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News, 21.10.2011
Abschwungstimmung
ifo-Geschäftsklimaindex weiter auf Talfahrt
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Oktober weiter eingetrübt. Vor allem die weitere Geschäftsentwicklung sehen deutsche Firmen immer pessimistischer: Hier fiel der ifo-Geschäftsklimaindex auf ein Zweijahrestief.
Der Optimismus in der deutschen Wirtschaft schwindet. Die Unberechenbarkeit der Euro-Schuldenkrise bereitet Unternehmern immer stärker Sorgen.
Der Optimismus in der deutschen Wirtschaft schwindet. Die Unberechenbarkeit der Euro-Schuldenkrise bereitet Unternehmern immer stärker Sorgen.

Der deutschen Wirtschaft geht die Puste aus und die Geschäftsaussichten werden immer trüber. Wie der vom ifo-Institut erhobene ifo-Geschäftsklimaindex zeigt, hat sich das allgemeine Wirtschaftsklima in Deutschland im Oktober den vierten Monat in Folge verschlechtert. So fiel der ifo-Gesamtindikator gegenüber September erneut um 1,0 Zähler auf 106,4 Punkte und damit den tiefsten Stand seit Juli letzten Jahres (106,3 Punkte). Zwar notiert der Teilindikator zur aktuellen Lage der befragten Unternehmen trotz erneutem Rückgang auf 116,7 Punkte noch immer über dem Stand des Vorjahresmonats (115,4 Punkte) und damit auf vergleichsweise hohem Niveau. Blickt man jedoch auf Bewertungen zur weiteren Geschäftsentwicklung, stehen die Zeichen klar auf Abschwung, demnach die Firmen die weiteren Geschäftsaussichten mit einem erneuten Rückgang des entsprechenden Teilindikators auf 97,0 Punkte so ungünstig bewerten wie seit Oktober 2009 nicht mehr (96,8 Punkte).  Dem ifo-Institut zufolge zeigt allerdings die deutsche Wirtschaft nach wie vor robust. „Angesichts der internationalen Turbulenzen schlägt sich die deutsche Wirtschaft derzeit vergleichsweise gut“, sagte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Weiter robust zeigt vor allem das Verarbeitende Gewerbe. Zwar gab der ifo-Geschäftsklimaindex infolge etwas verschlechterte Lageurteile erneut auf Monatssicht leicht nach (-0,8 auf 9,7 Punkte). Insgesamt bewerteten die Industriebetriebe dem ifo-Institut zufolge ihre aktuelle Lage aber immer noch als gut. Bezogen auf die weitere Geschäftsentwicklung zeigen sich die Unternehmen allerdings so skeptisch wie seit Sommer 2009 nicht mehr, wenn auch etwas zuversichtlicher als noch im September. „Die Exporterwartungen der Unternehmen haben sich sogar etwas verbessert. Obwohl die Auslastung der Geräte und Maschinen merklich geringer ist als im Sommer, setzt sich der Aufwärtstrend beim geplanten Personalbestand fort“, so Sinn.

Im Großhandel trübte sich die Stimmung am stärksten ein. Hier gab die ifo-Index im Oktober um 6,7 Punkte nach und notiert mit einem aktuellen Stand von 6,3 Punkten so niedrig wie seit April 2010 nicht mehr. Im Vorjahresmonat hatte der Indexwert fast dreimal so hoch gelegen (Oktober 2010: 18,7 Punkte). Grund für die Stimmungseintrübung sind vor allem deutlich schlechtere Geschäftserwartungen als im September. Die aktuelle Lage wird zwar von den Handelsunternehmen ebenfalls nicht mehr so günstig eingestuft wie im September, jedoch überwiegend nach wie vor als gut bewertet.

Im Einzelhandel fiel der ifo-Index mit einem Rückgang um 0,9 auf 2,0 Punkte ebenfalls. „Die momentane Geschäftslage ist in diesem Bereich etwas weniger gut als im vergangenen Monat“, erklärte Sinn. Bezogen auf die weiteren Geschäftsaussichten zeigten die befragten Einzelhändler Sinn zufolge weiter Vorsicht.

Im Bauhauptgewerbe verschlechterte sich das ifo-Geschäftsklima um 3,6 auf -13,6 Punkte. Auch hier sind es vor allem deutlich pessimistischere Geschäftsprognosen, die auf die Stimmung drücken. Die aktuelle Geschäftslage dagegen bewerten die Betriebe trotz leichter Verschlechterung gegenüber September nach wie vor als sehr gut.

Am besten läuft es aktuell im Dienstleistungssektor. Hier legte der ifo-Indikator im Oktober, nachdem er zuvor fünf Monate in Folge gesunken war, sogar um 0,9 auf 17,4 Punkte zu. Grund für den Anstieg sind dem ifo-Institut nach verbesserte Lagebewertungen der Unternehmen. „Im Hinblick auf die Geschäftsentwicklung in den nächsten sechs Monaten sind sie aber nochmals zurückhaltender als bisher“, so Sinn.

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