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IG Biogasmotoren e.V.
Pressemitteilung

2014 wird herausfordernd für Biogasmotoren-Betreiber

Neben den Unwägbarkeiten eines neuen EEG werden die technischen Probleme von Biogasmotoren-Blockheizkraftwerken zu bewältigen sein, die heute Versicherern und Refinanzieren Probleme bereiten.
(PM) Hamburg, 06.01.2014 - Im Rennen um höchste Wirkungsgrade möchten Motoren-Hersteller vorn liegen, aber wenn dies mit mangelnder Zuverlässigkeit und einer hohen Schadensquote erkauft wird, kann dies den Kunden nur verärgern.

Biogas-BHKW sind nicht direkt vergleichbar mit Erdgas BHKW. Darauf haben sich Hersteller in unterschiedlicher Qualität mit ihrer Motorentechnik eingestellt. Biogas schleppt leider eine ganze Reihe eher unerwünschte Schadstoffe mit sich, die herausgefiltert werden müssen, damit sie nicht in den Brennraum gelangen. Wenn hier nicht ausreichende Vorsorge getroffen wird drohen Schäden, die teuer werden können.

Ohne Versicherung keine Nachfinanzierung

Mehrere Versicherungen beklagen eine katastrophale Schadensentwicklung bei Betreibern von Biogasmotoren-BHKW´s. Für Betreiber bedeutet dies, steigenden Versicherungsprämien ins Auge sehen zu müssen, wenn überhaupt für bestimmte Motorentypen noch Versicherungsschutz gewährt wird. Die Versicherer haben die technischen Auflagen schon beträchtlich verschärfen müssen, um überhaupt noch vertretbare Schadensquoten zu erreichen.

Dazu gehören Nachrüstungen und Umrüstungen der Biogas-Motoren, die zu Lasten der Betreiber gehen. Banken und Versicherungen werden vor Vertragsabschluss daher ihre Risiken genauer prüfen und vom Kunden Risikoaufschläge fordern, wenn keine überzeugenden Abhilfemaßnahmen umgesetzt werden.

Full-Service-Verträge, die Reparaturkostenrisiken abdecken

Der Reifegrad einer Branche zeigt sich auch u.a. für den Kunden darin, wie Hersteller und Packager mit den Wartungs- und Reparaturkostenrisiken ihrer Anlagen umgehen. Die Fahrzeug- und Windenergieanlagen-Branche zeigen, wie es geht: Serviceverträge wirken wie eine Versicherung gegen diese Kosten und werden pro Km-Fahrleistung über die Nutzungsdauer oder pro produzierter kWh Energie kalkuliert und abgerechnet. Wer als Hersteller die Risiken seiner Anlagen kennt, kann dieses Risiko gegen eine bezahlbare Prämie seinem Kunden abnehmen und damit immer noch Geld verdienen.

Was fordert das neue EEG im Hinblick auf Biogasmotoren-Technik?

Es gibt gut begründete Annahmen, die davon ausgehen, dass von den Biogasanlagen-BHKW´s flexiblerer Betrieb gefordert wird. Heute werden Biogasmotoren in einem Lastpunkt betrieben und der heißt Vollast: soviel und solange, wie es geht. Das maximierte in der Vergangenheit die Erträge. Zukünftig wird eine Biogasmotoren-Anlage nicht mit mehr als 8000 Betriebsstunden im Jahr gefahren werden, sondern vielleicht nur noch mit 4000 Betriebsstunden. Leistung aus dem Netz herauszunehmen, wird zukünftig honoriert.

In der heutigen Auslegung der Biogasmotoren-Technik besteht das Problem. Es macht schon ein Unterschied, ob ein Anlasser einmal pro Woche bemüht wird, oder zukünftig vier Mal pro Tag. Wenn Maschinen stundenlang auskühlen, bildet sich mehr Kondensat, das z.B. Bauteile rosten läßt oder Schmieröl belastet. Motoren werden zukünftig viel stärker im Teillastmodus betrieben werden. Ob dann die hohen Wirkungsgrade erhalten bleiben, ist durchaus fraglich.

Die Motorenentwickler werden sich also mit verschiedenen Lastpunkten im Kennfeld beschäftigen müssen, damit Betreiber gute Ergebnisse - sprich gute Biogasverbräuche - auch bei halber Motoren-Leistung einfahren.

Auch Refinanzierer und Versicherer schauen auf die Herausforderungen der Flexibilisierung

Viele Biogasmotoren-Betreiber überlegen sich gerade, ob und wie sie auf die neuen Chancen des zu erwartenden EEG´s reagieren sollen. Biogasanlagen und das Erdgasnetz sind aufgrund des Energiespeicherpotenziales in besonderer Weise geeignet, das Energiepotenzial anderer erneuerbarer Energien auszugleichen und zu ergänzen. Teillastbetrieb der Anlagen bedeutet auch eine andere Verteilung der Wartungskosten über die Nutzungsdauer und erhöht die Anforderungen an die Regelungs- und Steuerungstechnik. Dies erfordert Anpassungen der technischen Betriebsführung und eine Weiterentwicklung der Motorensteuerung und Komponentenauslegung.

Die Interessen-Gemeinschaft Biogasmotoren unterstützt Betreiber in allen Fragen der technischen Betriebsführung, um eine hohe Verfügbarkeit der Anlage und niedrige Betriebskosten sicherzustellen.
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Herr Dipl.-Ing. Michael Wentzke
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ÜBER IG BIOGASMOTOREN E.V.

IG Biogasmotoren e.V. ist eine Interessengemeinschaft von Biogasmotoren- Betreibern, die die Verfügbarkeit ihrer Anlagen erhöhen und deren Betriebskosten senken wollen. Dazu wird ein datenbankgestützter Schadensdatenvergleich und ein ...
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