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Mobile Security: E-Book-Reader reif fürs Unternehmen?

Derzeit liefert Amazon seine ersten „unternehmensfähigen“ Kindle aus. So können die „vergessenen mobilen Geräte“ nun endlich in Sicherheitsinfrastrukturen integriert werden. Was Mittelständler im Umgang mit E-Readern sonst noch beachten sollten.
(PM) München, 18.11.2013 - Mitte November treffen die ersten Amazon Kindle Fire HD und HDX der neuen Generation bei den deutschen Kunden ein. Laut Hersteller sind die Geräte dank des Betriebssystems „Fire 3.0“ bereit für den Einsatz im Unternehmen. Mobile Device Management (MDM)-Unterstützung sowie Features zur Verschlüsselung und Authentifizierung gehören beispielsweise dazu. So etwas hat bislang kein anderer Reader. Mit dem Update reagiert das Unternehmen auf die mögliche Bedrohung, die die E-Book-Reader auch für Unternehmensdaten darstellen. Android-Betriebssysteme sind attraktive Ziele für Malware-Schreiber, und Reader mögliche „Überträger“ von Schadprogrammen.

„E-Book-Reader sind sehr beliebt, sie werden dieses Jahr wieder ein Renner zu Weihnachten“, erklärt Raj Samani, EMEA CTO beim Sicherheitsspezialisten McAfee. „Wir bewerten es als richtigen Schritt, dass Amazon seine Geräte für den Einsatz im Unternehmen fit macht. Viele Pendler bringen ihre Reader mit zur Arbeit, Unternehmensdaten können darauf gespeichert werden. Deshalb sind E-Reader Teil der Bring-Your-Own-Device-Diskussion.“

Mittelstand und E-Reader

Meist haben Mittelständler kein MDM, geschweige denn Richtlinien für „Bring Your Own Device“ etabliert. Wenn Mitarbeiter ihr Kindle mit dem Unternehmensnetzwerk verbinden möchten, können sie nun sichere VPN-Verbindungen nutzen. Doch der Mittelstand kann noch mehr tun, um seine Daten zu schützen, auch im Hinblick auf E-Reader: McAfee rät zu technischen Vorkehrungen und einer frühzeitigen Aufklärung der Mitarbeiter. Folgende Maßnahmen können sie auch unabhängig von Amazons Update und im Hinblick auf weitere Reader umsetzen:

1. Mitarbeiter schulen: Eine Studie von McAfee hat kürzlich ergeben, dass sich Angestellte in KMU deutlich mehr IT-Sicherheits-Trainings wünschen als sie erhalten – vor allem im Bereich „mobile Geräte“. Mitarbeiter sollten geschult werden und beispielsweise lernen, dass sie E-Books nur aus offiziellen Online-Bücherläden herunterladen sollten.
2. Richtlinien etablieren: Schriftliche Guidelines sollten den Mitarbeitern Gewissheit geben, was sie dürfen und was nicht, z.B. berufliche Dokumente auf dem Reader mitnehmen oder nicht.
3. Passwortschutz einrichten: Um Daten bei Verlust oder Diebstahl zu schützen, sollte – wenn das beim betreffenden Reader möglich ist – eine Kennwortrichtlinie für komplexe Passwörter sorgen.
4. Technischen Schutz verbessern: Für manche E-Reader ist bereits Mobile Security Software verfügbar. Außerdem können Firewalls im Unternehmen eingehende Verbindungen einschränken und so verhindern, dass mobile Geräte als Brücke ins Unternehmen genutzt werden.
5. Unterstützung holen: „Security-as-a-Service“-Produkte nehmen Unternehmern die Organisation der IT-Sicherheit ab, sodass diese sich auf ihr eigentliches Geschäft konzentrieren können.

Weitere Informationen für den Mittelstand unter www.mcafee.com/de/small .
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