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Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP
Pressemitteilung

Erste Kooperationen des Denkmalpflegezentrums Benediktbeuern mit der Bauindustrie

(PM) Holzkirchen, 15.01.2010 - Der Bedarf in Zeiten des Klimawandels und der steigenden Energiepreise Altbauten sowie denkmalgeschützte Gebäude zu dämmen und energetisch zu optimieren steigt. Handelsübliche Lösungen orientieren sich dabei in der Regel nicht an den Anforderungen des Denkmalschutzes. Das neugegründete Europäische Kompetenzzentrum für energetische Altbausanierung und Denkmalpflege Benediktbeuern verfolgt als Schwerpunkt seiner Forschungsarbeit gemeinsam mit relevanten Industriepartnern marktfähige Produkt- und Systemlösungen für die Sanierung von Altbauten zu entwickeln. Erste Kooperationspartner aus der Industrie konnten bereits für das nachhaltige Projekt gewonnen werden.

Die Nachfrage von Industrie und Verbrauchern nach erprobten und zertifizierten Lösungen für die energetische Altbausanierung stiegt mit der zunehmenden Verschärfung der Richtlinien der Energieeinsparverordnung. Die ersten Kooperationsverträge mit den Firmen Knauf, Technopor und Krah & Grote werden am 18. Januar 2010 im Kloster Benediktbeuern unterzeichnet.

Die marktorientierten Forschungsansätze konzentrieren sich beispielsweise auf die Weiterentwicklung der Innendämmung sowie die neuen Möglichkeiten von Fensteraufrüstungen, damit auch historische Fenster erhalten und weitergenutzt werden können. Hintergrund der Forschungs- und Entwicklungsarbeit im Kompetenzzentrum Benediktbeuern ist der Ansatz Hightech mit durchdachten Denkmalpflegelösungen und Energieeffizienz in Einklang zu bringen.

Das weltweit agierende Unternehmen Knauf (Baustoffe für den Trockenbau, Knauf Platten, Mineralfaser-Akustikplatten, Gipsfaserplatten, Trockenmörtel mit Gips für Innenputz und Außenputz auf Zementbasis sowie Dämmstoffe auf der Basis von Glas- und Steinwolle), das österreichische Unternehmen Technopor – Hersteller für Glasschaum-Granulat (z. B. als Perimeterdämmung unter der Bodenplatte) sowie die Firma Krah und Grote (Klima-, Mess- und Regeltechnik) entwickeln zusammen mit den Fraunhofer-Wissenschaftlern neue Lösungen für die energetische Altbausanierung. Weitere Industriepartner aus anderen Gewerken sollen noch gewonnen werden. Verhandlungen mit vier weiteren Firmen laufen bereits. An der Umsetzung und am Betrieb werden im Besonderen auch öffentliche Fördergeber und Stiftungen mitwirken.

Das Europäische Kompetenzzentrum für energetische Altbausanierung und Denkmalpflege Benediktbeuern wurde vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP Holzkirchen, in Kooperation mit dem Fraunhofer-Informationszentrum Raum und Bau IRB, dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und der WTA (Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege) ins Leben gerufen. Es ist eine fachkompetente Stelle für alle Fragen zum Thema Sanierung und Denkmalpflege und wird mit unabhängiger Beratung in allen Bereichen der Bauphysik sowie zu energetischem Bauen, Vermeidung von Bauschäden, Ökologie und Kosten informieren.

Das Denkmalpflegezentrum wird in der »Alten Schäfflerei« im Kloster Benediktbeuern eingerichtet. Dort werden beispielhafte Sanierungsverfahren demonstriert, gleichzeitig feste und thematisch wechselnde Ausstellungen präsentiert aber auch Messungen und Forschung zu modernen und historischen Materialien und Haustechnik durchgeführt. Architekten, Denkmalpfleger, Ingenieure, Energieberater, Handwerker, Bauherren und Interessierte können sich hier fachkompetent und produktneutral informieren und beraten lassen. Ab Sommer 2010 wird mit den Sanierungsmaßnahmen am Gebäude begonnen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.denkmalpflege.fraunhofer.de.

Ansprechpartner für weitere Anfragen:
Dr. phil. Britta von Rettberg
Telefon +49 8024 643-613
britta.von.rettberg@ibp.fraunhofer.de
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