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News, 26.11.2008
Software as a Service
SaaS-Markt heiß umkämpft
Der Markt für Software as a Service (SaaS) gilt zurzeit als einer der vielversprechendsten der ITK-Branche: Während im Geschäft mit Anwendungssoftware in den kommenden Jahren allenfalls einstellige Wachstumsraten zu erwarten sind, werden für SaaS saftige Umsatzzuwächse prognostiziert. So rechnen zum Beispiel die Analysten von Pierre Audoin Consultants (PAC) bis 2012 im deutschen SaaS-Markt mit durchschnittlichen Wachstumsraten von jährlich 24 Prozent.
In der Tat ist das Interesse von Unternehmenskunden an diesem Modell, bei dem Anwendungen ber das Internet bereitgestellt und entweder monatlich oder on-demand abgerechnet werden, gro. Im Gegensatz zum klassischen Softwaregeschft sorgt ein Service Provider fr die notwendige Infrastruktur zum Betrieb der Applikationen und kmmert sich um Installation, Konfiguration, Wartung und Aktualisierung der Software. Gerade in Zeiten der wirtschaftlichen Unsicherheit machen die niedrigeren IT-Investitionen und die damit geringere Kapitalbindung sowie die grere Flexibilitt bei Up- und Downsizing das SaaS-Modell fr Unternehmen attraktiv. In einer weltweiten Umfrage von McKinsey wurde SaaS daher auch von mehr als 850 Enterprise-Software-Kunden als der wichtigste IT-Trend identifiziert.

Dennoch kein Grund fr SaaS-Anbieter, sich in Erwartung sprudelnder Umsatzquellen freudig die Hnde zu reiben. Denn erstens gehen die optimistischen Wachstumserwartungen von einem noch sehr niedrigen Niveau aus – trotz hoher Wachstumsraten werden die absoluten SaaS-Umstze insgesamt also zunchst eher mager ausfallen.
 
Und zweitens lauert bereits ein Rudel hungriger Wlfe auf die vermeintlich fette Beute – Player aus den unterschiedlichsten Segmenten des ITK-Marktes positionieren sich derzeit mit ihren SaaS-Angeboten am Markt:

  • Zunchst sind da die recht unterschiedlichen Anbieter webbasierter Anwendungen im SaaS-Modell. Dazu zhlen jene, die sich auf Spezialanwendungen wie CRM, Webconferencing oder Beschaffungslsungen fokussiert haben (z.B. Salesforce, Webex oder Onventis), solche, die horizontale Anwendungsbereiche abdecken (z.B. Google Apps oder Zoho) und weitere, die vertikale Lsungen fr bestimmte Branchen anbieten, wie z.B. Datev oder viele kleinere Branchenspezialisten.
  • Dann sind da die traditionellen Softwarehersteller la Microsoft, SAP oder Oracle, die webbasierte Versionen ihrer Businessanwendungen im on-demand-Modell auf den Markt bringen, um neue Kundengruppen zu erreichen. Nicht zu vernachlssigen auch deren Partnerlandschaft aus Independent Software Vendors, Systemintegratoren und Value Added Resellern, die sich knftig verstrkt in die SaaS-Wertschpfung einschalten mssen, um bei dem neuen Delivery-Modell nicht auf der Strecke zu bleiben.
  • Zudem positionieren sich zunehmend die groen Telcos und ISPs mit SaaS-Angeboten fr ihre vornehmlich kleineren und mittelstndischen Unternehmenskunden am Markt (z.B. T-Com, 1&1, Vodafone/Arcor). Ihr Ziel ist es, mit einem breiten Porfolio an IT- und vor allem auch TK-Anwendungen ihre Wertschpfung um "hherwertige" Dienste zu erweitern.
  • Und last but not least gibt es die Gruppe der SaaS- bzw. Hosting-Provider, die mit ihren SaaS-Plattformen anderen Anbietern die technische Infrastruktur fr ihre SaaS-Angebote liefern (z.B. IBM, Visionapp, Arvato, Pironet). Sie adressieren zwar nur sehr begrenzt Endkunden, beanspruchen aber naturgem auch einen nicht unerheblichen Teil des SaaS-Kuchens.

Dieser erste Blick auf die aktuelle SaaS-Landschaft zeigt bereits, dass in den kommenden Jahren mit einem harten Wettbewerb um die derzeit noch relativ verhaltene SaaS-Gunst der Kunden gerechnet werden muss. Von einem Selbstlufer SaaS kann also keine Rede sein. Unter den SaaS-Anbietern befinden sich fast alle "Mega-Player" der Branche, die Unternehmenskunden mit SaaS-Angeboten regelrecht bombadieren und teilweise sogar mit umfangreichen kostenfreien Angeboten an den Markt gehen.

Die einzelnen Anbieter sollten also mit ihren Erwartungen an SaaS-Umstze auf dem Teppich bleiben. Denn letztlich ist SaaS nur ein neues Delivery-Modell. Der eigentliche Mehrwert fr den Kunden muss im Produkt selbst und in einer funktionsfhigen Gesamtlsung liegen.

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Studie zum kostenfreien Download
Nearshoring als Managed Service? - Alternative Global-Sourcing-Modelle in der Praxis

Der aktuelle Fallstudienreport "Nearshoring als Managed Service?- Alternative Global-Sourcing-Modelle in der Praxis" richtet sich an alle ITK-Anbieter und IT-Organisationen in deutschen Unternehmen, die nach fundierten und praxisrelevanten Informationen zum Thema Off- und Nearshoring suchen. Insbesondere mittelstndische Unternehmen, die nach Alternativen zu herkmmlichem Global-Sourcing-Modellen suchen, erhalten eine praktische Orientierungshilfe.

Studie kostenfrei herunterladen

Quelle: Berlecon Research

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