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Porträt Erich Sartori: abas-Entwickler der ersten Stunde

„Simplify” – ein zentrales Element der Entwicklung
(PM) Karlsruhe, 01.12.2010 - Erich Sartori ist einer der technischen Väter der heutigen abas-Business-Software und Informatiker mit Leib und Seele: „Wenn ich eine diffizile Geschichte programmieren kann, bei der ich das Gefühl habe, die bringt dem Nutzer etwas, dann ist das die größte Freude für mich.“ Entsprechend lag ihm in den vergangenen dreißig Jahren nie etwas daran, führende organisatorische Verantwortung zu übernehmen. Ihn reizte viel mehr die Herausforderung, an einem anspruchsvollen Werk sein Informatikerkönnen unter Beweis zu stellen.

„Simplify” – ein zentrales Element der Entwicklung
„Es ist immer wieder wichtig, komplexe Problem- oder Programmlösungen zu vereinfachen. Sich immer wieder zu fragen, wie kann ich das herunterbrechen. Das ist relevant für eine Software, die fast dreißig Jahre existiert und deren Quellcodes überschaubar bleiben sollen. Ich freue mich über jede Zeile, die ich aus dem Code rauswerfen kann. Das ist für mich genauso bedeutend, wie Zeilen, die neu reinkommen“, erklärt Sartori.

Schöpfer der abas-Datenbank
In den Anfangsjahren durfte sich Sartori gemeinsam mit Reinhard Harms einer ganz besonderen Aufgabe stellen: der Entwicklung der abas-eigenen Datenbank. Sie gingen mit viel Elan an die Arbeit. Anfang der achtziger Jahre waren viele Datenbankansätze noch jung, externe Datenbanken kosteten viel Geld und waren für den Einsatz auf Großrechnern konzipiert. Die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Datenbank wollte wohl überlegt sein. Hätte man zu diesem Zeitpunkt auf das falsche Pferd gesetzt, hätte das den finanziellen Untergang des jungen Unternehmens bedeuten können. Ein Schicksal, das manchen Mitbewerber in der Branche ereilt hat. Die beiden orientierten sich bei ihrer Entscheidung für eine Datenbank an den Bedürfnissen ihrer Kunden und das war der Mittelstand. Das bedeutete, die gesuchte Lösung durfte das eigene Produkt nicht zu sehr verteuern, die Datenbank sollte für den Einsatz in mittelständischen Unternehmen ausgelegt sein und entsprechend nicht zu viele Ressourcen benötigen. Mehrplatzfähige Rechner, also MPM-Systeme, waren damals die Zielplattform. Vor diesem Hintergrund fiel die Entscheidung zugunsten der Entwicklung einer eigenen Datenbank.

Der Blick nach vorne und zurück – beide sind wichtig
Die Upgradefähigkeit der abas-Business-Software stellt an die Entwicklung besondere Herausforderungen: „Wenn wir heute etwas entwickeln, dann schauen wir dabei nicht nur nach vorne, sondern wir müssen auch zurückblicken und dafür sorgen, dass eine neue Lösung weitgehend mit älteren Versionen kompatibel ist“, führt Sartori aus. Seine Aufgabe in den kommenden fünf Jahren bis zum Ruhestand wird es sein, sein Wissen und seinen Enthusiasmus nach und nach weiterzugeben. „Bei uns ist manches gewachsen, was so an den Universitäten nicht gelehrt wird. Neue Mitarbeiter und Studenten hier heranzuführen, dass sie verstehen und sagen: „Ist ja interessant, das will ich auch machen“, das wird meine Aufgabe in den kommenden Jahren sein.“

Anwenderprobleme knacken bis 2015
Wenn man sieht, wie seine Augen leuchten, sobald er über Softwareprogrammierung spricht, dann fragt man sich, ob der abas-Entwickler den Ruhestand annehmen kann. Sartori zeigt sich da zuversichtlich: „Das wird spannend, aber 2015 will ich den Schritt machen und mich von der Arbeit zurückziehen und nicht mehr an Software denken.“ Seine Familie und sein musikalisches Engagement, er spielt Posaune und Querflöte, werden ihm bei diesem Schritt behilflich sein. Aber bis dorthin ist ja noch Zeit, so manchen Code zu entwickeln. (Tatjana Erkert)
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