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Eine Frage des Selbstbewusstseins. Die Zukunft von Europa, Spekulanten und des Finanzmarktes

Der Finanzmarkt ist eine äußerst sensible Sphäre oder besser gesagt: Der Finanzmarkt ist ein Kind. Er reagiert nämlich vor allem auf eines: ...
(PM) Waiblingen, 17.05.2010 - Der Finanzmarkt ist eine äußerst sensible Sphäre oder besser gesagt: Der Finanzmarkt ist ein Kind. Er reagiert nämlich vor allem auf eines: auf Gefühle. Misstrauen, Vertrauen, Ängste und Euphorie, die Extreme menschlicher Emotionen, die wir im Kindesalter noch ungestüm auszuleben vermögen, sind an den Börsen zuhause. Annahmen, Verdächtigungen, Gerüchte und unbedachte Aussagen können da schnell Höhenflüge – gleich dem Jubel auf ein zu erwartendes Geschenk - oder Katastrophen – gleich dem beleidigten Rückzug angesichts eines abgelehnten Wunsches - nach sich ziehen.
Bleiben wir im Vergleich, braucht der Finanzmarkt zweierlei – eine gute Erziehung und damit starke Vorbilder. Volkswirtschaften können vom Finanzmarkt nicht das erwarten, was sie selbst nicht bereit sind zu tun. Wir Eltern kennen das – wie oft erinnern uns unsere Kinder an die eigene Inkonsequenz?
Und wie sollen wir produktive Nachkommen erziehen, wenn wir Eltern ohne Selbstbewusstsein gegenüber den eigenen Fähigkeiten agieren?
Nicht selten kehrt sich das Spiel in fataler Weise um – vermeintlich starke Kinder „erziehen“ – sprich: terrorisieren - schwache Eltern. Was letztlich nur beiden schadet.
Der Finanzmarkt und seine Spekulanten sind nur dann zu beeindrucken und zu führen, wenn sie Respekt haben vor der Souveränität, Produktivität und Solidarität – sprich: vor dem Selbstbewusstsein - von Volkswirtschaften. Ohne Respekt kommt es zu keiner positiven Erziehung – das gilt für uns Eltern gleichermaßen.
Mehr noch: Respekt ist stärker als Regeln.

Wir sollten erkennen: Der Einfluss von Spekulanten gründet sich nicht auf die Freiheit des Marktes, sondern auf die Schwäche - sprich: auf das mangelnde Selbstbewusstsein - von Marktteilnehmern. Die Stärkung von Souveränität, Produktivität und Solidarität muss daher ganz oben auf der Agenda von Europa stehen.
Es geht um Selbstbewusstsein.
Um ein legitimes Selbstbewusstsein, denn Europa ist stark, daran können weder Griechenland noch Portugal und Spanien etwas ändern. Auch die EU-Finanzminister haben mit der Verabschiedung des Rettungsschirmes Stärke demonstriert – dabei haben sie sich allerdings wie viele Eltern verhalten, die den spottenden Nachbarn zeigen wollen, was sie geldmäßig drauf haben und sich einen schicken Neuwagen vors Haus stellen, geleast natürlich.
Doch Selbstbewusstsein zeichnet sich gerade dadurch aus, dass es sich nicht beweisen muss.
Zusammenhalt zu zeigen, also Solidarität, beeindruckt dabei noch am meisten – die Finanzmärkte ebenso wie unsere Kinder.

Europa ist wirtschaftlich gesehen eine Großmacht und verfügt über genügend kluge Köpfe, die zukunftsweisende Innovationen auf den Weg bringen können, der in eine stabile und nachhaltige Produktivität führt.
Auch tobende Kinder sind offen für neue Ideen – Kreativität beflügelt innere Kräfte und Gefühle, schafft neue Möglichkeiten und Märkte, die die Wirtschaft von innen heraus stabilisieren. Was dem Finanzmarkt und seinen Spekulanten eine Menge Respekt abnötigen würde: Sie können zwar auf, nicht aber gegen reales – sprich: substanzielles und zukunftsfähiges – Wachstum wetten.

Natürlich müssen wir auch sparen – gerade Kinder sollten das lernen. Doch Sparen bedeutet nicht die Kürzung notwendiger Ausgaben, was letztlich nur schwächt. Sparen ist etwas anderes - die intelligente Verteilung von Einnahmen.
Sparen kann, wer erfolgreich arbeitet. Besser gesagt: Sparen ist ein Akt der Stärke. Und kein Drama aus äußeren Zwängen.
Ein Konsolidierungskurs ist daher immer ein Wachstumskurs, der Beteiligung statt Verteilung zum Ziel haben muss.
Unsere Kinder werden nie den Sinn des Sparens begreifen, wenn wir sie lediglich an die Verteilung von Taschengeld gewöhnen. Beteiligen wir sie lieber am familiären Wirtschaftsprozess und sie lernen schnell: Sparen ist Verantwortung gegenüber Ressourcen und Potenzialen.

Selbstbewusstsein in Form von Souveränität, Produktivität und Solidarität übersetzt als Respekt, Kreativität und Verantwortung sind die Erfolgsfaktoren im Kampf gegen Spekulanten und Staatsdefizite.
Mehr noch: Nicht wir sollten uns am Finanzmarkt beteiligen, sondern umgekehrt muss es geschehen – statt sich in virtuelle Wertsteigerungsfantasien zu verstricken, gehören Spekulanten eingebunden in die Förderung einer nachhaltigen Zukunft.
Denn für den Finanzmarkt, seine Spekulanten und nicht zuletzt für Kinder gilt: Wer die eigene Zukunft oder die anderer verbaut, kommt nicht mehr voran.

Könnte das alles gelingen?
Nun, Kinder wollen folgen – sie folgen aber nur denen, die eine glaubwürdige Richtung haben und das Gefühl einer produktiven Zukunft verströmen.
Das vermittelt Sicherheit, Zuverlässigkeit, Geborgenheit.
Das lässt Mut reifen und eröffnet Chancen.
Das Gleiche sucht der Finanzmarkt eigentlich auch.
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ÜBER OLIVER SCHWARZMANN

Oliver W. Schwarzmann ist Publizist und Kommentator für internationale Zukunftsentwicklungen in Wirtschaft, Finanzmärkten und Unternehmen. Der ehemalige Banker und heutige Vorstand der Bley und Schwarzmann AG beschäftigt sich mit der ...
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