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News, 01.06.2018
Datenschutz-Umfrage
Datenschutz größtes Hemmnis beim Einsatz neuer Technologien
Seit 25. Juni 2018 gilt die neue EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) vollumfänglich. Während Verbraucher von einer Ausweitung des Datenschutzes profitieren, werden die immer schärferen Datenschutzvorgaben für Unternehmen in Deutschland mehr und mehr zu einem digitalen Hemmschuh, zeigt eine aktuelle Umfrage.
Am stärksten von immer schärferen Datenschutzvorgaben ausgebremst, fühlt sich der Handel.
Am stärksten von immer schärferen Datenschutzvorgaben ausgebremst, fühlt sich der Handel.
Von der Künstlichen Intelligenz bis zur Individualmedizin: Viele Unternehmen und Organisationen prüfen derzeit, wie sie durch digitale Technologien neue Angebote entwickeln und wettbewerbsfähiger werden können. Beim konkreten Einsatz sehen sich jedoch dann viele Unternehmen ausgebremst und überfordert. Zu schaffen machen vor allem immer umfangreichere Datenschutzauflagen. Fast zwei Drittel aller Unternehmen in Deutschland (63 %) sehen hierin einen Bremsklotz für die Digitalisierung. Damit ist der Datenschutz das meistgenannte Hindernis beim Einsatz neuer Technologien. Das geht aus einer aktuellen Umfrage im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom unter mehr als 600 Unternehmen in Deutschland hervor.

Vor allem der Handel empfindet die immer höheren Datenschutzanforderungen als Hindernis beim Einsatz neuer Technologien. Hier sehen sich sogar vier von fünf Unternehmen (80 %) von Datenschutzvorgaben digital ausgebremst. Auch in der Industrie liegt der Datenschutz im  Ranking der Hemmnisse für die Einführung neuer Technologien mit einem Anteil von 57 Prozent an erster Stelle. Im Dienstleistungssektor kämpftebenfalls für mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Unternehmen Datenschutzanforderungen problematisch, wenn neue Technologien zum Einsatz kommen sollen.

„Datenschutzregeln dürfen nicht zum Hemmschuh für sinnvolle und notwendige Innovationen werden“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Neue Technologien wie Künstliche Intelligenz sind künftig die Grundlage unserer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und unseres gesellschaftlichen Wohlstands. Die Unternehmen müssen auf die Einhaltung hoher Datenschutzstandards verpflichtet werden, aber man darf dabei nicht über das Ziel hinausschießen.“ Vor diesem Hintergrund müssten auch die Auswirkungen der neuen Datenschutz-Grundverordnung genau beobachtet werden, um von offizieller Seite gegebenenfalls nachzubessern. Berg: „Es gilt, den Schutz von persönlichen Informationen in Einklang zu bringen mit nützlichen, datenbasierten Anwendungen und Diensten.“

cs/Bitkom; Bild: Pete Linforth / pixabay; Lizenz: CC0 Creative Commons
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