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News, 25.06.2010
Außenhandelspreise
Importe verteuern sich erneut
Im Zuge des weltweiten Aufschwungs sind die Preise für Importe im Mai auf Jahressicht so stark gestiegen wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Gleiches gilt für den Export.
Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hat sich der Anstieg der Ein- und Ausfuhrpreise im Mai zum fünften Mal in Folge beschleunigt. Wie die Statistikbehörde berichtet, stieg der Index der Einfuhrpreise im vergangenen Monat gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,5 Prozent. Das war die höchste Jahresteuerungsrate seit November 2000 (+10,6% gegenüber dem Vorjahresmonat). In den Vormonaten April und März hatte die Jahresteuerungsrate noch bei 7,9 bzw. 5,0 Prozent gelegen. Der Index der Ausfuhrpreise stieg im Mai auf Jahressicht um 3,6 Prozent und damit so stark wie seit Oktober 2000 (+ 3,9%) nicht mehr. Auch hier hat sich der Preisanstieg erneut beschleunigt (April: +3,0%; März: +2,0%).

Maßgeblich für den höchsten Anstieg der Einfuhrpreise seit fast zehn Jahren waren insbesondere die erheblich höheren Energiepreise, die im Mai um 26,8 Prozent über dem Vorjahresmonat lagen, allerdings gegenüber April um 2,6 Prozent sanken. Den stärksten Preisauftrieb gab es bei Mineralölerzeugnissen, die sich im Mai auf Jahressicht um 45,0 Prozent verteuerten, allerdings um 1,2 Prozent günstiger waren als im April, sowie beim Rohöl, das gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 40,7 Prozent mehr kostete, ebenfalls aber billiger war als im April (-6,6%).  Beim Erdgas lagen die Preise im Mai um 2,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats (+2,8% gegenüber April 2010). Auf Jahressicht günstiger dagegen war Steinkohle, wo die Einfuhrpreise im Mai um 14,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau lagen (+8,7% gegenüber April) um 8,7 Prozent zulegten. Ohne Berücksichtigung der Einfuhrpreise für Erdöl und Mineralölerzeugnisse hätten sich Importe lediglich um 5,5 Prozent auf Jahressicht verteuert.

Rohstoffpreise ebenfalls weiter deutlich über Vorjahresniveau

Bei den Rohstoffen waren Nicht-Eisen-Metallerze im Mai 2010 um 48,2% teurer als im Vorjahresmonat, allerdings 2,3 Prozent günstiger als im April. Nicht-Eisen-Metalle (bspw. Kupfer und Aluminium) verteuerten sich im Mai auf Jahressicht um 38,0 Prozent und gegenüber April um 1,1 Prozent. „Insbesondere die Rohkupferpreise stiegen im Mai 2010 gegenüber Mai 2009 deutlich, und zwar um 59,5 Prozent. Sie sanken aber gegenüber April 2010 um 4,9 Prozent“, so das Statistische Bundesamt. Den stärksten Preisauftrieb weist weiterhin das zur Stahlerzeugung verwendete Nickel auf, für das Importeure im Mai erneut mehr als doppelt so viel (+101,2%) bezahlen mussten wie im Vorjahresmonat und 1,0 Prozent mehr als im April. Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen verteuerten sich im Mai auf Jahressicht um 31,2 Prozent und gegenüber April um 2,5 Prozent. Die Preise für Eisenerz lagen ebenfalls deutlich über dem Vorjahresniveau (+7,4%) und stiegen gegenüber April um 14,2 Prozent.

Im Nahrungsmittelsektor verteuerte sich im Mai am stärksten Rohkaffee, für den Importeure 12,5 Prozent mehr zahlen mussten als im Vorjahreszeitraum und 6,0 Prozent mehr als im April. Die Preise für Milch und Milcherzeugnisse lagen mit einem Anstieg um 9,7 Prozent ebenfalls deutlich über dem Vorjahresniveau und 2,7 Prozent höher als im April. Im Vergleich zum Vorjahr günstiger hingegen waren Getreide (-4,9%) und importiertes Geflügelfleisch (-7,4%).
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