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Pressemitteilung

Restmüll in Berlin: bis zu 80 Prozent könnten recycelt werden

Mitmachkampagne Trenntwende gibt die fünf wichtigsten Tipps zu Müllvermeidung und Abfalltrennung / Viele Wertstoffe werden mit dem Hausmüll verbrannt
(PM) Berlin, 15.11.2012 - Die Europäische Woche der Abfallvermeidung kommt in Berlin zur rechten Zeit, denn 80 Prozent des privaten Hausmülls in der Hauptstadt besteht aus noch wiederverwertbaren Wertstoffen. Die Berliner Trenntwende-Kampagne greift den Berlinerinnen und Berlinern nun unter die Arme und präsentiert auf trenntwende.de die fünf effektivsten Tipps zur Abfallvermeidung und Mülltrennung im Alltag. „Die Ergebnisse der Haus- und Geschäftsmülluntersuchung Berlin zeigen: Die Berlinerinnen und Berliner können bei der Mülltrennung dafür sorgen, dass deutlich mehr Wertstoffe recycelt werden. Wir sprechen hier immerhin über einen Komposthaufen von 360.528 Tonnen Biomüll, 2.360 Lastwagenladungen Papier und Pappe und bis zu 100 Millionen Mehrweg-Glasflaschen die nicht wiederverwertet werden“, sagt Falko Müller, Projektleiter der Trenntwende-Kampagne.

Fünf Schnelltipps

Anlässlich der Europäischen Woche zur Abfallvermeidung vom 17. bis 25. November präsentiert die Trenntwende fünf Tipps, die bei minimalem Aufwand die tägliche Müllmenge maximal reduzieren und dazu beitragen, optimal zu trennen. Bis zum 30.11 sind gleichzeitig alle Berlinerinnen und Berliner aufgefordert, ihre eigenen Abfallvermeidungs- und Mülltrennungstipps einzusenden. Unter allen Einsendungen werden fünf Trinkwassersprudler von SodaStream verlost. Hintergründe und Teilnahmebedingen zum Gewinnspiel befinden sich auf der Kampagnen-Webseite www.trenntwende.de .

1. Mülltrennung mit System: Eine saubere Lösung für zu Hause sind Mülleimer mit vierfacher Unterteilung der Abfallbehälter. Das spart Platz und vereinfacht die Mülltrennung.

2. Leitungswasser trinken: Wer Leitungswasser trinkt und auf Einwegverpackungen verzichtet, trägt erheblich zur Müllvermeidung bei.

3. Mehrweg-Tragetaschen nutzen: Jeder Berliner verursacht 1,3 Kilogramm Müll durch Plastiktüten. Mehrweg-Tragetaschen, Einkaufskörbe oder Einkaufsnetze sind gute Alternativen.

4. Besser trennen – Wissen ist Macht: Auf der Webseite www.trenntstadt-berlin.de erfahren Verbraucher, welcher Abfall in welche Tonne gehört.

5. Weniger Verpackung bedeutet weniger Müll: Jeder sollte daher zu Produkten greifen, die wenig oder gar nicht verpackt sind.

Zu wertvoll für die Müllverbrennung

Laut Hausmülluntersuchung besteht der Berliner Hausmüll zu fast 42 Prozent aus Organikstoffen wie beispielsweise Küchen- und Gartenabfälle, die in den Biomüll gehören. Rund 11 Prozent des Hausmülls sind Papier und Pappe und 9 Prozent Verbundstoffe wie Getränkekartons aber beispielsweise auch Kleinelektrogeräte, die eigentlich in der gelben Tonne beziehungsweise der Orange Box gesammelt werden. Glas und Kunststoffe wie Leichtverpackungen aber auch Plastikspielzeug sind mit jeweils 7 Prozent im Hausmüll enthalten. Alttextilien machen mit rund 4 Prozent einen nur geringen Teil aus. Der Großteil des Berliner Hausmülls wird im Müllheizkraftwerk in Ruhleben verbrannt. Damit gehen die im Hausmüll enthaltenen Wertstoffe durch die thermische Verwertung unwiederbringlich verloren. Die großen Mengen an Organikstoffen (BIOGUT-Tonne) spielen insbesondere für die klimafreundliche Zukunft von Berlin eine wichtige Rolle. Diese könnten in der Biogasanlage der Berliner Stadtreinigung, die im Frühjahr 2013 in Betrieb genommen werden soll, zu Biogas vergoren werden und das Klima jährlich um mindestens 5.000 Tonnen CO2 entlasten.

Die Trenntwende: Gemeinsam stark

Die Mitmachkampagne „Trenntwende“ steht unter dem Motto „Unsere Stadt. Unser Müll. Die Idee!“ und informiert und motiviert Berlinerinnen und Berliner zu Abfallvermeidung und -trennung. Auf der Kampagnenwebsite können Besucher mit dem MüllCheck ihr Wissen testen und herausfinden, ob sie ein „Müllmuffel“ oder doch eher der schlaue „Müllionär“ sind. Die Trenntwende wird von der Stiftung Naturschutz Berlin aus Mitteln des Förderfonds Trenntstadt Berlin gefördert. Für Konzept und Organisation ist die gemeinnützige co2online GmbH verantwortlich, die sich in zahlreichen Kampagnen für den Klimaschutz und eine nachhaltige Zukunft einsetzt.

Die Trenntwende wird unterstützt durch bpg BerlinPlakat GmbH, Eclipse GmbH, EUREF AG, GSW Immobilien AG, Märkisches Landbrot GmbH, memo AG, Tetra Pak Deutschland, Onlineshop wurmwelten.de und das Stadtmagazin zitty Berlin. Gleichzeitig wird die Kampagne von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt unterstützt.
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