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News, 09.03.2010
Destatis
Rekordschaden durch Unternehmensinsolvenzen im Jahr 2009
Die Wirtschaftkrise hat 2009 erstmals seit sechs Jahren wieder zu einem erheblichen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen geführt. Dabei hat sich die Summe der offenen Forderungen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.
Nun ist es amtlich: Das Krisenjahr 2009 hat in der deutschen Wirtschaft eine Pleitewelle ausgelöst und Folgeschäden in Rekordhöhe verursacht. Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte, mussten im vergangenen Jahr 32.687 deutsche Unternehmen Insolvenz anmelden. Das ist ein Zuwachs um 11,6 Prozent. Damit lag die Zahl der Firmenpleiten erstmals wieder höher als im Jahr davor. Das letzte Mal war das 2003 der Fall gewesen, wo die Zahl der Unternehmensinsolvenzen mit 39.320 auf ein Rekordniveau geklettert war.

Rekordvolumen an offenen Forderungen

Trotzdem die Zahl der Unternehmensinsolvenzen deutlich unter der Rekordmarke von 2003 blieb, ist der wirtschaftliche Schaden, den die Firmenpleiten nach sich ziehen, so groß wie nie zuvor. So beziffern die Gerichte das Volumen der mit den Firmenpleiten einhergehenden offenen Forderungen für das Jahr 2009 auf etwa 85,0 Milliarden Euro. Laut Destatis ist das ein Negativ-Rekord. Der Grund dafür sei der Statistikbehörde zufolge, dass auch eine Reihe großer Firmen wie zum Beispiel Quelle Pleite gingen, was den Schaden in die Höhe trieb. Zum Vergleich: 2008 hatte die Forderungssumme aus Unternehmensinsolvenzen bei 33,5 Milliarden Euro gelegen. Mehr als verdoppelt hat sich auch die Anzahl der von Insolvenz betroffenen Arbeitnehmer: Während 2008 rund 122.000 Arbeitnehmer im Zuge einer Unternehmensinsolvenz einen Arbeitsplatzverlust befürchten mussten, waren 2009 knapp 251.000 Beschäftigte von Insolvenz betroffen.

Verbraucherinsolvenzen ebenfalls gestiegen

Auch bei Verbrauchern schlug die Wirtschaftskrise zu: Laut Destatis stieg die Zahl der Deutschen, die 2009 eine Verbraucherinsolvenz beantragten, gegenüber dem Vorjahr um 3,0 Prozent auf 101.102 Personen an. Im Jahr 2008 waren die Verbraucherinsolvenzen noch um 7,1 Prozent zurückgegangen und hatten sich damit erstmals seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999 positiv entwickelt. Auch bei den Selbstständigen, für die ebenso wie für Verbraucher die Möglichkeit der Restschuldbefreiung und der Stundung der Verfahrenskosten besteht, erhöhte sich die Zahl der Insolvenzen: Hier registrierten die Gerichte 2009 mit 24.634 Fällen ebenfalls 3,0 Prozent mehr Insolvenzanträge.

Die Gesamtzahl aller Insolvenzen einschließlich der 2.808 Nachlassinsolvenzen und der 1.676 Insolvenzen von natürlichen Personen, die als Gesellschafter größerer Unternehmen von einer Insolvenz betroffen waren, belief sich im vergangenen Jahr Destatis zufolge auf 162.907 Fälle. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg um 5,0 Prozent. 
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