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News, 18.10.2006
Wirtschaft/Mittelstand (allgemein)
5,8 Millionen Beschäftigte in ausgewählten Dienstleistungsbereichen
Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, beschäftigten rund 654 760 Unternehmen und Einrichtungen in ausgewählten Dienstleistungsbereichen im Jahr 2004 insgesamt 5,8 Millionen Personen und erwirtschafteten einen Umsatz in Höhe von 653,3 Milliarden Euro.
Zu diesen ausgewählten Dienstleistungsbereichen zählen die sehr heterogenen Wirtschaftszweige Verkehr, Nachrichtenübermittlung, Grundstücks- und Wohnungswesen, Vermietung beweglicher Sachen, Datenverarbeitung und Datenbanken, Forschung und Entwicklung sowie sonstige unternehmensnahe Dienstleistungen.

Im Ergebnis der jährlich mittels einer 15%-Stichprobe durchgeführten Strukturerhebung im Dienstleistungsbereich hatten im Jahr 2004 fast 200 000 Personen mehr (+ 3,5%) einen Arbeitsplatz in diesen Dienstleistungsbereichen als im Jahr 2003. Die Umsätze stiegen im Vorjahresvergleich um 35,7 Milliarden Euro (+ 5,8%).

Nur gut ein Viertel der hier tätigen Unternehmen und Einrichtungen zur Ausübung einer freiberuflichen Tätigkeit erwirtschaftete einen Jahresumsatz von 250 000 Euro und mehr. In diesen wurden aber mit 85% aller Beschäftigten rund 94% des gesamten Umsatzes realisiert.

Im Bereich Verkehr arbeiteten in 83 400 Unternehmen, darunter 70% im Landverkehr, gut 1,2 Millionen Personen. Sie erzielten im Jahr 2004 einen Umsatz von 173,6 Milliarden Euro. Gegenüber 2003 waren damit im Verkehrsbereich rund 46 350 Personen mehr beschäftigt. Der Umsatz stieg im Vorjahresvergleich um 11,7 Milliarden Euro (+ 7,2%).

Die 8 150 Unternehmen, die auf dem Gebiet der Nachrichtenübermittlung tätig waren, davon 7 150 oder 88% als Post- und Kurierdienstleister, beschäftigten im Jahr 2004 rund 610 550 Personen und realisierten einen Umsatz von 101,7 Milliarden Euro (10,3% mehr als im Vorjahr). Die 1 000 Unternehmen der Fernmeldedienste erzielten 2004 mit einem Drittel der Beschäftigten (209 600 Personen) im Wirtschaftszweig Nachrichtenübermittlung gut drei Viertel des gesamten Umsatzes (77,4 Milliarden Euro). Während im Vorjahresvergleich die Zahl der Arbeitsplätze bei den Unternehmen der Post- und Kurierdienste um 13 500 (– 3,3%) sank, stieg sie bei den Fernmeldediensten um 13 300 Arbeitsplätze (+ 6,8%).

Im Bereich der Datenverarbeitung und Datenbanken waren 2004 rund 45 200 Unternehmen tätig. In diesen gab es 370 350 Beschäftigte (2 100 Arbeitsplätze mehr als 2003); der Umsatz lag bei 58,5 Milliarden Euro und damit um 1,7 Milliarden Euro (+ 3,1%) über dem des Vorjahres. Knapp zwei Drittel des vom IT-Bereich erwirtschafteten Umsatzes wurden mit Entwickeln und Verlegen von Software, Softwareberatung sowie Entwicklung und Programmierung von Internetpräsentationen realisiert.

Im Rahmen der jährlichen Strukturerhebung in ausgewählten Dienstleistungsbereichen werden auch Unternehmen und Einrichtungen aus dem Wirtschaftsbereich der unternehmensnahen Dienstleistungen befragt. In diesem Bereich werden Einheiten mit sehr heterogenen wirtschaftlichen Tätigkeiten zusammengefasst dargestellt, die von Freiberuflern wie Rechtsanwälten, Steuerberatern und Architekten bis zu den Reinigungsfirmen, Detekteien und Inkassobüros reichen. Im Jahr 2004 gab es in diesem Wirtschaftsbereich rund 323 750 Unternehmen (11 700 mehr als im Jahr 2003), von denen 69% als Einzelunternehmen geführt werden.

Die besondere Bedeutung dieses Dienstleistungsbereichs spiegelt sich unter anderem in der Zahl der Beschäftigten wider. Mit knapp 3,1 Millionen Personen waren hier mehr als die Hälfte (52,5%) der in den ausgewählten Dienstleistungsbereichen nachgewiesenen Beschäftigten tätig. Die unternehmensnahen Dienstleister erzielten einen Umsatz in Höhe von 191,2 Milliarden Euro, das entsprach durchschnittlich rund 590 000 Euro je Unternehmen. Im Vorjahresvergleich stieg die Anzahl der Arbeitsplätze um 177 000 (+ 6,1%); der erwirtschaftete Umsatz erhöhte sich um 10,0 Milliarden Euro (+ 5,5%).

Weitere Auskünfte gibt:
Zweigstelle Bonn,
Karl-Heinz Pesch,
Telefon: (01888) 644-8563,
E-Mail: karl-heinz.pesch@destatis.de

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Pressemitteilung vom 27. Juli 2006
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