VOLLTEXTSUCHE
News, 08.06.2009
Boreout
Deutsche Fach- und Führungskräfte häufig unterfordert
Trotzdem der Leistungsdruck in Unternehmen stetig steigt, füllt sich ein großer Teil der deutsche Fach- und Führungskräfte in ihrem Arbeitsalltag unterfordert. Burnout-Erscheinungen in Form von zu viel Stress und Überforderung beklagt hingegen gegenwärtig nur rund jede Siebte.
Laut einer aktuellen europaweiten Umfrage des Stellenportals StepStone, an der sich insgesamt 11.238 Fach- und Führungskräfte aus sechs europäischen Ländern, darunter über 5.000 Personen aus Deutschland, beteiligt haben, leiden fast vier von zehn befragten deutschen Fach- und Führungskräften unter so genannten Boreout-Erscheinungen. Danach erklärten 39 Prozent der deutschen Umfrageteilnehmer, dass sie im Büro zwar den Eindruck erweckten, beschäftigt zu sein, sich aber tatsächlich unterbeschäftigt fühlten.  Dass der Arbeitsaufwand und die Jobanforderungen sie an ihre Leistungsgrenze bringen oder ihre Leistungsfähigkeit gar übersteigen, berichteten demgegenüber nur 14 Prozent der deutschen Fach- und Führungskräfte. Bei knapp die Hälfte der Befragten (47%) gibt es hingegen keinen Grund zu Klage, demnach bei ihnen Tätigkeit und Arbeitspensum genau der eigenen Leistungsfähigkeit entsprechen.

Am zufriedensten im Hinblick auf die Jobanforderungen zeigen sich der Umfrage zufolge Fach- und Führungskräfte in den Niederlanden, wo fast zwei Drittel der Befragten (63%) sich in optimaler Weise ausgelastet fühlen und nur gut jeder Fünfte bzw. Siebte angibt, dass der eigene Job ihn unterfordert (22%) bzw. überansprucht (15%). Nur Dänen sehen sich noch seltener unterfordert (21%), während Deutschland bei dieser Problematik die Spitzenposition einnimmt – ganz im Gegensatz zum Thema „Überlastung“, das deutsche Spitzenkräfte europaweit am seltensten beklagen. Schlusslicht in Sachen adäquate Jobauslastung ist mit weitem Abstand Belgien, wo nur rund jeder Dritte (34%) angibt, dass die Tätigkeit der eigenen Leistungsfähigkeit entspricht, und sich zwei Drittel der Befragten über- bzw. unterfordert fühlen (jeweils 33%).

„Bei Managern, die sich unterfordert fühlen, spricht man von einem Boreout-Syndrom. Dies ist genau das Gegenteil eines Burnouts, kann aber ähnlich fatale Folgen haben“, erläutert Wolfgang Bruhn, Vorstand der StepStone Deutschland AG. So führe dauerhafte Fehlbelastung zu Langeweile, dem Verlust der Identifikation mit dem Beruf und Resignation. Die Folge sei, dass Arbeitnehmer in wichtigen Funktionen nur einen Bruchteil dessen leisten, was sie könnten. „Das ist fatal für das Selbstwertgefühl des Betroffenen und natürlich für die Verwirklichung von Unternehmenszielen“, so der Vorstand.

Quelle: StepStone

WEITERE NEWS AUS DIESER KATEGORIE
NACHRICHTEN AUS ANDEREN RESSORTS
SUCHE
Volltextsuche





Profisuche
Anzeige
PRESSEFORUM MITTELSTAND
Pressedienst
LETZTE UNTERNEHMENSMELDUNGEN
BRANCHENVERZEICHNIS
Branchenverzeichnis
Kostenlose Corporate Showrooms inklusive Pressefach
Kostenloser Online-Dienst mit hochwertigen Corporate Showrooms (Microsites) - jetzt recherchieren und eintragen! Weitere Infos/kostenlos eintragen
Anzeige
BUSINESS-SERVICES
© novo per motio KG