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News, 20.10.2010
BMWi-Lagebericht
Konjunktur in Deutschland bleibt stabil
Die deutsche Wirtschaft bleibt auf Erholungskurs. Stütze der deutschen Konjunktur ist neben der Industrie verstärkt auch der private Konsum, berichtet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi).
Auch bei den Neuzulassungen im privaten Kfz-Bereich ist eine Belebung zu verzeichnen.
Auch bei den Neuzulassungen im privaten Kfz-Bereich ist eine Belebung zu verzeichnen.
Wie das BMWi in seinem aktuellen Bericht zur Lage der deutschen Wirtschaft mitteilt, setzt sich die konjunkturelle Erholung in Deutschland in der zweiten Jahreshälfte fort. Zwar habe sich das Aufholtempo erwartungsgemäß verlangsamt, jedoch der Aufschwung erheblich an Breite gewonnen und sich verfestigt. „Das Wachstum der Weltwirtschaft dürfte aber insbesondere in den Industriestaaten, die für den deutschen Außenhandel nach wie vor von zentraler Bedeutung sind, in den kommenden Quartalen ruhiger verlaufen“, so das Bundeswirtschaftsministerium in seinem am Montag veröffentlichten Lagebericht. Die deutschen Exporte blieben dem Bericht zufolge aber trotz der nachlassenden Dynamik und des wieder stärkeren Euros, wenn auch in abgeschwächter Form,  auf Wachstumskurs.

„Das Geschäftsklima in der Wirtschaft ist weiterhin positiv, wenn auch bezüglich der Einschätzung der Zukunft nochmals etwas weniger zuversichtlich als in den Vormonaten“, heißt es in dem Bericht. Allerdings deute der Rückgang der ZEW-Konjunkturerwartungen darauf hin, dass die Risiken für die konjunkturelle Entwicklung nach wie vor höher seien als gewöhnlich. Grund hierfür seien die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie die Finanz- und Staatsschuldenkrise sowie erhöhte konjunkturellen Risiken in einigen Ländern. Laut BMWI dürfte die deutsche Wirtschaft aber auch bei einer sich abzeichnenden ruhigeren Gang 2010 insgesamt kräftig zulegen und „den größeren Teil der krisenbedingten Wachstumseinbußen aufholen“. In diesem Kontext verwies das BWMi auf das am 14. Oktober von den wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstituten vorgelegte Herbstgutachten, das für das Jahr 2010 ein Wachstum des deutschen Bruttoinlandesproduktes (BIP) von preisbereinigt  3,5 Prozent und für 2011 von 2,0 Prozent prognostiziert.

Weiter aufwärts gerichtet bleibt insbesondere die Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe, das seine Produktion im August – nach einer ruhigeren Entwicklung in den Vormonaten - wieder spürbar ausgeweitet hat. So stieg die Industrieproduktion im August preis- und saisonbereinigt um 1,8 Prozent und auf Dreimonatssicht um 2,8 Prozent. Gleichzeitig stiegen Auftragseingänge im August gegenüber Juli um 3,4 Prozent, womit die Industrie das im Vormonat verzeichnete Auftragsminus mehr als wettzumachen vermochte. Zwar schwächte sich auch an der Auftragsfront die Dynamik ab, im Dreimonatsvergleich erhöhten sich die Auftragseingänge aber immer noch um 4,7 Prozent. Das Geschäftklima wird daher von den Industriebetrieben weiterhin sehr positiv beurteilt. „Insgesamt dürfte die Industrie damit auch in den kommenden Monaten eine wichtige Stütze der konjunkturellen Entwicklung bleiben“, erklärte das BMWi.

Auch im Einzelhandel stehen die Zeichen gut, der im zweiten Halbjahr verstärkt von weiter steigenden Konsumausgaben profitieren dürfte. Zwar verbuchte der Einzelhandel im August ein leichtes Umsatzminus, auf Zweimonatssicht erhöhte sich der Einzelhandelsumsatz aber um 0,6 Prozent. Auch lag der Umsatz über dem Niveau des Vorquartals. „Insgesamt schaffen die verbesserte Arbeitsmarktsituation, das ruhige Preisklima sowie die Entlastungsmaßnahmen bei den Einkommen der privaten Haushalte, die Anfang des Jahres in Kraft traten, Rahmenbedingungen, die deutlich für eine weitere Belebung der privaten Konsumausgaben sprechen“, so das Bundeswirtschaftsministerium.

Eine ruhigere Entwicklung zeichnet sich dagegen im Bauhauptgewerbe ab, wo die Erzeugung im August um 0,4 Prozent zurückging. Dem BWMi zufolge könne das Bauhauptgewerbe aber dennoch insgesamt das erhöhte Niveau des Frühjahrs halten. „Die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe erhöhten sich im aktuellen Berichtsmonat Juli zwar kräftig um 5,0 %, allerdings nach einem viermonatigen Rückgang in Folge“, heißt es in dem Bericht. Ein eindeutiger Trend sei hier jedoch zurzeit nicht auszumachen. „Rückläufigen öffentlichen Aufträgen stehen angesichts der günstigen Hypothekenzinsen und der allgemeinen wirtschaftlichen Belebungen zunehmende Aufträge sowohl aus dem privaten Wohnungsbau als auch gewerblichen Bau gegenüber. Insgesamt dürfte die Bauproduktion damit weiter leicht zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum beitragen“, so das BMWi.
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