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News, 22.09.2016
Rückgang der Insolvenzen setzt sich fort
Deutlich weniger Unternehmensinsolvenzen im ersten Halbjahr
Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen hat im ersten Halbjahr weiter abgenommen. Auch Verbraucherinsolvenzen gab es weniger als im Vorjahreszeitraum.
Die meisten Unternehmensinsolvenzen meldeten der Handel und das Baugewerbe.
Die meisten Unternehmensinsolvenzen meldeten der Handel und das Baugewerbe.

Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zufolge wurden von deutschen Amtsgerichten in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 10.999 Unternehmensinsolvenzen registriert. Das waren 4,8 Prozent weniger als in der ersten Jahreshälfte 2015. Im Juni unterschritt die Zahl der Unternehmensinsolvenzen das Niveau des Vorjahresmonats um 3,8 Prozent. Die Zahl der Insolvenzen von Verbrauchern ging im ersten Halbjahr ebenfalls zurück. Hier meldeten die Amtsgerichte einen Rückgang binnen Jahresfrist um 2,7 Prozent (39.228 Insolvenzanträge). Im Juni lag die Zahl der Verbraucherinsolvenzen allerdings leicht über dem Niveau des Vorjahresmonats (+ 0,2 %).

Auch Insolvenzen ehemals Selbstständiger wurden weniger im ersten Halbjahr registriert. Sie verringerten sich mit 10.029 Fällen im Vergleich zur ersten Hälfte letzten Jahres binnen Jahresfrist  um 2,3 Prozent. Im Juni zog die Zahl der Insolvenzen hier jedoch im Vorjahresvergleich mit einem Plus von 8,6 Prozent stark an. Die Gesamtzahl der Insolvenzen – inklusive der Insolvenzen natürlicher Personen als Gesellschafter sowie Nachlässen und Gesamtgut – lag im ersten Halbjahr mit 62.106 Verfahren 2,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Die Summe der Gläubigerforderungen durch Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für die erste Jahreshälfte auf rund 16,5 Milliarden Euro. Das waren 7,6 Milliarden mehr als im ersten Halbjahr 2015 (Forderungssumme: 8,9 Mrd. Euro). Grund für die nahezu doppelt so hohe Summe an offenen Forderungen trotz deutlich geringerer Zahl an Unternehmensinsolvenzen war, dass es in der ersten Jahreshälfte mehr Insolvenzen wirtschaftlich bedeutsamer Unternehmen gab als im Vergleichszeitraum 2015.

Die meisten Unternehmensinsolvenzen meldeten die Amtsgerichte aus dem Handel (1.994 Insolvenzanträge), dicht gefolgt vom Baugewerbe (1.899 Insolvenzen). Weitere vergleichsweise stark betroffene Branchen waren freiberufliche, wissenschaftlich und technische Dienstleister (1.254 Unternehmensinsolvenzen), das Gastgewerbe (1.183 Insolvenzanträge) und sonstige wirtschaftliche Dienstleister (1.021 Fälle). Dahinter folgten das Verarbeitende Gewerbe (816 Unternehmensinsolvenzen), der Wirtschaftszweig Verkehr und Lagerei (703 Insolvenzanträge) und sonstige Dienstleistungsunternehmen (431 Fälle).

cs/Destatis; Bild: Jan von Bröckel / pixelio.de

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