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Tugenden in der Wirtschaft: Widerspruch oder Notwendigkeit?

Willy Hensen, Referentin der women&work, im Interview mit Melanie Vogel
(PM) Deutschland, 12.05.2014 - Zählen in Unternehmen Werte wie Fairness, Ehrlichkeit und Integrität? Werden diese von Führungskräften, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Personalverantwortlichen gelebt? Sind sie in Unternehmensleitbildern verankert und dienen so als Orientierung menschlichen und unternehmerischen Handelns im Unternehmen? Melanie Vogel, Initiatorin der women&work hat mit der Niederländerin Willy Hensen über die Wichtigkeit von Werten und Tugenden in der Wirtschaftswelt gesprochen. Willy Hensen ist leitende Moderatorin des VirtuesProjectTM International/Europe und Referentin der women&work am 24. Mai in Bonn.

Melanie Vogel: Frau Hensen, welche Verbindung haben Tugenden zur Wirtschaft?

Willy Hensen: Wenn wir über Anteilnahme, Aufrichtigkeit, Selbstbehauptung, Selbstdisziplin, Verantwortung oder Verbindlichkeit sprechen, sind das allseits bekannte Begriffe und Eigenschaften, die nicht nur in unserer Gesellschaft verankert sind, sondern auch einen hohen Stellenwert in der Wirtschaftswelt haben sollten. Heutzutage ist der Druck in vielen Unternehmen so hoch, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Leistung gar nicht mehr voll entfalten können. Sie sind überarbeitet und im schlimmsten Fall auf dem Weg zum Burnout. Hier kann die Rückbesinnung auf Tugenden sehr viel Kraft geben, denn Tugenden steuern und regulieren unser Benehmen, vor allem dann, wenn uns Situationen oder das Umfeld dazu zwingen, bestimmte Tugenden zu stark ausleben zu müssen. Und wenn man mit dem eigenen Verhalten nicht zufrieden ist, weil die gewünschten Resultate ausbleiben, dann kann es sein, dass die Tugenden sehr hilfreich sind, um das gewünschte oder erforderte Ergebnis zu bekommen oder ein krank machendes Verhalten zu regulieren.

Vogel: Kann man Tugenden lernen oder sind sie angeboren?

Hensen: Meiner Erfahrung nach trifft beides zu. Tugenden werden von den Eltern, der Familie und dem sozialen Umfeld aber auch in den Unternehmen oder in einem Team vorgelebt und durch das Vorleben erlernt oder übernommen. Gleichzeitig gibt es aber auch angeborene Charakterqualitäten, die wir daran erkennen, dass uns das authentische Leben bestimmter Tugenden überhaupt keine Mühe bereitet. Und natürlich gibt es auch Tugenden, die eine echte Herausforderung für einen darstellen und die man dann ganz bewusst erlernen und praktizieren muss. Das Leben hält immer Herausforderungen bereit. Jede Herausforderung fragt nach einer Änderung in meinem Benehmen. Und an diesem Punkt kann ich lernen hinzuschauen, welche Tugenden mir helfen können, die Herausforderung in diesem Moment zu bewältigen. Entscheidend für jeden Menschen ist, Tugendbalance zu erlangen. Man kann jede Tugend zu ausgeprägt, zu schwach oder gar nicht leben. Und es ist kontextabhängig, auf welchen Strauß an Tugenden man zurückgreifen kann oder nicht und welche Tugend man in bestimmten Situationen wählt oder eben nicht wählt. Wenn man die Straße überquert, soll man sie zielgerecht überqueren. Die Tugenden Geduld oder Flexibilität haben in dieser konkreten Situation nichts verloren.

Vogel: Was genau ist das VirtuesProjectTM?

Hensen: Das VirtuesProjectTM ist eine weltweite Organisation, die es mittlerweile in über einhundert Ländern gibt. In Deutschland läuft das VirtuesProjectTM unter dem Namen „TugendProjekt“. Der Verein hat seinen Sitz in Königswinter. Gegründet wurde das VirtuesProjectTM aber 1988 in Kanada von Linda Kavelin Popov, ihrem Mann Dan Popov und ihrem Bruder John Kavelin. Dan Popov hatte zu diesem Zeitpunkt gerade seine Doktorarbeit zum Thema „Tugenden“ geschrieben, in der er sieben Hauptreligionen untersuchte und dabei 325 Tugenden identifizierte, die in all diesen Religionen eine Rolle spielten und damit gewissermaßen eine gemeinsame Wertebasis der Menschen weltweit bilden. Aus dieser Erkenntnis heraus entwickelten sie über die Jahre fünf Strategien die helfen, mit Tugenden zu leben und zu arbeiten und sich auf Tugenden zurück besinnen zu können.

Vogel: Das TugendProjekt ist auch auf der women&work. Was bietet das TugendProjekt e.V. auf der women&work am 24. Mai in Bonn?

Hensen: Ich selbst werde einen Workshop geben mit dem Titel „Mit Tugenden und Werten persönlichen und ökonomischen Erfolg erzielen”. Ich zeige darin, wie es möglich ist, die eigene Tugenden zu entdecken und zu stärken. Denn wenn man weiß, welche Tugenden man hat und welche Tugenden eine Herausforderungen darstellen, dann hält man den Schlüssel zur eigenen Persönlichkeit in der Hand. Aus dieser Inspiration heraus fällt es viel leichter, seinen Charakter authentisch einzusetzen, und im Berufsleben erfolgreich zu sein und Leistung zu erbringen. Zusätzlich haben wir einen Messestand auf der Karriere-Meile, wo Messebesucherinnen von Tugendbegleiterinnen und -begleitern des TugendProjekts beraten werden.

Vogel: Vielen Dank, Frau Hensen, für das Interview.
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