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Fachartikel, 11.08.2017
Schöne smarte Welt
Was sich hinter Smart Meter, Smart Grid & Co. verbirgt
Smart Home, Smart City, Smart Meter – immer häufiger begegnen uns solche Begriffe. Alles soll „smart“ werden. Das klingt gut. Aber was genau heißt das eigentlich? Wie unterscheiden sich die Konzepte voneinander? Und was gilt es für Unternehmen zu beachten?
Der Zusatz „smart“ steht zunächst für eine intelligente Vernetzung verschiedener Elemente. Diese kann in unterschiedlichen Größenordnungen erfolgen: Angefangen beim Stromzähler über das Stromnetz bis hin zu smarten Häusern, Fabriken und ganzen Städten. Dahinter steht die Vision einer komplett vernetzten Welt. Bis dahin wird es wohl noch etwas dauern, aber beim Thema Smart Meter sollten Unternehmen bereits jetzt aktiv werden.


Smart Metering: Die intelligente Strommessung


Smart Meter sind intelligente Stromzähler und werden direkt vor Ort beim Verbraucher eingesetzt. Sie erfassen Verbrauchsdaten und ermöglichen dem Energieanbieter eine Fernauslese. So sollen Bereitstellung und Nachfrage von Energie möglichst optimal aufeinander abgestimmt werden. Unternehmen und deren Energieanbieter können so den konkreten Energiebedarf feststellen. Zudem stellt sich der eigene Stromverbrauch deutlich transparenter dar und die größten Verbrauchsquellen lassen sich leichter identifizieren. Nutzt man die Daten des Smart Meter, um den eigenen Stromverbrauch zu optimieren, kompensieren sich die Kosten für Einbau und Wartung der intelligenten Zähler in kurzer Zeit. Mittelfristig ermöglichen Smart Meter auch dem Verbrauch entsprechende, individuelle Tarife.
Zeitplan verschoben – Handeln lohnt sich trotzdem

Bereits im August 2016 hat die Bundesregierung das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende verabschiedet, das die Pflicht zum Einbau von Smart Metern beinhaltet. Geplant war, dass ab Anfang 2017 alle Verbraucher, deren jährlicher Strombedarf über 10.000 kWh liegt auf die digitalen Stromzähler umstellen. Unter anderem aufgrund der strengen Datenschutzbestimmungen und der nicht ausreichenden Anzahl an zertifizierten Geräten konnte dieser Zeitplan jedoch nicht eingehalten werden. Die Bundesregierung sieht den Smart Meter Rollout inzwischen weniger zeitkritisch und schließt nicht aus, dass die digitalen Stromzähler erst 2018 eingeführt werden. Letztlich ist aber klar: Smart Meter werden früher oder später zur Pflicht. Und bereits jetzt können sich die intelligenten Zähler vor allem für Unternehmen mit hohem Energieverbrauch bezahlt machen.

Smart Grid – für eine gleichmäßige Netzauslastung


Aber weshalb sind Smart Meter so wichtig? Aufbauend auf der intelligenten Strommessung, kann ein intelligentes Stromnetz, das sogenannte Smart Grid, entstehen. Die Stromversorgung hat sich in den letzten Jahren dramatisch gewandelt: Durch Einspeisungen aus erneuerbaren Energiequellen sowie durch die steigende Anzahl an Eigenproduzenten ist ein komplexes Energiesystem entstanden, das teilweise starken Schwankungen unterliegt. Smart Meter bilden die Funktionsbasis der intelligenten Stromnetze. Sie sammeln Verbrauchsdaten, welche über das Smart Grid an das Grid Control Center transportiert werden. So können Spannungsschwankungen, Verfügbarkeiten und Fehlermeldungen zentral verwaltet werden. Ziel ist es, erneuerbare Energien effizient zu integrieren und auf diese Weise eine gleichmäßige Netzauslastung herzustellen.

Smart Home, Smart Factory, Smart City


Die Digitalisierung der Stromzähler und -netze geht mit der Vernetzung verschiedener Lebensbereiche einher. Vom intelligenten Zuhause, dem Smart Home, haben viele bereits gehört. Doch dahinter steckt mehr als das bloße Ein- und Ausschalten der Wohnzimmerlampe oder das Starten der Kaffeemaschine per Smartphone. In einem Smart Home sind Heizung, Belüftung, Beleuchtung und Haushaltsgeräte miteinander vernetzt und können zentral gesteuert werden. Das spart Energie und dadurch letztlich Kosten.

Auch auf die Wirtschaft ist das übertragbar: In der intelligenten Fabrik – der Smart Factory – wird dieses Konzept auf die Produktionsprozesse angewandt. Dabei handelt es sich um eine Produktionsumgebung, in der Menschen und Maschinen ständig miteinander kommunizieren. Die intelligente Fabrik organisiert sich in weiten Teilen selbst – und führt so letztlich zu effizienteren Abläufen und Kostenersparnissen.

Eine Vision, die über einzelne Elemente hinausgeht, ist die Smart City. Sie entsteht durch die Verflechtung aller vernetzten Elemente: Smart Citys sind Städte, die durch den Einsatz innovativer Technologien intelligente Lösungen für verschiedene Bereiche der Stadtentwicklung erzielen. Die unterschiedlichen Gebäude und Abschnitte sind sowohl in sich als auch untereinander vernetzt, um ein effizientes und nachhaltiges Leben für die Bewohner zu ermöglichen.

Smarte Zukunft braucht Smart Meter


Gemeinsames Merkmal all dieser smarten Konzepte ist das Prinzip der Kommunikation: Die einzelnen Elemente empfangen, verarbeiten und senden Informationen. Die intelligente Vernetzung unseres Umfelds – egal ob die der eigenen vier Wände oder der Energiesysteme, die wir täglich nutzen – wird zukünftig weiter voranschreiten. Eine präzise Messung und Auswertung der Verbrauchsdaten ist dafür unerlässlich. Die Einführung der Smart Meter ist deshalb ein entscheidender Schritt, der sich für viele Unternehmen auch ohne Verpflichtung lohnt.

Bild: Thorben Wengert  / pixelio.de

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Stefan Harder ist der Geschäftsführer E.VITA GmbH. Das mittelständische Familienunternehmen E.VITA bietet bundesweit Strom- und Gasversorgung für Industrie-, Gewerbe- und Privatkunden. Einer der Schwerpunkte von E.VITA ist – neben ...
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