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Pressemitteilung

PV-Wartung: Geld sparen mit neuer Analysetechnologie

Warum erfüllen PV-Anlagen häufig nicht die Erwartungen? Eine der möglichen Ursachen hierfür liegt in der falschen Verkabelung. Die im Bericht vorgestellte, neu entwickelte Analysetechnologie deckt Verkabelungsfehler kosteneffizient auf.
(PM) Regensburg, 01.09.2015 - Ursachenforschung: Erste Maßnahme bei Bekanntwerden eines Minderertrages ist das tägliche Monitoring und der Vergleich zwischen tatsächlich generierten Erträgen, Erwartungswerten sowie Erträgen von benachbarten PV-Anlagen. Ergänzend dazu erfolgen Berechnungen der Performance Ratio aus dem Einstrahlungswert, um feststellen zu können, ob die Messwerte im Erwartungsbereich liegen. Nachdem durch dieses Vorgehen witterungsbedingte Ursachen ausgeschlossen werden können, folgt die Sichtung der projekt- und bautechnischen Unterlagen. Wird auch hier kein Fehler identifiziert, müssen im nächsten Schritt die Bestandteile der PV-Anlage kontrolliert werden. Neben der optischen Kontrolle der Anlage, den erneuten Messungen der Stränge und der Laboranalyse ausgewählter Module steht jedoch häufig der Fehler noch nicht fest, der zum Minderertrag der PV-Anlage führt.

Als letzte Möglichkeit der Fehleranalyse bleibt dann meist nur ein extrem aufwendiges manuelles Nachverfolgen aller Stränge vom Wechselrichter über den Geräteanschlusskasten bis hin zu den Modulen im Strang. Nicht selten müssen auch noch Gerüste und Sicherungsnetze angebracht werden. Häufiges Ergebnis dieser mühevollen Aufgabe ist, dass Teilbereiche nicht nach Plan montiert sind und demnach auch nicht wie gewünscht funktionieren.

Problemlösung: Not macht erfinderisch

Der oben beschriebene Analyseprozess musste effizienter gestaltet werden, daher wurde der zum Patent angemeldete CIC PV String Analyzer entwickelt.

Mit Hilfe dieser innovativen Technik wird die Suche nach Modulen und Leitungen zu einer Übung, die selbst bei Dachanlagen von 800 kWp bis 1.000 kWp nicht länger als drei Tage dauert und das bei einem Personaleinsatz von zwei Personen. Ohne Demontage und bei laufender Energieproduktion.

Die mit den CIC PV String Analyzer kontrollierten PV-Anlagen, teilweise bestehend aus einer gemischten Modulbelegung (monokristalline und polykristalline Module), wiesen vielfach erhebliche Leitungsverlegungsfehler auf. Aufgrund des innovativen Analyseverfahrens und der nachfolgenden Fehlerbehebung wurde bereits eine durchschnittliche Steigerung von 12 % der Performance Ratio erzielt.

Wie funktioniert der CIC PV String Analyzers? Ganz einfach. PIEP.

Für die Überprüfung der PV-Anlage bei laufender Energieerzeugung wird der zu kontrollierende Strang vom Wechselrichter abgesteckt und mit dem Leistungstakter des CIC PV String Analyzers verbunden. Der Leistungstakter schaltet den Strang mit Hilfe eines Leistungstransistors in der Weise, dass der gesamte Strang „piept“. Das Signal ist jedoch rein elektrisch und daher akustisch erst hörbar mit Hilfe des Empfängers. Dieser befindet sich gemeinsam mit der Empfangsspule und dem Signalverstärker an der CIC-Teleskopstange bzw. einer Drohne.

Da sowohl die Strangleitungen als auch die Module des angeschalteten Stranges ein Signal auslösen, ist das Auffinden fast blind möglich und kann sofort im Schaltplan festgehalten werden. Für die anschließende Korrektur der fehlerhaften Verstringung ist lediglich eine Teilabschaltung der PV-Anlage notwendig. Die unkomplizierte Handhabung des CIC PV String Analyzers eignet sich auch für eine Anlagenkontrolle in den ertragsarmen Wintermonaten, insofern die Schneedecke auf den Modulen maximal 3 cm dick ist.

Eine besondere Herausforderung: Fehleranalyse von PV-Anlagen auf Shed-Dachhallen

Ein Auftrag in Norditalien war eine willkommene Bewährungsprobe für den CIC PV String Analyzer. Das eingesetzte Team, bestehend aus einem Techniker und seinem Auszubildenden, fand eine erst kürzlich ans Netz angeschlossene Photovoltaik-Aufdachanlage vor. Die Anlage befindet sich verteilt auf 8 Shed-Dächern.

Nach der Analyse mit dem CIC PV String Analyzer stand fest, dass Stränge des Norddaches mit Strängen des Süddaches auf einem MPP-Tracker geschaltet waren. Das wurde auch an zwei weiteren Wechselrichtern so praktiziert. Erschwerend kamen weitere Zuordnungsfehler hinzu, wie die Überbelegung beziehungsweise Unterbelegung von Wechselrichtern.

Besondere Herausforderung für das Team war die dachparallele Montage, die in der Regel bei Shed-, Giebel- und Pultdächern Anwendung findet. Das Verfolgen der Leitungen bei dieser Montageart war bisher nur mit einem, der Neumontage der Anlage entsprechenden Aufwand möglich. Gerüste mit Aufstiegsturm und umfangreiche Absturzsicherungen waren notwendig.

Das Zwei-Personen-Team bewältigte die Analyse der knapp 1.000 kWp großen Aufdachanlage in lediglich 3 Arbeitstagen. Für die Einhaltung der Arbeitssicherheit wurde nur noch ein Bruchteil der bisher notwenigen Ausgaben benötigt.

Ergebnis des Einsatzes ist die Steigerung der Performance Ratio von 65,87 % auf 81,07 %.
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