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Volkskrankheit Nierensteinleiden: Männer häufiger betroffen als Frauen

(PM) , 07.07.2006 - Die Nephrolithiasis (=Nierensteinleiden) ist eine häufige Erkrankung des Erwachsenenalters. Die Ursachen für die Entstehung von Nierensteinen sind sehr vielfältig. Ernährung und Trinkmenge spielen eine große Rolle, aber auch Harnwegsinfektionen und verschiedene Stoffwechselerkrankungen können zur Steinbildung führen, führte Frau Doktor Bärbel Weber bei ihrem Vortrag aus Anlass des dritten Internationalen Diätetik Kongress am 18. Juni 2006 in Aachen aus. Zirka 15 Prozent der Männer und fünf bis zehn Prozent der Frauen sind betroffen. Die Steine entstehen durch Auskristallisieren von Substanzen, die normalerweise im Harn gelöst sind. Das Beschwerdebild der Nephrolithiasis ist abhängig von der Lage und der Beweglichkeit der Steine. Häufig bleibt sie unentdeckt oder ist ein Zufallsbefund. Sie kann jedoch auch zu „vernichtenden“ kolikartigen Schmerzen im Rücken-, Flanken- oder Unterbauchbereich, zum Teil verbunden mit Übelkeit und Erbrechen führen. Die Anamnese informiert über frühere Steinabgänge, Steinanalysen und instrumentelle oder operative Eingriffe. Bei der körperlichen Untersuchung findet sich ein Nierenlagerklopfschmerz, im Urin typischerweise eine Mikrohämaturie. Fieber erhöhte Entzündungsparameter sowie erhöhte Retentionsparameter geben Hinweise auf einen abwendbar gefährlichen Verlauf. Die bildgebende Diagnostik erfolgt in erster Linie durch Ultraschall- und Röntgenuntersuchung der ableitenden Harnwege. Bei einer akuten Nierenkolik sollte eine sofortige Spasmoanalgesie sowie das Beseitigen einer möglichen Harnstauung erfolgen. Eine Antibiose ist bei Harnwegsinfekt aus therapeutischer, bei Stauung aus prophylaktischer Sicht erforderlich. 90 Prozent der Steine gehen innerhalb von drei bis sechs Wochen spontan ab. Bleibt ein solcher Spontanabgang aus, können die Steine durch Zertrümmerung von außen (ESWL = extrakorporale Stoßwellentherapie), mit einer Schlinge bei einer Blasenspiegelung oder in seltenen Fällen auch operativ entfernt werden. Darüber hinaus muss die Ursache, die zur Bildung der Nierensteine geführt hat, behandelt werden. Die wichtigste Maßnahme zur allgemeinen Vorbeugung von Nierensteinleiden ist eine ausreichende Trinkmenge, so Frau Weber abschließend. Am 7. und 8. Oktober findet der nächste Internationale Diätetik Kongress in Aachen statt, bei dem Rheuma und Gelenkerkrankungen, Osteoporose, Allergien und Nahrungsmittel­unverträglichkeiten sowie sekundäre Pflanzenstoffe und Mikronährstoffe zu den Schwerpunktthemen zählen. Mehr Informationen sind unter www.ernaehrungsmed.de erhältlich. Tipps für eine gesunde Ernährungsweise und übersichtlich gestaltete Nährwertangaben von über 3.000 Lebensmitteln enthält das Kalorien-Nährwert-Lexikon aus der Schlüterschen Verlagsgesellschaft. Das Buch kann zum Preis von 12,90 Euro unter buch.ernaehrungsmed.de/3899935098 bestellt werden.
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