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News, 28.02.2007
IT
Internationalisierung deutscher IT-Dienstleister als Chance
Laut aktuellen Ergebnissen des Forschungsprojekts INTERDIG können sich die Auslandsaktivitäten der deutschen IT-Dienstleister und Softwareanbieter im internationalen Vergleich durchaus sehen lassen.
Die heute vorgestellte Halbzeitbilanz des Projekts zeigt, dass sowohl bei den Exporten als auch bei den Importen von IT-Dienstleistungen Deutschland zu den fhrenden Nationen gehrt. Wichtigster Treiber der Internationalisierung von deutschen IT-Dienstleistern sind die Kunden.

Das vom BMBF gefrderte Forschungsprojekt INTERDIG beschftigt sich mit Chancen und Risiken der Internationalisierung von IT-Dienstleistern und Softwareanbietern in Deutschland. Projektpartner sind das Analystenhaus Berlecon Research, die Universitt Mannheim, das RWI in Essen und das ZEW in Mannheim.

„Im ersten Projektabschnitt von INTERDIG ging es zunchst darum, eine grndliche Bestandsaufnahme vorzunehmen und dabei die Internationalisierung des IT-Dienstleistungsgeschftes aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu beleuchten”, erklrt Dr. Andreas Stiehler, Senior Analyst bei Berlecon Research und Projektkoordinator. So setzte sich Berlecon Research mit grundstzlichen Fragen zur „Systematisierung und Handelbarkeit von IT-Dienstleistungen” auseinander. Das RWI wertete amtliche Statistiken und Unternehmensdatenbanken aus, um Auslandsaktivitten der IT-Dienstleister im internationalen Vergleich zu evaluieren. Die Uni Mannheim fhrte Expertengesprch mit Softwareanbietern zu Herausforderungen im Exportgeschft. Das ZEW schlielich befragte Dienstleister der Informationsgesellschaft zu deren Auslandsaktivitten und den damit verbundenen Chancen und Hemmnissen. Die Ergebnisse stehen unter http://interdig.berlecon.de zum kostenlosen Download zur Verfgung.

Stiehler fasst einige wesentliche Resultate der Analysen zusammen: „Deutschland muss sich, was die Auslandsaktivitten der IT-Dienstleister und Softwareanbieter betrifft, nicht verstecken.” Mit einer weltweiten Ausfuhr von IT-Dienstleistungen im Wert von knapp 8 Mrd. Euro lag Deutschland in 2005 weltweit auf dem vierten Platz. Fr das Jahr 2006 erwarten die Experten des RWI einen weiteren Anstieg der Ausfuhren um etwa 13 Prozent. Laut RWI zeigt sich ein hnliches Bild bei den Importen, hier lag Deutschland in 2005 im internationalen Vergleich sogar an erster Stelle.

Die Ergebnisse der fr INTERDIG durchgefhrten Befragungen weisen auf eine zentrale Rolle der Kunden fr den Internationalisierungsprozess der IT-Dienstleister hin. So ergab beispielsweise die Befragung von Dienstleistern der Informationsgesellschaft durch das ZEW, dass die Orientierung an Kundenwnschen treibendes Motiv fr deren Auslandsaktivitten ist. „Das Verlangen nach einer lnderbergreifenden Untersttzung durch die Dienstleister ist im Exportland Deutschland natrlich besonders ausgeprgt”, kommentiert Stiehler.

Dies wird auch von Jessica Winkler, Forschungsassistentin an der Universitt Mannheim, besttigt. Ihre Untersuchung von Internationalisierungsstrategien mittelstndischer Softwareanbieter ergab ein typisches Muster: „Die Bedienung von Kundenwnschen war bei den meisten Befragten der Auslser fr die Auslandsaktivitten. Aktive Strategien mit dem Ziel, neue Mrkte zu erschlieen, folgen dagegen hufig erst im zweiten Schritt”, so Winkler.

„Die internationalen Aktivitten der deutschen Industrie sind zugleich Chance und Herausforderung fr die hier ansssigen IT-Dienstleister”, fasst Stiehler zusammen. Einerseits knnen deutsche IT-Dienstleister und Softwareanbieter im Auslandsgeschft auf einen vorhandenen Kundenstamm aufbauen und von den Erfahrungen der auslandserfahrenen Kunden profitieren. Andererseits ist eine Ausweitung der Auslandsaktivitten nicht fr jeden Dienstleister und alle Lnder profitabel. Stiehler bringt es auf den Punkt: „Speziell fr kleinere IT-Dienstleister stellt sich diese Herausforderung oft als Wahl zwischen Pest und Cholera dar - im Ausland Verluste machen oder im Inland Kunden verlieren”.

Mit welchen Strategien IT-Dienstleister dieser und weiteren Herausforderungen bei der Internationalisierung begegnen, ist ein Schwerpunkt des nchsten Projektabschnitts. Berlecon Research fhrt dazu derzeit zahlreiche Expertengesprche mit auslandserfahrenen IT-Dienstleistern. Marktakteure sind herzlich eingeladen, ihre Erkenntnisse mit den Analysten von Berlecon Research zu diskutieren.
ZUM AUTOR
ber Berlecon Research GmbH
Berlecon Research GmbH
Oranienburger Straße 32
10117 Berlin

+49-30-2852960
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