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News, 10.10.2013
Stockende Auslandsnachfrage
Auftragseingänge in der Industrie unter den Erwartungen
Die deutsche Industrie hat im August den zweiten Monat in Folge einen Rückgang der Bestellungen hinnehmen müssen. In der Tendenz bleibt allerdings der Auftragseingang aufwärts gerichtet.
Im Vorjahresvergleich hat sich der Auftragseingang in der Industrie jedoch erhöht. Am besten lief es zuletzt bei den Vorleistungsgüterproduzenten.
Im Vorjahresvergleich hat sich der Auftragseingang in der Industrie jedoch erhöht. Am besten lief es zuletzt bei den Vorleistungsgüterproduzenten.
Im Inland hui, im Ausland pfui – vorläufigen Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) zufolge hat sich der Auftragseingang in der deutschen Industrie im August erheblich schwächer entwickelt als von Ökonomen erwartet. So schwächte sich die Industrienachfrage im August, nachdem das Ordervolumen im Juli bereits um 1,9 Prozent (aufwärts revidiert) zurückgegangen war, den zweiten Monat in Folge um weitere 0,3 Prozent  ab. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten im Mittel eigentlich mit einer deutlichen Belebung der Industrienachfrage um 1,1 Prozent gerechnet. Allerdings war die negative Monatsbilanz im Juli erheblich von einem überdurchschnittlich hohen Volumen an Großaufträgen im Juni beeinflusst. Ein Umstand, der auch im August nachwirkte, da auch hier der Umfang an Großaufträgen geringer als im Durchschnitt war.

Verantwortlich für das unerwartete Orderminus war ein deutlicher Rückgang der Auftragseingänge aus dem Ausland. Hier schwächte sich die Nachfrage, nach dem Einbruch im Juli (-4,5 %) weiter um 2,1 Prozent ab. Dass unter dem Strich beim Auftragseingang nur ein leichtes Minus stand, war einer deutlichen Belebung der Nachfrage aus dem Inland zu verdanken, aus dem im August 2,2 Prozent mehr Orders kamen als im Juli. Auftragstreiber war hier die Investitionsgüterindustrie, die im Inland einen Nachfrageschub um 4,5 Prozent verzeichnete. Inlands- und Auslandsbestellung zusammengenommen verbuchten jedoch nur die Vorleistungsgüterproduzenten einen Anstieg der Bestellungen gegenüber Juli (+ 0,5 %), während bei den Investitionsgüter- und Konsumgüterproduzenten das Bestellvolumen insgesamt auf Monatssicht zurückging (- 0,7 % bzw. – 0,7 %).

„Trotz der Rückgänge in den letzten beiden Monaten liegt das Ordervolumen weiterhin über dem durchschnittlichen Niveau des zweiten Quartals“, kommentierte das BMWi die August-Bilanz der Industrie. „Die positive Tendenz bleibt, gemessen an den Mehrmonatsvergleichen, bestehen. Dies gilt auch für die Entwicklung der Bestellungen ohne die stärker schwankenden und in der Regel erst über einen langen Zeitraum produktionswirksam werdenden Großaufträge“, so das Ministerium weiter, wobei der starke Anstieg der Inlandsnachfrage nach Investitionsgütern auf eine sich belebende Investitionstätigkeit hindeute.

Die insgesamt leicht aufwärts gerichtete Tendenz beim Auftragseingang in der Industrie zeigt unter anderem der Zweimonatsvergleich. So lag das Volumen eingegangen Neuaufträge in der Industrie im Juli und August kumuliert um 0,2 Prozent über dem des Zeitraums Mai bis Juni. Auch im Zweitmonatsvergleich zeigt sich dabei im Inland mit einem Nachfrageschub um 2,7 Prozent eine deutlich stärkere Bestelldynamik als im Ausland (- 1,7 %). Gewinner sind auch auf Zweimonatssicht die Vorleistungsgüterproduzenten (+ 0,9 %), während die Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern eine rückläufige Entwicklung ausweist (- 1,1 % bzw. 0,2 %).

Noch deutlicher wird Aufwärtstrend im Vorjahresvergleich: Hier kann die Industrie im Zeitraum Juli/August auf Jahressicht ein Auftragsplus von arbeitstäglich 2,6 Prozent verbuchen. Ein Aufwärtstrend zeigt sich dabei sowohl im In- als auch Ausland. So überstieg der Auftragseingang aus dem Inland kumuliert im Zeitraum Juli bis August das Vorjahresniveau um 2,6 Prozent und der Ordereingang aus den Ausland den von Juli/August 2012 sogar um 2,8 Prozent.
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