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News, 23.10.2014
25 Milliarden für SGB XII-Leistungen
Ausgaben für Sozialhilfe deutlich gestiegen
Der Sozialhilfe-Topf in Deutschland wächst weiter: 2013 erhielt im Durchschnitt jeder Bundesbürger 311 Euro netto an staatlichen Unterstützungsleistungen. Das war summa summarum eine Milliarde Euro mehr als 2012.
Die Altersarmut wächst: 2013 wurden erheblich mehr Hilfen für die Grundsicherung im Alter geleistet als 2012.
Die Altersarmut wächst: 2013 wurden erheblich mehr Hilfen für die Grundsicherung im Alter geleistet als 2012.

Im Jahr 2013 wurden insgesamt in Deutschland 25,0 Milliarden Euro netto für Unterstützungsleistungen nach dem Zwölften Buch Sozialgesetzbuch, kurz SGB XII „Sozialhilfe“ ausgegeben. Das waren 4,3 Prozent mehr als im Jahr davor (2012: 24,0 Mrd. Euro). Das geht aus aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes hervor. 2012 hatten die Sozialhilfeausgaben sogar um 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegt.

Starker Zuwachs der Ausgaben für Grundsicherung

Größter Ausgabenblock waren auch im Jahr 2013 Eingliederungshilfen für behinderte Menschen. Sie beliefen sich auf insgesamt rund 14,0 Milliarden Euro netto. Das waren 300 Millionen Euro beziehungsweise 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anteil an den Gesamtausgaben blieb mit 56 Prozent jedoch konstant. Zweitgrößter Posten (20,8 %) waren Leistungen für die „Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung“. Hier legten die Ausgaben deutlich stärker zu, nämlich um 10 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro (2012: 4,7 Mrd. Euro). Weitere 13,2 Prozent des Sozialhilfe-Topfes (3,3 Mrd. Euro) wurden für die „Hilfe zur Pflege“ aufgewandt (2012: 3,2 Mrd. Euro) und knapp 10 Prozent (2,4 Mrd. Euro) für sonstige Ausgaben wie etwa Hilfen für den Lebensunterhalt und im Bereich Gesundheit.

Pro-Kopf-Ausgaben für Sozialhilfe im Westen erheblich höher als im Osten

Umgerechnet auf die Gesamtbevölkerung in Deutschland erhielt 2013 im Durchschnitt jeder Einwohner Sozialhilfeleistungen in Höhe von 311 Euro netto. Beim Blick auf die Regionen zeigten sich jedoch sehr große Unterschiede. So lagen die Pro-Kopf-Ausgaben in den alten Bundesländern (ohne Berlin) mit 321 Euro um rund ein Fünftel höher als in den neuen Bundesländern (einschließlich Berlin), wo sich die Leistungen pro Kopf nur durchschnittlich auf 268 Euro beliefen. Die höchsten Pro-Kopf-Ausgaben wiesen 2013 die Stadtstaaten auf, allen voran der Stadtstaat Hamburg (494 Euro), gefolgt von Bremen (488 Euro) und Berlin (478 Euro). Spitzenreiter unter den westdeutschen Flächenländern war Nordrhein-Westfalen (369 Euro), am wenigsten für Sozialhilfe je Einwohner gaben Baden-Württemberg (230 Euro) und Bayern (273 Euro) aus. Bei den ostdeutschen Flächenländern führte mit 269 Euro Mecklenburg-Vorpommern das Ranking an, am geringsten waren die Pro-Kopf-Ausgaben im vergangenen Jahr in Sachsen (159 Euro).

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