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Pirelli Exklusiv-Umfrage - Verkehrssicherheit im Winter

Sicherheit auf nasskalten oder verschneiten Straßen, das heißt viele Autofahrer: Winterreifen. Zudem sieht mehr als jeder Dritte in der Einführung einer generellen Winterreifenpflicht die beste Maßnahme, um den Straßenverkehr sicherer zu machen.
(PM) München, 15.10.2009 - Das überrascht: Ein beachtlicher Anteil der deutschen Autofahrer befürwortet eine generelle Winterreifenpflicht und fordert damit mehr staatliche Einflussnahme, um den Straßenverkehr in der kalten Jahreszeit sicherer zu machen. Zu diesem Ergebnis kommt die Verbraucher-Umfrage, welche die Pilot:Projekt GmbH, Hannover, im Auftrag von Pirelli bundesweit durchführen ließ.

Was müsste getan werden, um den Straßenverkehr in der kalten Jahreszeit sicherer zu machen? Auf diese Frage antworteten 37 Prozent, es sollte eine generelle Winterreifenpflicht eingeführt werden. 19 Prozent der Autofahrer befürworten das Anheben der gesetzlichen Mindestprofiltiefe auf 4,0 Millimeter. Ein generelles Alkoholverbot halten lediglich elf Prozent für sinnvoll. Für das Einführen einer Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h auf Autobahnen von Oktober bis März votierten 17 Prozent. Die übrigen 16 Prozent der befragten Autofahrer sind der Meinung, es bedürfe keiner zusätzlichen Maßnahmen, um die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen.

84 Prozent der Befragten setzen in der kalten Jahreszeit generell auf Winterreifen und lassen ihre Fahrzeuge in den kommenden Wochen umrüsten. Weitere sieben Prozent der Autofahrer ziehen eine Umrüstung in Betracht, und nur neun Prozent der befragten Autofahrer geben an, von einem Wechsel auf Winterreifen abzusehen. „Dabei handelt es sich aber weitgehend um Personen, die ihre Fahrzeuge mit Ganzjahresreifen ausgestattet haben“, betont Michael Borchert, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing der Pirelli Deutschland GmbH. „Lediglich 1,6 Prozent der Autofahrer erklärten, aus Kostengründen auf die Umrüstung zu verzichten.“ Denn keiner der Befragten stimmte der Aussage zu, Sommerreifen seien im Winter so sicher wie Winterreifen.

In ihrer Entscheidung pro Winterreifen lässt sich die überwiegende Mehrheit der Autofahrer von den Vorteilen leiten, die Winterreifen in den Bereichen Sicherheit und Wirtschaftlichkeit gegenüber Sommerreifen bieten. Weniger als ein Drittel, nämlich 27 Prozent, nennt gesetzliche Vorgaben als Motiv für die Umrüstung.

In diesem Zusammenhang zeigt sich: Die situative Winterreifenpflicht ist vielen Autofahrern bekannt. 79 Prozent kennen die Verpflichtung, der Witterung angemessene Bereifung zu montieren sowie die Strafen, die mit einer Zuwiderhandlung verbunden sind. Neun Prozent der Befragten sind überzeugt, es gebe in Deutschland eine generelle Winterreifenpflicht, die das Fahren mit Sommerreifen zwischen Oktober und März untersage, während die übrigen zwölf Prozent davon ausgehen, es gebe keinerlei Winterreifenpflicht.

Wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, die alten Winterreifen durch einen Satz Neureifen zu ersetzen? 29 Prozent der Autofahrer antwortete auf diese Frage mit dem Hinweis auf die in der StVO vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern. 28 Prozent der Befragten gaben die technisch korrekte Antwort: Sie ersetzen ihre Winterreifen, sobald deren Profil auf vier Millimeter abgefahren ist. „Sinkt die Profiltiefe unter vier Millimeter, nimmt die Haftkraft auf Schnee und Glatteis rapide ab und die Bremswege werden deutlich länger“ erläutert Pirelli Deutschland-Geschäftsführer Michael Borchert.

Auf den kontinuierlichen Neukauf nach jeweils vier Jahren setzen 14 Prozent der Autofahrer. Riskant: 29 Prozent der Autofahrer verlassen sich bei der Entscheidung, ob neue Winterreifen erforderlich sind, auf ihr Gefühl beziehungsweise auf ihre subjektive Wahrnehmung von Bremskraft und Haftung ihrer alten Pneus. Im Ernstfall einer Vollbremsung oder bei einer zügigen Fahrt durch eine verschneite Kurve können beide Gruppen mit ihrer Einschätzung arg daneben liegen. „Besser und vor allen Dingen sicherer sind regelmäßige Messungen der Profiltiefe“ rät daher Michael Borchert.

Ihre Brems- und Haftkraft in der kalten Jahreszeit sind für 90 Prozent der Autofahrer die wichtigsten Eigenschaften von Winterreifen. Damit verwiesen sie die Aspekte geringer Rollwiderstand und hohe Laufleistung klar auf die Plätze (10 Prozent).
Den Wetterverhältnissen in hiesigen Breitengraden entsprechend verlangen 47 Prozent der Befragten das Sicherheitsplus der Winterpneus nicht erst auf Eis und Schnee, sondern bereits auf nasskalten Straßen.

Für 70 Prozent der Reifenkäufer ist nicht der Preis das maßgebliche Kriterium bei der Auswahl neuer Winterreifen. Von guten Ergebnissen bei Reifentests lassen sich 26 Prozent der Käufer leiten. Anders verhält es sich bei der Einstellung gegenüber den Empfehlungen der Reifenhändler. Insgesamt folgen 24 Prozent der Autofahrer dem Rat der Händler. Den Empfehlungen von Freunden und Bekannten folgen 15 Prozent der Autofahrer, und fünf Prozent kaufen markentreu.

Fazit der Umfrage: Umrüsten auf Winterreifen ist für die große Mehrheit der deutschen Autofahrer mittlerweile ein Muss. Daher sprechen sich auch 56 Prozent für eine den Reifen betreffende Verschärfung der StVO aus, um den Straßenverkehr in der kalten Jahreszeit sicherer zu machen.
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