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Das Papiergeld, die Pumpe und Ungerechtigkeit

Rogoff versus Papiergeld
(PM) Heidelberg, 24.11.2014 - Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Rogoff hat neue Pläne für die Durchsetzung von Negativzinsen vorgetragen. Das eigentliche Problem hinsichtlich der gegenwärtigen Wirtschaftsflaute sei eigentlich das Papiergeld, welches nach Rogoffs Ansicht eine weitere Senkung der Zinsen seitens der Notenbanken verhindert. Rogoff ist ein wahres Multitalent, denn auf diese Weise könnten auch die Drogenkriminalität, aber auch die Steuerflucht eingedämmt werden.

Schuld an dem fehlenden Vermögenstransfer nach unten soll insbesondere die Kriminalität sein. So habe sich beispielsweise die Europäische Zentralbank die Ankurbelung der Wirtschaftslage rund 4000 Euro pro einzelnem Bürger im gemeinsamen Währungsraum kosten lassen. Die Gegenfrage, die man jetzt Rogoff frech stellen könnte, wo denn das Geld jetzt sei, beantwortet der renommierte Ökonom mehr als gekonnt. Dieses sei nämlich in den Depots der Kriminellen verschwunden! Böse Stimmen könnten auch behaupten, schaut man sich nun diesen praxisfernen Vorschlag etwas genauer an, dass wir mit unserem Latein so ziemlich am Ende sind.

Rogoff hat durch seine Theorie über die Auswirkungen des Verschuldungsgrades auf das Wirtschaftswachstum einer Volkswirtschaft mächtig Öl in das alles versengende Feuer der Austeritätspolitik, wie sie insbesondere in den GIPS-Staaten zum Einsatz kam, gegossen. Die Folgen dieser Politik sind wohlbekannt. Verarmte Landstriche, Jugendarbeitslosigkeit in schwindelerregenden Höhen, unbeliebte Regierungen, Massenausschreitungen, Kapitalflucht und viele andere Unannehmlichkeiten waren die mittelbaren oder unmittelbaren Folgen, bis sich herausstellte, dass Rogoffs theoretische Berechnungen von Fehlern in Excel-Dateien durchsetzt waren.

Das ökonomische Märchen von der rettenden Technologieinnovation

Den ohnehin im Vorfeld stark angeschlagenen Ländern wie Griechenland, die dazu gezwungen worden sind, sich bis zum bitteren Ende kaputtzusparen, wird dieser Fehler vermutlich ein nur sehr schwacher Trost sein. Keine Frage, Rogoff hat sich mit seinen richtigen Äußerungen zu immensen Staatsverschuldungsquoten einen Namen gemacht. Etwas, was in der westlichen Welt Anfang der Achtziger des vergangenen Jahrhunderts seinen verhängnisvollen Lauf mit den Star Wars-Spielen von Reagan nahm, sich wenig später mit dem Zinsschritt der FED erheblich verschlimmerte, nämlich das rigorose, ungehemmte Ausgabeverhalten der Staaten, verbunden mit den steigenden Finanzierungskosten, schwappte spätestens mit der deutschen Wiedervereinigung auch nach Europa über, und konnte nicht länger verschwiegen werden. Es waren mitunter historische Notwendigkeiten in der langen Kette dabei, sei es die Beilegung des Kalten Krieges oder die deutsche Wiedervereinigung, nur wurden gerade diese zu schnell vollzogen.

Man tröstete sich anschließend über lange Zeitperioden mit Theorien über Technologieinnovationen, wodurch Staaten quasi über Nacht wieder die Oberhand über ihre Haushalte zurückgewinnen konnten, doch die Schuldenuhr tickte gnadenlos weiter. Was unterm Strich übrig blieb war die Hilflosigkeit der Staaten sich gegen erdrückende Schuldenberge zu stemmen. Die darauffolgende Sparpolitik nach dem Ausbruch der Wirtschaftskrise hat die Staaten über einen Punkt ohne Wiederkehr befördert.

Die fehlende Wirtschaftsdynamik und die soziale Ungerechtigkeit

Der neueste HSBC PMI hat das bestätigt, was in Insiderkreisen schon längst bekannt war. Der chinesische Wachstumsmotor, auf den die globalen Ökonomien so sehr hoffen, ist ins Stottern geraten. Japan hat man bereits vor einigen Tagen abgeschrieben, das Land ist äußerst medienwirksam wirtschaftlich beerdigt worden. Man hat sogar das böse R-Wort wie Rezession öffentlich ausgesprochen, zudem war von einem „überraschenden Ereignis" die Rede. Überraschend war Nippons Abrutschen auf die dunkle Seite kaum, im Gegenteil.

Auch den Daten aus China sollte eigentlich beim genauen Blick auf den chinesischen Immobiliensektor wenig Verwunderung gezollt werden. Daneben wird China insbesondere in den letzten zehn Jahren von einer mehr oder minder korrupten geldaristokratischen Parteielite regiert. Das gekonnte Absegnen der chinesischen Besitzverhältnisse hat die dortige Arbeiterschaft vollkommen gelähmt und viele der unterprivilegierten Chinesen zu mittelosen Wanderarbeitern gemacht.

Grundsätzlich braucht man in jeder aufstrebenden Ökonomie am Anfang eine wirtschaftliche Elite, die das Wachstum vorantreibt. Andererseits ist es nach einem bestimmten Zeitpunkt ratsam etwas Umverteilung vorzunehmen, um den sozialen Frieden aufrechtzuerhalten. Gerade diesen wichtigen Schritt hat man in jedem BRIC-Staat ausgelassen und so die soziale Ungerechtigkeit weitgehend zementiert.

Dies ist ein Exzerpt. Der vollständige Artikel kann in unabhängigem Smartest Finance-Wirtschaftsblog eingesehen werden.
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