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News, 17.10.2012
Steigende Armutsgefährdung
Jeder sechste Deutsche von Armut bedroht
Nach einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes waren 2010 so viele Deutsche armutsgefährdet wie noch nie. Am häufigsten gefährdet, in die (relative) Armut abzurutschen, waren Alleinerziehende und Alleinlebende unter 65 Jahren.
Als armutsgefährdet gelten in der EU-Statistik Personen, die über weniger als 60 Prozent des Medianeinkommens verfügen. Ab weniger als 50 Prozent spricht man von relativer Armut.
Als armutsgefährdet gelten in der EU-Statistik Personen, die über weniger als 60 Prozent des Medianeinkommens verfügen. Ab weniger als 50 Prozent spricht man von relativer Armut.

Die Armutsgefährdung in Deutschland nimmt weiter zu. Wie das Statistische Bundesamt berichtet, waren im Jahr 2010 in Deutschland 15,8 Prozent der Bundesbürger beziehungsweise rund 12,8 Millionen Menschen armutsgefährdet. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Erhebung im Jahr 2005 (12,2%). Im Vorjahr war der Anteil der von Armut bedrohten Deutschen noch bei 15,6 Prozent gelegen, und im  Jahr 2008 bei 15,5 Prozent. Als armutsgefährdet galt 2010 in Deutschland jeder Bürger, der inklusive staatlicher Transferleistungen weniger als 11.426 Euro im Jahr beziehungsweise 952 Euro monatlich zum Leben zur Verfügung hatte.

Die am stärksten armutsgefährdete Bevölkerungsgruppe sind Alleinerziehende. Von ihnen war im Jahr 2010 mehr als ein Drittel (37,1%) von Armut bedroht. Eine ähnliche hohe Armutsgefährdung wies die Statistik bei Alleinstehenden unter 65 Jahren aus, von denen 36,5 Prozent in (relative) Armut abzurutschen drohten. Zum Vergleich: Bei den unter 65-jährigen Erwachsenen, die in Zwei-Personen-Haushalten lebten, lag der Anteil der Armutsgefährdeten 2010 mit 11,3 Prozent gerade einmal ein Drittel so hoch. Von den Alleinstehenden im Alter ab 65 Jahren standen immerhin noch 24,1 Prozent in Deutschland an der Armutsschwelle.

Die Altersklasse der über 65-Jährigen gesamt betrachtet traf dies dagegen lediglich auf 14,2 Prozent der Bundesbürger zu, während in der Altersgruppe der 18- bis 65 Jährigen 16,4 Prozent durch Armut gefährdet waren. Bei den Kindern unter 18 Jahren sah es wenig besser aus: Von ihnen lebten 15,6 Prozent in armutsähnlichen Verhältnissen. Daneben zeigt die Erhebung, dass Männer mit Anteil von 14,9 Prozent im Durchschnitt etwas seltener armutsgefährdet waren als Frauen (16,9%). Der Erhebung nach galt dies in allen Altersklassen.

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