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News, 08.05.2013
EU-Weiterbildungserhebung
Betriebliche Weiterbildung in deutschen Unternehmen Standard
Fast drei Viertel aller Unternehmen mit zehn und mehr Beschäftigten in Deutschland bieten ihren Mitarbeitern die Möglichkeit zur Weiterbildung. Im Durchschnitt ließen sich die Firmen die Fort- und Weiterbildung je Beschäftigtem 2010 gut 700 Euro kosten.
Zwei Drittel der Unternehmen setzen auch nicht klassische Formen der Weiterbildung (bspw. E-Learning) ein.
Zwei Drittel der Unternehmen setzen auch nicht klassische Formen der Weiterbildung (bspw. E-Learning) ein.

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes haben im Jahr 2010 in Deutschland 73 Prozent der Unternehmen in der Größenklasse ab 10 Beschäftigten in Maßnahmen zur Fort- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investiert. Das waren drei Prozentpunkte mehr als im Jahr 2005. Das ergab die „Vierte Europäische Erhebung über die berufliche Weiterbildung in Unternehmen“, in deren Rahmen Unternehmen in Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) sowie in Norwegen und Kroatien zu ihrem Weiterbildungsengagement befragt wurden. In Deutschland nahmen an der Befragung rund 10 000 Unternehmen mit 10 und mehr Beschäftigten aus nahezu allen Wirtschaftsbereichen teil. Die letzte derartige Erhebung hatte es im Jahr 2005 gegeben.

Ob und in welcher Form sowie in welchem Umfang das Angebot zur Weiterbildung an Beschäftigte ergeht, hängt allerdings auch von der Unternehmensgröße ab. So boten 2010 im Durchschnitt aller Unternehmensklassen 61 Prozent der Unternehmen ihren Mitarbeitern die klassische Form der Weiterbildung in Form von Kursen und Seminaren an. Von den Betrieben mit 10 bis 19 Angestellten tat dies jedoch nur die Hälfte (51%), während Großunternehmen (93%) fast ausnahmslos die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter durch konkrete Angebote förderten. Andere Formen der betrieblichen Weiterbildung wie etwa Informationsveranstaltungen, Job-Rotation und selbstgesteuertes Lernen in Form von beispielsweie E-Learning boten 66 Prozent der Unternehmen mit zehn und mehr Beschäftigten im Jahr 2010 an.

Durchschnittlich entstanden Unternehmen bei Beschäftigten, die an Lehrveranstaltungen teilnahmen, Kosten in Höhe von 1.563 Euro. Die Weiterbildungskosten je Beschäftigten beliefen sich in Unternehmen, die solche Angebote unterbreiteten, im Schnitt auf 734 Euro. Der größte Teil der Weiterbildungskosten entfiel mit 49 Prozent auf Arbeitsausfallzeiten. Teilnahmegebühren für offene Lehrveranstaltungen sowie Kosten für externes Weiterbildungspersonal (für bspw. Inhouse-Seminare) machten 32 Prozent der Weiterbildungskosten aus. Weitere 11 Prozent entfielen auf internes Weiterbildungspersonal, die Kosten für Räume, Schulungsequipment, Unterrichtsmaterial und Reisekosten machten acht Prozent der Weiterbildungskosten aus.

Weitere Ergebnisse sowie eine detaillierte Beschreibung der Erhebung finden sich in dem Aufsatz „Berufliche Weiterbildung in Unternehmen 2010" aus der monatlichen Publikation "Wirtschaft und Statistik" (Heft 04/2013).

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