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Warnsignale rechtzeitig erkennen

Unternehmen geraten selten von einem Tag auf den anderen in eine wirtschaftliche Schieflage. Um eine drohende Krise abzuwenden, sollten deswegen schon die ersten Anzeichen ernst genommen werden.
(PM) München, 08.07.2014 - Dass ein Unternehmen von heute auf morgen in eine ernste Krise gerät, „ist sehr selten“, weiß Steffen Wartenberg, Mittelstandsberater bei Ecovis. „Leider aber werden die ersten Anzeichen oft nicht ernst genommen.“ In aller Regel beginnt es damit, dass die angebotenen Produkte und Leistungen nicht mehr so gefragt sind wie vorher, dass Kunden abwandern und folglich die Aufträge spürbar zurückgehen. Oft werden erst einmal externe Ursachen dafür verantwortlich gemacht. Wenn der Umsatz weiter schwächelt oder – eine andere Achillesferse – falsch kalkulierte Aufträge ihre Kosten nicht decken, dann fehlt Geld in der Kasse.

Um die Liquiditätslücke zu überbrücken, werden bei Lieferanten Zahlungsziele ausgereizt statt Skonti genutzt, und die Kreditlinie bei der Hausbank wird immer mehr in Anspruch genommen. Natürlich nur „vorübergehend“, denn noch denkt man, dass es schon wieder besser wird. „Meist ist das ein Trugschluss“, sagt Professor Dr. Tobias Schulze, Rechtsanwalt und Insolvenzverwalter bei Ecovis. „Auf alle Fälle sollte man die Entwicklung im Auge behalten. Wenn sich diese kurzfristigen Verbindlichkeiten nicht bald wieder normalisieren oder gar weiter steigen, ist das ein ernstes Warnzeichen.“

Alarmsignale

Höchste Zeit, etwas zu unternehmen, ist es, wenn Mahnschreiben kommen oder Löhne und Gehälter nicht mehr pünktlich gezahlt werden können. Die Alarmglocken sollten auch schrillen, wenn die Hausbank plötzlich zusätzliche Unterlagen anfordert – weil sie bei der Kontoanalyse entdeckt hat, dass die Zahlungseingänge zurückgehen oder die Ausgaben die Einnahmen übersteigen.

„Dann besteht die Gefahr, dass die Bank die Zügel anzieht und sagt: Wir können nur weiter Kredit gewähren, wenn das Unternehmen von einer Beratungsfirma ein Restrukturierungskonzept nach dem Standard des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IdW) erstellen lässt und darin die Sanierungsfähigkeit bestätigt wird“, erklärt Tobias Schulze. Die Kosten für ein solches Gutachten können schnell 30.000 bis 50.000 Euro erreichen – eine zusätzliche Liquiditätsbelastung. „Vor allem aber ist der Unternehmer ab dem Moment, in dem die Bank eingreift, nicht mehr alleiniger Herr im eigenen Haus.“

So weit sollte man es nicht kommen lassen – erst recht nicht bis zur Insolvenz. Die im März 2013 in Kraft getretene Reform des Insolvenzrechts hat trotz einiger Verbesserungen die Sanierung mittelständischer Unternehmen kaum erleichtert, wie Insolvenzverwalter Schulze im Newsletter „ECOVIS turnaround“ nachweist. „Eine große Schwäche ist“, so Schulze, „dass das gesetzliche Sanierungsverfahren immer noch an einen Insolvenzantrag geknüpft ist, dem ein gesellschaftlicher Makel anhaftet.“

Damit es gar nicht erst zu einer Krise kommt, sollten Unternehmer „auf jede Art von negativer Veränderung achten und frühzeitig nach deren internen Ursachen forschen“, rät Steffen Wartenberg. „Was läuft im Unternehmen schief? Was machen Wettbewerber besser?“ Je früher man reagiert, desto mehr Zeit und Handlungsspielraum bleibt, um wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Bei der Ursachenanalyse und Problemlösung sollte der Unternehmer auch sachkundige Externe einbeziehen.
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Ecovis ist ein Beratungsunternehmen für den Mittelstand und zählt in Deutschland zu den Top 10 der Branche. In den mehr als 130 Büros in Deutschland sowie den über 60 internationalen Partnerkanzleien arbeiten etwa 4.000 ...
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