Oktober fortgesetzt und den Index der deutschen Einfuhrpreise den 34. Monat in Folge unter das Niveau des Vorjahresmonats gedrückt.
Die Entwicklung der deutschen Ein- und Ausfuhrpreise seit Januar 2010 (Grafik: Destatis)
Die Entwicklung der deutschen Ein- und Ausfuhrpreise seit Januar 2010 (Grafik: Destatis)
Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamt (Destatis) mussten Unternehmen in Deutschland im Oktober für Importe durchschnittlich 4,1 Prozent weniger zahlen als im Vorjahresmonat. Damit hat sich Talfahrt des deutschen Einfuhrpreisindex den sechsten Monat in Folge auf den tiefsten Stand seit März 2010 beschleunigt. Im April war die Jahresveränderungsrate noch bei - 0,6 Prozent gelegen. Gegenüber September gaben die deutschen Einfuhrpreise durchschnittlich 0,3 Prozent nach. Ökonomen hatten Medienberichten zufolge mit einem Rückgang im Jahresvergleich um 4,0 Prozent und binnen Monatsfrist um 0,2 Prozent gerechnet.

Den größten Einfluss auf die Gesamtpreisveränderung zum Vorjahr hatte wie auch schon in den Vormonaten die Entwicklung der Einfuhrpreise für Energie. Diese waren im Oktober 2015um 30,0 %niedriger als im Oktober 2014. Im Vorjahresvergleich sanken insbesondere die Importpreise für Erdöl (– 38,4 %) und Mineralölerzeugnisse (– 31,0 %). Aber auch Erdgas war gegenüber dem Vorjahr erheblich günstiger (– 19,6 %). Elektrischer Strom war hingegen um 2,0 % teurer.

Im Vergleich zu September 2015 verbilligten sich die Energieimporte nur geringfügig (– 0,1 %). Im Vormonatsvergleich fielen insbesondere die Preise für importiertes Erdgas (– 0,9 %), Mineralölerzeugnisse (– 0,7 %) und Steinkohle (– 0,5 %), während elektrischer Strom im Vormonatsvergleich um 18,9 % deutlich teurer wurde.

Der Einfuhrpreisindex ohne Energie war im Oktober 2015 um 0,3 % höher als im Oktober 2014, gegenüber September 2015 sank er um 0,3 %. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Einfuhrpreisindex im Oktober 2015 um 0,5 % unter dem Stand des Vorjahres und um 0,3 % unter dem Niveau des Vormonats.

Starke Preisrückgänge gegenüber dem Vorjahresmonat gab es im Oktober 2015 unter anderem auch bei importiertem Nickel in Rohform (– 25,6 %), Eisenerz (– 19,4 %), Rohaluminium (– 12,5 %) und Rohkupfer (– 11,3 %) sowie bei Milch und Milcherzeugnissen (– 11,1 %). Dagegen stiegen gegenüber Oktober 2014 unter anderem die Preise für Rohkakao (+ 23,4 %), Holz- und Zellstoff (+ 8,5 %), Rindfleisch (+ 6,1 %), Bekleidung (+ 5,2 %), elektronische Bauelemente (+ 4,2 %), pharmazeutische und ähnliche Erzeugnisse (+ 2,3 %) sowie für Maschinen (+ 2,3 %).  

cs/Destatis

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