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So wechseln Verbraucher den Stromanbieter richtig

Ökostrom oft günstiger als Graustrom / Trotz steigender EEG-Umlage Kosten senken / Klimaschutzkampagne bietet neuen Tarifrechner für "echten" Ökostrom
(PM) Berlin, 17.10.2012 - Wer seinen Stromtarif wechselt, sollte auf kurze Laufzeiten sowie Kündigungsfristen achten und "echten" Ökostrom wählen. Vor allem Verbraucher, die ihren Stromtarif noch nicht gewechselt haben, können kräftig sparen. Bei einem Verbrauch von 4.000 kWh können rund 170 Euro pro Jahr gespart werden.

"Grund dafür ist die oft teure Grundversorgung lokaler Anbieter. In den meisten Städten und Regionen Deutschlands gibt es mindestens einen Anbieter für ‚echten' Ökostrom, der günstiger ist", sagt Tanja Loitz von der co2online gemeinnützige GmbH. "Beim Wechsel zu Ökostrom sinken meist nicht nur die Kosten, sondern in jedem Fall auch die CO2-Emissionen. Außerdem lässt sich so oft die steigende Ökostrom-Abgabe abfedern."

Der neue Ökostrom-Tarifrechner von co2online auf www.klima-sucht-schutz.de hilft beim Finden des passenden Tarifs. Im Themenspezial auf der Website der vom Bundesumweltministerium geförderten Kampagne "Klima sucht Schutz" erfahren Verbraucher, wie sie einen passenden Ökostrom-Anbieter finden und worauf sie beim Wechsel achten sollten.

Die besten Tipps für den Stromtarif-Wechsel

1. "Echten" Ökostrom statt Graustrom

Graustrom stammt überwiegend aus Atom- oder Kohlekraftwerken. Bei manchen Ökostrom-Angeboten kommt es vor, dass auch Graustrom fließt: entweder um Bedarfsspitzen wie zur Mittagszeit abzudecken oder indem grauer Strom mit vermeintlich grünen Zertifikaten umetikettiert wird. "Echter" Ökostrom dagegen stammt von Anbietern, die unabhängig von Atom- und Kohlekraftwerken sind, ausschließlich grüne Energie nutzen (mindestens 50 Prozent regenerative und Energie aus Kraft-Wärme-Kopplung) und grüne Anlagen fördern.

2. Kurze Laufzeiten und Kündigungsfristen

Durch die steigende EEG-Umlage müssen Verbraucher zum Jahreswechsel mit Preiserhöhungen rechnen. Vor allem Discounter bieten jedoch nur Tarife mit langer Laufzeit von zwölf oder 24 Monaten an. Der Nachteil: Bei Preiserhöhungen ist ein Wechsel meist nur kurzfristig möglich (Sonderkündigungsrecht). Wird der Vertrag vorzeitig beendet, geht außerdem oft die Bonuszahlung verloren. Deswegen sollte die Laufzeit wie bei allen Anbietern für "echten" Ökostrom möglichst kurz sein, ebenso die Kündigungsfrist.

3. Keine Vorauskasse und Strompakete

Bei Vorauskasse kann es teuer werden: Geht der Anbieter pleite, kann es passieren, dass der Kunde sein Geld nicht zurück erhält - und erneut für seinen Strom zahlen muss. Bei Paketen ist meist nur die vereinbarte Menge günstig. Zusätzliche Kilowattstunden kosten überdurchschnittlich viel. Wer weniger verbraucht als erwartet, bekommt in der Regel kein Geld zurück.

4. Preisgarantie und Bonus prüfen

Preisgarantien sind oft nur eingeschränkt: Werden mehr Steuern oder Abgaben fällig, dann steigt auch der Strompreis. Deshalb ist darauf zu achten, dass die Garantie möglichst viele Bestandteile des Preises abdeckt - und für die komplette Laufzeit gilt. Auch beim Bonus gibt es einige Haken: Üblicherweise wird er nur einmalig ausgezahlt. Langfristig sind deswegen andere Angebote oft günstiger. Zudem fällt der Bonus meist komplett weg, wenn der Vertrag vorzeitig gekündigt wird, zum Beispiel wegen einer Preiserhöhung.

5. Keine Angst vor Stromausfall

Wer seinen Stromtarif wechselt, muss keinen Stromausfall fürchten. Schließlich kommt der Strom weiterhin aus dem nächstgelegenen Kraftwerk. Geht beim Anbieterwechsel etwas schief, springt der lokale Versorger automatisch ein. Das gilt auch bei der Pleite eines Anbieters.

Im neuen Ökostrom-Tarifrechner auf www.klima-sucht-schutz.de werden all diese Punkte berücksichtigt. Der Tarifvergleich enthält ausschließlich Anbieter, die "echten" Ökostrom liefern, kurze Laufzeiten und Kündigungsfristen haben, keine Vorauskasse oder Strompakete enthalten, und es werden keine einmaligen Bonuszahlungen berücksichtigt.

In 77 von 100 Städten ist "echter" Ökostrom günstiger als der Normalstrom des Grundversorgers, wie die Initiative "Atomausstieg selber machen" festgestellt hat. Das Bündnis von Umweltverbänden, Verbraucherschutz- und Anti-Atom-Initiativen hat außerdem errechnet, dass in den vergangenen beiden Jahren Preiserhöhungen bei Ökostrom geringer ausfielen als bei den Grundversorgern.
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