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News, 21.02.2012
Sinkender Preisdruck
Anstieg der Erzeugerpreise verlangsamt sich weiter
Die Jahresteuerung von Industrieerzeugnissen hat sich auf Produzentenebene im Januar in Deutschland weiter abgeschwächt. Steigende Preise für Energieprodukte ließen allerdings den Index der Erzeugerpreise stärker steigen als erwartet.
Speziell bei Vorleistungsgütern hat sich der Anstieg der Erzeugerpreise erneut verlangsamt.
Speziell bei Vorleistungsgütern hat sich der Anstieg der Erzeugerpreise erneut verlangsamt.
Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes notierte der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Januar 3,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Damit verringerte sich die Jahresteuerungsrate industrielle Erzeugnisse in Deutschland zu Jahresbeginn auf den niedrigsten Stand seit August 2010 (3,2%). Im Dezember hatte die Jahresveränderungsrate noch 4,0 Prozent betragen. Auf Monatssicht verteuerten sich Industrieerzeugnisse auf Produzentenebene im Januar allerdings mit einem durchschnittlichen Preiszuwachs um 0,6 Prozent erheblich stärker als erwartet. Ökonomen hatten für Januar lediglich einen Anstieg der Erzeugerpreise gegenüber Dezember um 0,3 Prozent und binnen Jahresfrist um 3,1 Prozent prognostiziert.

Jahresteuerung von Energie weiter rückläufig

Den höchsten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate des Index der Erzeugerpreise hatten auch im Januar die Preiserhöhungen bei Energieerzeugnissen, die sich im Januar gegenüber Dezember im Schnitt um 1,3 Prozent verteuerten und eine Jahresteuerungsrate von 7,3 Prozent auswiesen. Allerdings hat sich auch hier die Jahresteuerung im Januar weiter abgeschwächt: Im Dezember waren die Preise für Energie im Durchschnitt noch um 8,3 Prozent und im November sogar um 11,2 Prozent auf Jahressicht gestiegen.

Am stärksten zogen die Preise für leichtes Heizöl an, das sich auf Erzeugerebene im Januar auf Monatssicht um 6,0 Prozent und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 19,7 Prozent verteuerte. Auch Erdgas war erheblich teurer als im Vorjahr. Hier betrug die Jahresveränderungsrate 16,4 Prozent (+1,4% gegenüber Dezember 2011). Die Preise für Dieselkraft und Benzin lagen im Januar 9,9 bzw. 5,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats (+2,6% bzw. 3,2% gegenüber Dezember). Ohne die Teuerung von Energie wäre der Index der Erzeugerpreise dem Statistikamt zufolge im Januar lediglich 1,8 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats gelegen.

Preise für Metalle erneut auf Jahressicht gesunken

Der Erzeugerpreisindex für Vorleistungsgüter – Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden – lag im Januar 1,1 Prozent über dem Vorjahresniveau, womit sich die Jahresveränderungsrate trotz etwas höhere Preise als im Dezember (+0,4%) erneut verringerte (Dezember 2011: 2,0% gegenüber dem Vorjahresmonat). Eine rückläufige Preisentwicklung zeigte sich unter anderem bei den Metallen, die sich auf Jahressicht um 3,0 Prozent verbilligten (+0,8% gegenüber Dezember). Im Vorjahr waren die Preise für Metalle im Jahresmittel noch um 9,2 Prozent gestiegen.

Roheisen, Rohstahl und Walzstahl sowie Ferrolegierungen kosteten im Januar 4,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat (-0,6% gegenüber Dezember), Aluminium in Rohform und Aluminiumlegierungen verbilligten sich auf Jahressicht sogar um 11,4 Prozent (-0,4% gegenüber Dezember). Auch Kupfer war deutlich günstiger als im Vergleichszeitraum 2011. Hier lagen die Preise trotz kräftigem Preisauftriebs gegenüber Dezember (+8,6%) auf Produzentenebenen im Durchschnitt 12,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Blei, Zink und Zinn verbilligten sich im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar um 15,5 Prozent (+1,5% gegenüber Dezember).

Allerdings gab es zum Teil auch kräftige Preisanstiege wie beispielsweise bei Edelmetallen und entsprechendem Halbzeug, die sich auf Jahressicht um 14,9 Prozent verteuerten (+4,9% gegenüber Dezember). Gleiches galt dem Statistikamt zufolge für Fahrzeugneureifen mit einer Jahresveränderungsrate von 12,9 Prozent (+ 4,2% gegenüber Dezember).

Zucker gut ein Drittel teurer als im Vorjahr

Verbrauchsgüter kosteten im Januar 3,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und 0,4 Prozent mehr als im Monat zuvor. Die Preise für Nahrungsmittel stiegen binnen Jahresfrist um 4,5 Prozent und gegenüber Dezember um 0,3 Prozent. Am stärksten verteuerte sich Zucker mit einer Jahresveränderungsrate von 34,0 Prozent (+4,0% gegenüber Dezember). Auch Margarine war deutlich teurer als im Vorjahr. Hier stiegen die Preise binnen Jahresfrist um 14,7 Prozent (+2,6% gegenüber Dezember). Die Preise für Butter lagen dagegen im Durchschnitt 2,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau (-0,2% gegenüber Dezember).

Gebrauchsgüter verteuerten sich im Januar auf Jahressicht um 2,1 Prozent und gegenüber Dezember um 0,6 Prozent. Investitionsgüter kosteten im Durchschnitt 1,3 Prozent mehr als im Vorjahresmonat und verteuerten sich auf Monatssicht um 0,3 Prozent.
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