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Ärzte sind Gatekeeper beim Teilen von Gesundheitswerten

DocCheck Research untersucht Chancen und Nutzen von gesundheitsbezogenem Datensharing
(PM) Köln, 11.08.2015 - In der aktuellen Studie „Share for Care“ analysiert DocCheck Research, inwieweit Ärzte und Patienten Möglichkeiten des Self- Trackings bereits nutzen und mit welchen Akteuren die Patienten ihre persönlichen Daten teilen.

Der Studie zufolge spricht bereits jeder fünfte Patient seinen Arzt auf Themen rund um das Self-Tracking an. Jeder vierte Arzt wird auf Self-Tracking-Geräte angesprochen und die Hälfte aller Ärzte beantwortet Fragen zu den gewonnenen Messwerten. Je Self-Tracking-affiner ein Arzt ist, desto häufiger spricht er mit seinen Patienten über die Anwendung und Möglichkeiten des „Quantified Self“.

Die Rolle des kompetenten Beraters in Sachen Self-Tracking liegt damit eindeutig bei den Medizinern: Gefragt nach derjenigen Expertengruppe, von der sich Self-Tracking-Anwender hinsichtlich ihrer Werte in erster Linie beraten lassen sollten, liegt der Haus-/Facharzt aus Sicht der Ärzte (73 Prozent) und auch der Patienten (86 Prozent) klar auf Rang Eins. Immerhin jeder vierte Patient würde auf die Beratung durch Apotheker setzen.

Auch die Bereitschaft zum Datentransfer ist gegenüber den Ärzten mit Abstand am höchsten. Rund 70 Prozent der Patienten wären bereit, ihre Daten mit dem Haus- oder Facharzt zu teilen oder tun dies bereits; gefolgt vom Krankenhaus (50 Prozent) und dem Physiotherapeuten (47 Prozent). Nur ein Drittel der Patienten würde ihre Self-Tracking-Daten mit der Krankenkasse teilen.

Sowohl Ärzte als auch Patienten zeigen sich äußerst offen dafür, die Möglichkeiten des Self-Trackings zu nutzen und sehen vor allem für den therapiebegleitenden Einsatz viele Vorteile. Mehr als 50 Prozent der Patienten sind der Ansicht, dass sich ärztliche Diagnosen und Therapien durch den Datenaustausch mit dem Arzt unterstützen lassen.

Der wichtigste Wert, den man aus Ärzte- und aus Patientensicht im Auge behalten sollte, ist ein Wert, der aktuell von gängigen Self-Tracking-Geräten nicht gemessen wird: der Blutdruck (80 bzw. 70 Prozent). Auf Rang Zwei liegt das Körpergewicht und auf Rang Drei finden sich der Pulsschlag sowie der Blutzucker.

In Anbetracht der zahlreichen Self-Tracking-Geräte stellt sich gerade für Einsteiger die Frage nach dem idealen Gerät. Bei der Ärzteschaft insgesamt fällt die Empfehlungsbereitschaft für die verschiedenen Gerätehersteller und App-Anbieter trotz recht hoher Bekanntheitswerte relativ indifferent aus: Neun von fünfzehn abgefragten Marken und Anbietern erreichen Werte um die 8 bis 16 Prozent. Bei den ärztlichen Heavy Usern zeichnen sich dagegen klare Präferenzen ab: Knapp 40 Prozent würden zu einem Gerät von Polar raten, 36 Prozent empfehlen Runtastic, mit etwas Abstand folgen Garmin und FitBit. Von den Heavy Usern auf Patientenseite würde jeder vierte Runtastic empfehlen (Rang Eins), gut jeder fünfte zu Nike (22 Prozent) oder Polar (20 Prozent) raten.

Dem Thema Self-Tracking können Ärzte zukünftig kaum noch entgehen. Dabei herrscht durchaus Informationsbedarf: Gut die Hälfte der Ärzte gibt an, dass sie mit den heutigen Möglichkeiten des Self-Trackings noch nicht beziehungsweise gar nicht vertraut sind.

Neben Erfahrungen und persönlichen Einstellungen zum Thema Self-Tracking wurden Ärzte und Patienten zur Bekanntheit, Nutzung und Empfehlungsbereitschaft der folgenden Marken befragt: A-Rival, Beurer, Fitbit, Garmin, GearFit/Samsung, iHealth, Jawbone; MiCoach/Adidas, MioAlpha, Nike, Polar, Runtastic, Sigma, SOMA, TomTom.

Alle Zahlen und Ergebnisse der Studie im Detail können unter folgendem Link heruntergeladen werden: redirect.doccheck.com/share-for-care
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