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Kolumne
Wachstumstreiber, 12.11.2012
Konjunkturabschwächung
So sparen wir uns das dicke Ende
Was deutsche Unternehmer mit Blick auf die Konjunkturabschwächung von den US-Amerikanern lernen können.
Da fegt Sandy einmal quer ber die Ostkste, hinterlsst einen Scherbenhaufen ohnegleichen und das Land spuckt in die Hnde, um alles so herzurichten, dass das Leben mglichst bald wieder seinen normalen Gang gehen kann. Anpacken knnen sie, die Amerikaner. In der Krise nach dem Wirbelsturm  ebenso wie bei der Fhrung ihrer Unternehmen. So ergab eine aktuelle Studie von Ernst & Young, dass die 300 grten Unternehmen in den USA im Schnitt ihre Ertrge vergrerten, whrend Europas Elite sie verkleinerte. Warum? Weil sie ihre Kosten besser im Griff haben, so die Studie.

Das  bedeutet im Umkehrschluss, dass wir uns warm anziehen knnen, wenn die Konjunktur weiter zurckgehen sollte. Denn dann kommt nicht nur das bliche Sparprogramm, um die Personalkosten zu senken, dann geht es ans Eingemachte: die Investitionen in Maschinen und Anlagen sowie in die IT werden ebenso gekrzt wie die Budgets fr Werbung und Weiterbildung. Innerhalb weniger Monate sind auch die Zulieferer und Dienstleister betroffen und aus der Konjunkturabschwchung, die unsere Regierung ursprnglich als leichte Konjunkturabschwchung angekndigt hat,  hat sich nach drei bis sechs Monaten eine lnger anhaltende Durststrecke entwickelt, die sich  wie Mehltau ber das ganze Land legt: ein dickes Ende.

Oder wir machen es den Amerikanern nach: nochmals richtig Gas geben, rmel hochkrempeln, neue Nachfrage schaffen, neue Kunden gewinnen, neue Mrkte besetzen und die Ausgaben dabei nicht proportional ansteigen lassen.  Dann steigen die Ertrge ebenfalls und die Konjunkturabschwchung trifft uns nicht mit voller Wucht. So sparen wir uns das dicke Ende.
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