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Compliance-Regeln - Firmen lassen konsequente Umsetzung vermissen

(PM) , 19.03.2008 - Bonn, 19. März 2008 - Die Wirtschaft bekommt eine erhebliche Gefahrenquelle nicht in den Griff: Noch immer unterschätzen viele Führungskräfte die Risiken von innen. Dabei erleiden deutsche Firmen durch das Fehlverhalten ihrer Mitarbeiter jährlich Schäden in Milliardenhöhe. Schutz vor Unternehmenskriminalität kann ein firmeneigenes Compliance-Programm bieten. In Zeiten zunehmend komplexerer Geschäftsvorfälle lassen sich so Regelverstöße unterbinden und massiver Schaden vom Unternehmen abwenden.

Die Wirksamkeit von Compliance-Regeln zeigt sich letztlich erst in der praktischen Anwendung. Nicht selten füllen mühsam erarbeitete Regeln dicke Ordner, doch werden sie im Unternehmen nicht hinreichend befolgt. Die zentrale Herausforderung besteht darin, Compliance-Richtlinien so zu gestalten, dass sie auch konsequent umgesetzt werden können. Dies erfordert nicht nur transparente Strukturen und klare Verantwortlichkeiten. Ganz wichtig sind zudem strenge Kontrollen und Sanktionen, um den vorgegebenen Firmenkurs auch tatsächlich zu halten.

Eine Schlüsselrolle fällt häufig dem Bereich Rechnungswesen und Controlling zu. Es besteht ein enges Vertrauensverhältnis zur Geschäftsleitung und hier laufen viele abteilungsübergreifende Prozesse zusammen. "Fachkräfte des Finanz- und Rechnungswesens kennen sich mit wirksamen Analyse- und Kontrollinstrumente bestens aus", bestätigt Uwe Jüttner, Präsident des Bundesverbandes der Bilanzbuchhalter und Controller e.V.. Ihr ökonomisches Denken zahlt sich häufig doppelt aus: Sie haben auch die Gesamteffizienz des Unternehmens im Blick.

Systematisch definieren, streng kontrollieren
Immer mehr Firmen wappnen sich mit einem Compliance-Programm gegen interne Risiken. Wichtig ist nicht nur ein planvolles Vorgehen, sondern eine konsequente Verankerung. Der BVBC nennt die wichtigsten Erfolgskriterien einer Umsetzung:

1. Risiken im Blick: Viele Gefahren sind unscheinbar und lauern im Verborgenen. Unternehmen sollten unter Einbindung aller Abteilungen die Risiken vollständig identifizieren und ein systematisches Risiko-Management entwickeln.

2. Richtlinien nach Maß: Nicht wenige Regeln scheitern an der Umsetzung. Es gilt, Maßgaben zu treffen, die weder zu streng, noch zu lasch sind. Idealerweise lassen sich die Bestimmungen leicht verinnerlichen und in die Firmenprozesse integrieren.

3. Dokumentation ohne Lücken: Oftmals werden problematische Abläufe nicht vollständig geregelt und bieten übergroßen Auslegungsspielraum. Eine systematische und lückenlose Dokumentation legt Spielregeln unmissverständlich festgelegt.

4. Verantwortung auf allen Ebenen: Treten Fehler auf, will es häufig niemand gewesen sein. Nur wenn Zuständigkeiten über alle Ebenen konsequent festgeschrieben und kontrolliert werden, bietet sich keine Raum mehr für Ausreden.

Über den BVBC: Der BVBC ist die zentrale Interessenvertretung von Bilanzbuchhaltern und Controllern in Deutschland. Der Verband diskutiert auf politischer und wirtschaftlicher Ebene neue Perspektiven des Finanz- und Rechnungswesen sowie Controlling und gestaltet diese maßgeblich mit. Vom 14. bis 17. Mai 2008 veranstaltet der BVBC in der Koblenzer Rhein-Mosel-Halle die Kongressmesse ReWeCo, auf der aktuelle Herausforderungen diskutiert und praxisgerechte Lösungen präsentiert werden. Weitere Informationen sind unter www.reweco.de abrufbar.

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conovo media GmbH, Kolumbastraße 5, 50667 Köln
Tel: 0221/356860-0, Fax: 0221/356860-55
info@conovo.de, www.conovo.de

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