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Proaktive Personalpolitik in Indien: Krisenmanagement und Stellenabbau

(PM) Bochum, 12.09.2014 - Im Indien-Business geht es nicht immer nur um Geschäftsaufbau und Expansion. Leider sind nicht alle Unternehmungen von Erfolg gekrönt. Die Gründe dafür sind mannigfach, liegen aber nicht selten am schwierigen Marktumfeld. In den letzten zwei bis drei Jahren spürten zahlreiche deutsche Firmen den konjunkturellen Gegenwind in Indien. Das Wirtschaftswachstum hat sich während der Zeit halbiert. Diese unvorhersehbare negative Entwicklung hat viele Unternehmer auf dem falschen Fuß erwischt, denn man ist von nachhaltig starken Wachstumsraten in Indien ausgegangen. Viele Firmen mussten folglich einen Gang zurückschalten und mitunter auch Kapazitäten zurückfahren. Belegschaft in Indien abzubauen ist jedoch ein heikles Unterfangen und muss daher gut geplant und gemanagt werden – ansonsten könnte man gezwungen sein, den Betrieb gleich ganz zu schließen.

Die indische Niederlassung eines deutschen Nahrungsmittel-Produzenten belieferte lange Zeit erfolgreich Hotels, größere Gastronomiebetriebe und Fluggesellschaften. Bedingt durch die wirtschaftliche Flaute stornierten ein paar Großkunden Aufträge, sodass der Absatz nachhaltig um 30 Prozent einbrach. Um den weiteren Betrieb zu sichern, musste eine komplette Schicht stillgelegt werden, was mit Entlassungen von etwa 20 Prozent der Mitarbeiterschaft verbunden sein sollte. Das Management suchte sofort das Gespräch mit den Gewerkschaftsvertretern und der Mitarbeiterdelegation um die brisante Lage des Unternehmens fair und offen zu erörtern. Gemeinsam konnte ein Sozialplan erarbeitet und vereinbart werden, der den Mitarbeitern Hilfestellung zwecks Weiterbeschäftigung in anderen Betrieben der Branche zusicherte. Die Unternehmensleitung hatte sich vorher intensiv mit der arbeitsrechtlichen Situation in Indien auseinandergesetzt und proaktiv Gespräche mit Behörden und der lokalen Presse geführt.

Das Abkommen wurde von beiden Seiten eingehalten. Die Umsetzung erfolgte besonnen, problemlos und ohne öffentliche Störungen. Die Presse verhielt sich „still“. All das ist ganz und gar nicht selbstverständlich in Indien. Im Endeffekt gelten in Indien die gleichen Regeln und Grundsätze wie in Deutschland – nur mit dem Unterschied, dass in Indien kleine Probleme rasch zu Flächenbränden eskalieren können. Daher ist es besonders wichtig, die Dinge wirklich richtig anzugehen. In der realen Fallstudie hat das Unternehmen frühzeitig und offensiv den Kontakt mit allen Beteiligten gesucht und war ernsthaft darum bemüht sozial-verträgliche Lösungen zu finden. Die Unternehmensleitung hat Mitarbeiter und Gewerkschaften in die Lösungen mit einbezogen, Probleme und Härtefälle nicht verschwiegen und Verantwortung gezeigt. Die Mitarbeiter sowie die Öffentlichkeit (Stichwort Presse) wurden regelmäßig und umfassend informiert. Dies waren auch die Hauptgründe warum die indischen Mitarbeiter mehrheitlich hinter der Lösung standen und bereit waren, diese mit zu tragen beziehungsweise nach außen zu kommunizieren. Somit konnten Wochen-lange Streiks und eine öffentliche Diskussion samt Image-Verlust vermieden werden.
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Die Dr. Wamser + Batra GmbH berät und betreut europäische Unternehmen auf dem Weg nach und in Indien. Zu den Dienstleistungen gehören Marktanalysen, Planung und Durchführung von Markteintritts- und ...
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