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News, 06.08.2014
Gefährdung durch Cyberkriminalität
Malware-Bedrohung in Bayern am größten
Internetnutzer aus Bayern, Sachsen und Baden-Württemberg sind als Ziel für Malware- und Virenattacken bei Cyberkriminellen innerhalb von Deutschland derzeit erste Wahl, zeigt eine Analyse des Kaspersky Security Networks (KSN).
Immer beliebter als Angriffsziel: Smartphones und Tablets. Dennoch hat laut einer YouGov-Studie nur jeder zweite Smartphone-Nutzer eine Antivirus-Software installiert.
Immer beliebter als Angriffsziel: Smartphones und Tablets. Dennoch hat laut einer YouGov-Studie nur jeder zweite Smartphone-Nutzer eine Antivirus-Software installiert.
Nirgendwo in Deutschland sind Internetnutzer einem größeren Risiko ausgesetzt, Opfer eine Attacke mit Malware, also eines Schadprogramms wie etwa einem Trojaner, zu werden oder sich auf ihrem stationären Rechner, Notebook, Smartphone oder Tablet einen Virus einzufangen, wie in Bayern. Das geht aus dem erstmals erstellten Malware- und Infektions-Risiko-(MIR)-Report von Kaspersky Lab hervor, der auf einer Auswertung des Kaspersky Security Networks (KSN) basiert. Danach wurden in Bayern zwischen April und Juni dieses Jahres durchschnittlich 25,73 Virenalarme registriert und damit so viele wie in keinem anderen Bundesland. Am sichersten sind Anwender in Brandenburg im Internet unterwegs. Hier ergab die Analyse lediglich 15,01 mittleren Virenalarmen. Auf den Plätzen 2 und 3 in Sachen Infektionsgefährdung landeten die Bundesländer Sachsen und Baden-Württemberg.

Insgesamt verzeichnete der IT-Sicherheitsexperte deutschlandweit im zweiten Quartal mehr als 65 Millionen Virenalarme, die durch die Kaspersky-Lösungen ausgelöst wurden. Setzt man die Virenalarme mit der Anzahl der Teilnehmer am Kaspersky Security Network in den jeweiligen Bundesländern in Relation, erhält man ein aussagekräftiges Bild darüber, wie malwareinfektionsgefährdet Nutzer von IT-Sicherheitslösungen in den einzelnen Bundesländern sind.

„Wir stufen die Cyberbedrohungslage in den jeweiligen Bundesländern nach den Kategorien ,gering‘, ,mittel‘, ,hoch‘ und ,sehr hoch‘ infektionsgefährdet ein“, erklärt Christian Funk, Leiter des deutschen Forschungs- und Analyseteams bei Kaspersky Lab. „Laut unseren Analysen war im Untersuchungszeitraum keines der Bundesländer sehr stark infektionsgefährdet, allerdings weisen sechs Länder ein hohes und neun ein mittleres Infizierungsrisiko auf. Lediglich Nutzer in Brandenburg hatten im zweiten Quartal nur leicht mit Viren, Würmern und Trojanern zu kämpfen.“

Der MIR-Report von Kaspersky Lab ergibt für den Zeitraum April bis Juni 2014 folgende Rangfolge hinsichtlich der mittleren Virenalarme pro Nutzer:
  1. Bayern: 25,73 Virenalarme; Gefährdungsstufe hoch
  2. Sachsen: 25,38 Virenalarme; Gefährdungsstufe hoch
  3. Baden-Württemberg: 25,08 Virenalarme; Gefährdungsstufe hoch
  4. Nordrhein-Westfalen: 24,80 Virenalarme; Gefährdungsstufe hoch
  5. Berlin: 23,42 Virenalarme; Gefährdungsstufe hoch
  6. Thüringen: 23,34 Virenalarme; Gefährdungsstufe hoch
  7. Niedersachsen: 22,89 Virenalarme; Gefährdungsstufe mittel
  8. Hamburg: 22,72 Virenalarme; Gefährdungsstufe mittel
  9. Bremen: 22,34  Virenalarme; Gefährdungsstufe mittel
  10. Rheinland-Pfalz: 21,60 Virenalarme; Gefährdungsstufe mittel
  11. Hessen: 21,17 Virenalarme; Gefährdungsstufe mittel
  12. Saarland: 20,26 Virenalarme; Gefährdungsstufe mittel
  13. Schleswig-Holstein: 18,27 Virenalarme; Gefährdungsstufe mittel
  14. Sachsen-Anhalt : 16,71 Virenalarme; Gefährdungsstufe mittel
  15. Mecklenburg-Vorpommern: 16,20 Virenalarme; Gefährdungsstufe mittel
  16. Brandenburg: 15,01  Virenalarme; Gefährdungsstufe gering
Eine Analyse der Infektionsentwicklung in den einzelnen Monaten zeigt, dass die mittleren Virenalarme innerhalb Deutschlands im gesamten zweiten Quartal 2014 vergleichsweise konstant waren.

Bei E-Mail-Gefahren und lokalen Virenfunden führt Sachsen

Der MIR-Report beinhaltet alle Virenalarme, die beim Surfen, bei der E-Mail-Kommunikation und durch einen lokalen Scan der Virenschutzprogramme ausgelöst wurden. Nimmt man alle drei Kategorien zusammen führt Bayern – vor allem wegen der bundesweit überdurchschnittlich beim Surfen ausgelösten Alarme.

Wenn es allerdings ausschließlich um Gefahren bei der E-Mail-Kommunikation und lokalen Schädlingsfunden geht, zieht der Freistaat Sachsen am Freistaat Bayern vorbei. So liegt Sachsen zum einen bei den Gefahren über infizierte Anhänge und in E-Mails enthaltene Links mit durchschnittlich 8,96 von Kaspersky Lab gemessenen Mail-Alarmen pro Teilnehmer am Kaspersky Security Network (KSN) in Deutschland an der Spitze. In dieser Kategorie liegt das Saarland auf dem letzten, und damit sichersten Platz (2,63 mittlere E-Mail-Alarme).

In Sachsen stehen auch die Rechner, mit den meisten von Kaspersky Lab erkannten und blockierten lokalen Angriffsversuchen (29,30 mittlere lokale Virenalarme). Es folgen Bayern (28,58 mittlere lokale Virenalarme) und Baden-Württemberg (26,92 mittlere lokale Virenalarme). Am wenigsten lokale Schädlingsalarme wurden im zweiten Quartal auf den Rechnern der Nutzer in Brandenburg (15,89 mittlere lokale Virenalarme) ausgelöst.

Deutschland im weltweiten Vergleich auf Platz 20

Setzt man die von Kaspersky Lab zwischen April und Juni gemessenen Web-Bedrohungen für Deutschland in den weltweiten Vergleich, liegt Deutschland auf dem zwanzigsten Rang und gilt in der globalen Analyse als mittelriskant angriffsgefährdet; auf den ersten drei Plätzen der am stärksten gefährdeten Länder liegen hier Russland, Kasachstan und Armenien. Die größte Gefahr einer Infizierung über das Internet ergibt sich nach wie vor über Drive-by-Downloads. Hier wird der Nutzer ohne sein aktives Zutun unbemerkt infiziert, wenn er eine kompromittierte (gehackte) Seite besucht.
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