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News, 28.04.2015
Aktien als Kapitalanlage
Clevere Börsen-Anlagestrategien
Wer Geld in Aktien oder Fonds investiert, sollte planvoll vorgehen. Für jeden Anlagetyp – ob vorsichtig, passiv oder chancenorientiert – gibt es die passende Strategie, weiß Kapitalanlage-Spezialistin Helma Eckhardt.
Mit der richtigen Strategie kann jeder Anlagetyp von Wertpapieren profitieren (Bild: Postbank)
Mit der richtigen Strategie kann jeder Anlagetyp von Wertpapieren profitieren (Bild: Postbank)

Laut einer aktuellen Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank hat jeder vierte Bundesbürger Geld in Wertpapieren angelegt. Dabei gilt: Wer Geld an der Börse investiert, sollte seine Anlage möglichst breit streuen und damit sein Risiko verteilen. Ist die Zusammenstellung des Depots möglichst „bunt“ – etwa mit Aktien aus Europa, aus Schwellenländern, von aufstrebenden und alteingesessenen Firmen sowie mit in sich bereits gut gemischten Fonds –, kann es Schwankungen abfedern.

Als kurzfristige Geldanlage sind Aktien dagegen ungeeignet: „Es sollte nur Geld in Wertpapiere fließen, das auf unbestimmte Zeit – mindestens für fünf Jahre – nicht benötigt wird“, so Helma Eckhardt, Finanzexpertin bei der Postbank. Besonders vorsichtige Anleger, die Verluste möglichst vollständig ausschließen möchten, werden sich mit Aktien schwertun – denn das Risiko von Wertschwankungen bleibt immer. Für sie eignet sich am ehesten die klassische „Buy and Hold“-Strategie. Dabei werden Wertpapiere von gesunden Unternehmen, sogenannte Blue Chips gekauft und über längere Zeit gehalten. „Sind die Papiere klug ausgewählt und stimmen die wirtschaftlichen Rahmendaten, werden die Aktien mit großer Wahrscheinlichkeit über kurz oder lang steigen”, so Eckhardt.

Passive Anleger profitieren durch Fonds von der Expertise erfahrener Fondsmanager und erreichen damit eine möglichst breite Streuung. Der Einstieg funktioniert auch mit kleinem Startkapital. Und wer lieber regelmäßig monatliche Beträge zur Seite legt, für den bietet sich ein Fondssparplan an. Doch an der Börse gilt: Je höher die Rendite, umso höher das Risiko. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, für den sind Garantiefonds eine Alternative, denn sie garantieren eine Mindestrückzahlung. „Eine gute Möglichkeit, von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zu profitieren, sind sogenannte Indexfonds. Diese bilden einen Börsenindex, wie zum Beispiel den DAX oder auch den Weltindex oder europäischen Aktienmarkt, ab”, erklärt die Kapitalanlage-Spezialistin von der Postbank. Wer Eckhardt nach zum Beispiel in den letzten Jahren auf einen DAX-Fonds gesetzt habe, sei aufgrund der aktuellen Börsenentwicklung damit sehr gut gefahren.

Chancen nutzen

Wer gern selbst die Fäden in der Hand behalten möchte, setzt auf Einzeltitel. Dafür muss man kein „Zocker“ sein. Wichtig ist, sich gerade am Anfang auf wenige Branchen oder Märkte zu konzentrieren – so behält man den Überblick. Eine breite Streuung erreicht man, indem man das Depot mit (Index-)Fonds unterfüttert. So wird die Wertentwicklung stabilisiert. Übrigens: Mit Aktien kann man nicht nur durch Kursgewinne Geld verdienen. Beliebt ist auch die Dividendenstrategie. Dabei kauft man gezielt Wertpapiere von Firmen, die regelmäßig Dividenden ausschütten. Eine Garantie gibt es aber nicht: Die Ausschüttung der Dividende ist von der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens abhängig und kann in einem schlechten Geschäftsjahr sogar komplett gestrichen werden.

cs/Postbank

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