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News, 05.12.2012
Ausfuhrplus im 3. Quartal:
Deutsche Exporte weiter auf Rekordkurs
Trotz eines Rückgangs der Exporte in die Europäische Union (EU) hat die deutsche Wirtschaft auch im dritten Quartal ein deutliches Ausfuhrplus erzielt. Besonders die Exporte in den USA sowie nach Japan und Korea legten kräftig zu.
Laut Prognose des Groß- und Außenhandelsverbandes BGA dürften die deutschen Exporte in diesem Jahr die 1,1 Billionen-Euro-Marke knacken.
Laut Prognose des Groß- und Außenhandelsverbandes BGA dürften die deutschen Exporte in diesem Jahr die 1,1 Billionen-Euro-Marke knacken.

Deutschlands Exporteure lassen sich auch weiterhin nicht von der Euro-Schuldenkrise unterkriegen: Trotz eines Einbruchs der Exporte im September konnten deutsche Unternehmen ihre Ausfuhren insgesamt im dritten Quartal erneut auf Jahressicht nach oben schrauben. So versandten deutsche Exporteure kumuliert von August bis Oktober dem Statistischen Bundesamt zufolge Waren im Wert von 275,4 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2011 ist das ein Zuwachs um 3,6 Prozent. Damit steht in den ersten drei Quartalen dieses Jahres insgesamt auf Jahressicht ein Ausfuhrplus von 4,1 Prozent zu Buche.

Dass die deutsche Wirtschaft auch das dritte Quartal mit einem Ausfuhrplus abschließen konnte, war in erster Linie der starken Nachfragedynamik im außereuropäischen Ausland geschuldet. So stiegen die Versendungen in Länder außerhalb der Europäischen Union (EU) mit einem Ausfuhrvolumen von 122,3 Milliarden Euro gegenüber dem dritten Vierteljahr 2011 um 9,9 Prozent. Zugleich erhöhte sich der Anteil der Exporte in die sogenannten Drittländer auf 44,4 Prozent. Besonders starke Exportzuwächse verzeichnete die deutsche Wirtschaft in den USA. Hier verbuchten deutsche Unternehmen mit Warenlieferungen im Wert von 23,6 Milliarden Euro auf Jahressicht ein Ausfuhrplus von 25,7 Prozent. Kräftige Zuwächse erzielten deutsche Exporteure zudem in Korea (+15,8% auf 3,4 Mrd. Euro) und in Japan (+12,9% auf 4,6 Mrd. Euro). Auch nach Russland exportierten deutschen Unternehmen deutlich mehr (+7,6% auf 10,2 Mrd. Euro). Im Außenhandel mit China zeigten sich dagegen deutliche Bremsspuren: Hier stand im dritten Quartal mit einem Ausfuhrvolumen von 16,1 Milliarden Euro auf Jahressicht nurmehr ein Ausfuhrplus von 0,9 Prozent zu Buche.

Schlechter lief es in Europa, wo die deutschen Ausfuhren im dritten Vierteljahr mit einem Gesamtvolumen von 153,0 Milliarden Euro insgesamt auf Jahressicht um 0,9 Prozent nach unten zeigten. Hier machte sich vor allem wirtschaftlich prekäre Lage in den südlichen Eurozone-Krisenländern bemerkbar, die aus Deutschland erheblich weniger Waren bezogen als im Vorjahresquartal. So gingen allein die deutschen Exporte nach Italien binnen Jahresfrist um 12,4 Prozent zurück. In Spanien betrug der Rückgang sogar 13,2 Prozent (Portugal: -11,0%;  Griechenland: -6,9%). Die kräftigen Exportrückgänge in den Krisenländern konnten auch die deutlichen Ausfuhrzuwächse in Frankreich (+3,2%) und den Niederlanden (+1,6%) nicht kompensieren. So verzeichnete die deutsche Wirtschaft in den Eurozone-Ländern unterm Strich im dritten Quartal mit einem Ausfuhrvolumen von 99,1 Milliarden Euro einen Rückgang der Exporte binnen Jahresfrist um 3,2 Prozent. Durch deutliche Exportzuwächse in den EU-Mitgliedsstaaten, die nicht der Eurozone angehören, um 3,3 Prozent auf 54,0 Milliarden Euro konnte allerdings der Ausfuhrrückgang in der Eurozone etwas aufgefangen werden. Insbesondere die Versendungen nach Großbritannien legten im Vergleich zum Vorjahr kräftig zu (+13,9%).

„Von unserem kräftigen Wachstum im Asien- und Amerika-Geschäft profitieren als Zulieferer vieler Komponenten auch unsere europäischen Nachbarn, beispielsweise Spanien, Italien und Frankreich. Ohne die Wachstumslokomotive Deutschland wären diese Länder längst in der Depression versunken", so Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA). Für das Gesamtjahr 2012 erwartet der BGA gegenüber dem Vorjahr ein nominales Ausfuhrplus von 4,0 Prozent und Rekordausfuhren in Höhe von 1.103 Milliarden Euro. 2013 rechnet der Verband mit einem weiteren Wachstum der Exporte um fünf Prozent auf 1.158 Milliarden Euro.

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